Orgel: Jestetten – St. Benedikt
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Gebäude oder Kirche
St. BenediktKonfession
KatholischOrt
JestettenPostleitzahl
79798Bundesland / Kanton
Baden-WürttembergLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1833 Orgelneubau durch Johann Peter Nägele (Konstanz) I/12.
1938/39 Orgelneubau mit pneumatischer Traktur, unter Verwendung einiger Register der Nägele-Orgel durch Orgelbau Xaver Mönch Söhne (Überlingen/Bodensee) II/19.
1979 Erstellung eines Gutachtens, welches einen Orgelneubau empfiehlt.
Derzeitige Orgel
1986 mechanische Schleifladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch (Blickrichtung Empore), erbaut unter Verwendung des noch brauchbaren Holzpfeifenbestandes von Nägele/Mönch durch Orgelbau Mönch & Prachtel (Überlingen/Bodensee) II/27. Expertise OSV Kurt Binninger – Einweihung am Sonntag, 26. Oktober 1986 mit Konrad Philipp Schuba (Konstanz).
2018 wird die Orgel von Kirnberger II auf gleichstufig durch Orgelbau Mönch umgestimmt.
2019 Wartungsarbeiten mit Reparatur des Balges und Nachregulierung der Koppeln durch Orgelbau Mönch (Überlingen/Bodensee).
Disposition
I Hauptwerk C – g“‘Principal 8′ Prospekt – Anm. 1; Metall Rohrflöte 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall ged.;ab fs° Metall rohrged. Bifaria 8′ ab c°; Metall Oktave 4′ Metall; C/CS Prospekt: ab D innen – Anm. 2 Blockflöte 4′ C – h° Metall ged.; ab c‘ Metall, offen konisch Quinte 2 2/3′ Metall Superoktave 2′ Metall Cornet V ab g°; aufgebänkt, Metall; 8′ Chor Metall, rohrged. Mixtur IV 1 1/3′; Metall – rep. fs°/fs’/fs“ Trompete 8′ Stiefel/Becher Metall; DS/E gekröpft
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II Schwellwerk C – g“‘Gedackt 8′ Holz ged. Salicional 8′ C – H Gedackt 8′; ab c° Metall. offen Vox-coelestis 8′ ab c°; Metall Principal 4′ Metall Traversflöte 4′ Metall, zylindrisch Nazard 2 2/3′ Metall Klettgauflöte 2′ Metall, offen Terz 1 3/5′ Metall Scharff IV 1′; Metall – rep. c°/c’/c“/c“‘ Hautbois 8′ Becher/Stiefel Metall; teilged. Tremulant
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Pedal C – f‘Subbaß 16′ Holz ged. Oktavbaß 8′ Metall; C – ds° Prospekt – Anm. 2 Gedacktbaß 8′ Holz ged. Tenoroktave 4′ Metall Hintersatz IV 2 2/3′; Metall Posaune 16′ Becher/Stiefel Holz Trompetbaß 8′ Becher/Stiefel Metall
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Prospektpfeifen
Anmerkung 1: Principal 8′ HW komplett im Prospekt: Mittelfeld, hohe (innere) Aussenfelder und kleine Mittelfelder (oben vor SW und unten)
Anmerkung 2: Oktave 4′ HW im Prospekt → C und CS hohe (innere) Aussenfelder
Anmerkung 3 : Oktavbaß 8′ PED im Prospekt von C – ds° → C – F hohe (innere) Aussenfelder (mit Principal 8′); FS – ds° Aussenfelder
Grosse Pfeife im Mittelfeld → blind.
Zusammensetzung Cornet HW
g° 8′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 3/5′
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
fs° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
fs‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
fs“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Zusammensetzung Scharff SW
C 1′ + 2/3′ + 1/2′ + 1/3′
c° 1 1/3 + 1′ + 2/3′ + 1/2′
c‘ 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c“ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
c“‘ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Anordnung am Spieltisch (von links nach rechts gem. Nummerierung)
PedalTrompetbaß 8′ Posaune 16′ Hintersatz IV Tenoroktave 4′ Oktavbaß 8′ Subbaß 16′ Gedacktbaß 8′
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HauptwerkTrompete 8′ Cornet V Mixtur IV Superoktave 2′ Quinte 2 2/3′ Oktave 4′ Principal 8′ Bifaria 8′ Rohrflöte 8′ Blockflöte 4′
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SchwellwerkScharff IV Principal 4′ Salicional 8′ Vox-coelestis 8′ Gedackt 8′ Traversflöte 4′ Nazard 2 2/3′ Klettgauflöte 2′ Terz 1 3/5′ Hautbois 8′ Tremulant
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Spielhilfen
Fuß: II / I, II / P, I / P als Rastentritte auf der linken Seite, Schwellwerk II
Gebäude oder Kirchengeschichte
875 Erwähnung einer hölzernen Kirche in Jestetten, welche vom Jahr 1425 bis ins Jahr 1811 von den Patronatsrechten her zum Kloster Rheinau gehörte.
1275 Erwähnung der Pfarrei Jestetten. Zu dieser Zeit wird die Kirche umgebaut, vergrössert oder neu errichtet.
1465 wird die Kirche erneut vergrössert und vom Konstanzer Weihbischof eingesegnet.
1540 Entstehung des heutigen Kirchturmes unter Abt Bonaventura.
Erstes Drittes des 16. Jahrhunderts – Entstehung des Sakramentshäuschen.
1624 Abtragung eines Teiles der Kirche und Neubau eines Langhauses im gotischen Stil im Auftrag des Rheinauer Abtes Eberhard III. Einweihung am 23. Oktober 1625.
1629 Entstehung des Hochaltares, welcher von den Grafen aus Sulz gestiftet wird. Die Statuen stammen von Bildhauer Hans Schenck (Konstanz), die Bilder werden Bartholomäus Storer (Konstanz) zugeschrieben.
1639 Glockenaufzug – Giesser Honoratus und Claudius Roszier (Lothringen).
1670 Stiftung der Jodokus-Statue.
1721 zwei Seitenaltäre: Rosenkranzaltar und Sebastiansaltar. Die Statuen der Altäre schuf Johann Josef Auer (Jestetten), die Bilder stammen von Maler Johannes Brandenberg (Zug) und Maler Johann Anton Morath (St. Blasien).
1766 Entstehung des Taufsteines.
1892 der Turm erhält vier Giebel.
1909 Einbau neuer Fenster mit Glasmalereien.
1933 neuer Kreuzweg aus Birnbaumholz von Siegfried Fricker (Jestetten).
1949 Aufzug dreier Bronze-Glocken der Giesserei Benjamin Grüninger (Villingen/Neu-Ulm) – Nominale e‘ (1639) + g‘ + a‘ + h‘.
1959 wird die Kirche abgetragen. Zuvor gab es Pläne die Kirche zu vergrössern und umzugestalten.
1960 – 1961 Bau der heutigen Kirche unter Beibehaltung des historischen Kirchturmes aus der Zeit um 1540 mit Untergeschoss mit einem integrierten Gemeindesaal. Dabei Übernahme eines Grossteils der vorhandenen Ausstattung u.a. der barocken Altäre, einiger Statuen, des Sakramentshäuschens, eines Rosenkranzbildes (Maler Johannes Brandenberg/Zug), ein Bildnis von Karl Borromäus (Maler Johann Anton Morath/St. Blasien), der Epitaphe, des hölzernen Kruzifixes und Fensterwappen der vier Evangelisten. Das Schiff wurde bei dem Neubau um 90% gedreht. Josef Henger (Ravensburg) schuf für den Neubau das Hauptportal und den Taufsteindeckel. Die Kirche wurde unter der Leitung des erzbischöflichen Bauamtes Max Schätzle und Franz Lickteig erbaut.
1962 Ersatz des Turmabschlusses durch einen Helmaufsatz.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Orgel und Kirche: Horst Georg Schmidt sel. und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort und zitiert von den Seiten der Kirchgemeinde (Link folgend) sowie aus dem Jestetter Dorfbuch 2001 – Kunstverlag Fink (Lindenberg) von Karl-Hellmuth Jahnke und Erich Danner ISBN 3898700399, dem Buch „Jestetten und seine Umgebung“ von Dr. Georg Jäger 1930 und der Broschüre „Jestetten – eine Kulturperle, die es wieder zu entdecken gilt“ 2023
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel 1987, 2011 und 2026, Konzert mit Brita Schmidt-Essbach sel. 2011, Orgelarchiv Schmidt – Horst Georg Schmidt „Die Orgeln des Landkreises Waldshut“ 1989 Isele-Verlag (Waldshut)
Internetauftritt der Katholischen Kirchengemeinde An der Wutach




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