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Orgel: Jestetten / Altenburg – St. Jakobus

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Gebäude oder Kirche

St. Jakobus

Konfession

Katholisch

Ort

Jestetten / Altenburg

Postleitzahl

79798

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Kirche St. Jakobus Altenburg



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Ca. 1860 Bau einer mechanischen Schleifladenorgel durch Orgelbauer Eduard Hieber (Engen) I/8.

Derzeitige Orgel

1936 pneumatische Taschenladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch (Blickrichtung Chor) durch Orgelbau-Anstalt X. Mönch Söhne (Ueberlingen a. Bodensee) II/10 + 1 Windabschwächung. Seitlich des Orgelgehäuses befindet sich noch eine Tretvorrichtung. Die Orgel kann somit auch noch ohne Motor gespielt werden. Die Engel am Orgelgehäuse wurden zu einem späteren Zeitpunkt durch einen ortsansässigen Künstler zugefügt.
2026 wird das Werk weiterhin durch die Orgelbauwerkstatt Mönch betreut und befindet sich in einem guten Zustand.

Disposition

I Hauptwerk C – f“‘

Prinzipal 8′            C – FS Holz, offen, innen, G – c“ Prospekt, Zink – Anm. 1; ab cs“ Zink offen, innen

Rohrflöte 8′           Zink, rohrged.

Dolce 8′                Zink, C – GS gekröpft

Oktave 4′              Zink; C – A Prospekt – Anm. 2

Mixtur 2 2/3′          III; rep. c‘

 

II Manual C – f“‘

Gedeckt 8′                 C – h‘ Holz ged.; ab c“ Zink ged.

Salicional 8′               Zink; C – F gekröpft

Gemshorn 4′             Zink, konisch

Waldflöte 2′               Zink, leicht konisch

Tremolo (auf beide Manuale wirkend)

 

Pedal C – d‘

Subbass 16′             Holz ged.

Zartbass 16′             Windabschw. Subbass 16′  

 

Prospektpfeifen

Anmerkung 1 – Prinzipal 8′ HW im Prospekt : G – b° Mittelfeld; h° – c“ Aussenfelder

Anmerkung II – Oktave 4′ HW im Prospekt : C – A Aussenfelder

Die jeweils grösste Pfeife der Aussenfelder ist blind

 

Zusammensetzung Mixtur HW

C                         2 2/3′  +  2′  +  1′

c‘                4′  +  2 2/3′           +  1′

 

Gebläse: Aug. Laukhuff (Weikersheim); 2’800U/min., cbm m.c. 8 min.; Motornummer 8940

 

Anordnung am Spieltisch

Links

Zartbas 16′

Subbass 16′

Pedalk. I.Man.

Pedalk. II.Man.

 

Mitte

Dolce 8′

Rohrflöte 8′

Prinzipal 8′

Oktave 4′

Mixtur 2 2/3′

Super I.Man.

Manual II – I

Sub II – I

Super II – I

 

Rechts

Salicional 8′

Gedeckt 8′

Gemshorn 4′

Waldflöte 2′

Tremolo

 

 

Spielhilfen

Pedalk. I.Man., Pedalk. II.Man., Super im I.Man. (nicht ausgebaut), Manual II – I, Sub II – I (ab c°), Super II – I (ausgebaut – ausser Waldflöte 2′) als Registerwippen

Druckknöpfe unter erstem Manual: P, F, Tutti, 0 (Auslöser), Aut.Pedal ab

 

Feste Kombinationen nicht additiv

Piano schaltet:

I – Rohrflöte 8′
II – Salicional 8′
P – Zartbass 16′

Forte schaltet:

I – Dolce 8′ / Rohrflöte 8′ / Oktave 4′
II – Gedeckt 8′ / Salicional 8′ / Gemshorn 4′
P – Subbass 16′ (Zartbass 16′)
II – I / Pedalk. I.Man. / Pedalk. II.Man.

Tutti schaltet:

Alle Regsiter und Koppeln ausser Sub II – I

Gebäude oder Kirchengeschichte

1130 Einweihung einer ersten Kirche in Altenburg, erbaut im Auftrag des Klosters Rheinau.
14. Jahrhundert umfangreicher Umbau der Kirche.
1600 Einweihung einer neu aufgebauten oder umgebauten Kirche.
1711 Bau der heutigen St. Jakobus-Kirche nach Plänen des Baumeisters Franz II. Beer (Mellau/Vorarlberg).
1715 wird die Kirche konsekriert.
1748 Entstehung der beiden Ölgemälde – Josef mit Jesuskind und Heiliger Nepomuk.
1760 Entstehung der Apostelfiguren Jakobus der Ältere, Philippus und Judas Thaddäus.
1802 wird Altenburg zur eigenständigen Pfarrei.
1802 – 1810 Bau eines Pfarrhauses neben der Kirche.
19. Jahrhundert und 1908 Renovierungen der Kirche mit Umgestaltung des Innenraumes im zeittypischen Stil.
1949 Aufzug zweier Bronzeglocken der Giesserei Benjamin Grüninger (Straß bei Neu-Ulm) – Nominale ds“ + fs“. Im Turm befindet sich noch eine weitere Bronzeglocke der Giesserei Schilling (Apolda) – Nominal ais“. Das noch komplett mechanische Uhrwerk stammt von der Firma Schneider.
1961 Vergrösserung der Kirche nach Westen hin. Die Ausmalungen und einige historisierende Elemente werden entfernt. Entstehung des grossen Kruzifixes im Chorraum aus Naturholz von Siegfried Fricker (Jestetten), welcher auch die Muttergottes-Statue aus Muschelkalk fertigt. Die Ausgestaltung des Kircheninnenraumes wurde von Pfarrer Friedrich Welz und Bildhauer Siegfried Fricker ausgeführt.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Gemeinde vor Ort, Geschichtstafeln des Jestetter Kulturweges, zitiert aus der Datei „Kulturerbe Jestetten“
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel 1985, 2002 und 2026, Orgelarchiv Horst Georg Schmidt „Die Orgeln des Landkreises Waldshut“ 1989 Isele-Verlag, freundl. Auskunft Claus Giller – herzlichen Dank.

Internetauftritt der Seelsorgeeinheit Jestetten

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