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Orgel: Jena – Stadtkirche St. Michael Chororgel

Jena – Stadtkirche St. Michael .- Orgel

Gebäude oder Kirche

Stadtkirche St. Michael

Konfession

Evangelisch

Ort

Jena

Postleitzahl

07743

Bundesland / Kanton

Thüringen

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

Bildernachweise (3 letzte Bilder Kirchenbauverein Jena zur Verfügung gestellt, ehe die Orgel abgetragen wurde)

Henry MühlpfordtStadtkirche St. Michael in Jena 2008-05-24CC BY-SA 3.0
Gitta Zahn from Berlin, Jena (17245606308)CC BY 2.0
anonym, Michaelskirche-JenaCC BY-SA 3.0
J. Triepke from Deutschland, St. Michael church in Jena (24576571330)CC BY 2.0
Jac. Janssen20090824 Vacantie 0268 JenaCC BY 2.0
Jac. Janssen20090824 Vacantie 0283 JenaCC BY 2.0
AschroetInterior of Stadtkirche St. Michael Jena 18CC0 1.0
Drahnier, Langschiff St Michael Jena, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Photo: Andreas Praefcke, Jena Stadtkirche OrgelCC BY 3.0
Herr CommonsenseStadtkirche St. Michael Jena, Orgel, Unterseite mit Chor entfernt, CC BY-SA 4.0


Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Hauptorgel:

16. Jahrhundert ist eine Orgel vorhanden. 1518 wird das Instrument repariert.
1575 und 1600 Reparaturen durch Ezechiel Gretsch.
1630 Erweiterung des Werkes durch Orgelbau Caspar Trost.
1640 Reparatur durch Orgelbauer Ludwig Compenius, 1641 durch Ezechiel Gretsch Junior, 1670 durch Ludwig Compenius, 1701 durch Orgelbauer Donat (Leipzig).
1706 Orgelneubau, vermutlich durch Georg Christoph Stertzing (Ohrdruf) III/41.
1855 Renovierung durch Orgelbau Gebrüder Peternell (Seligenthal).
1909 Orgelneubau einer pneumatischen Kegelladenorgel mit freistehendem Spieltisch durch Orgelbau Wilhelm Sauer (Frankfurt/Oder) III/94.
1945 Zerstörung der Stadt Jena durch Bombenangriff, welchem Kirche und Orgel auch zum Opfer fallen.

Derzeitige Hauptorgel

1963 Schleifladenorgel mit fest eingebautem Spielschrank, mechanischer Spiel- und elekropneumatischer Registertraktur, erbaut als Opus 332 von Orgelbau Alexander Schuke (Potsdam) III/51.
2015 Renovierung, Einbau einer Setzeranlage und Überarbeitung der Intonation durch Orgelbau Eule (Bautzen).

Chororgel

Vor 1930 pneumatische Taschenladenorgel mit fest angebautem Spieltisch, erbaut als Hausorgel für eine Adelsfamilie in Pössneck von Orgelbau Michael Welte & Söhne (Freiburg/Breisgau) II/16.
Um 1950 Aufstellung des Werkes in Jena durch Orgelbau Kirchner.
1964 Umdisponierung des zweiten Manuals durch Orgelbauer Gerhard Kirchner (Weimar)
2007 ist die Orgel nahezu unspielbar, Teile sollen an andere Gemeinden für Orgelprojekte veräussert werden.
Nach 2010 Abtragung der Welte/Kirchner-Orgel.
2010 Ankauf eines 1993 von Orgelbau Waltershausen Bernhard Kutter erbauten mechanischen Schleifladenpositives I/5 ohne Pedal. Das Instrument ist fahrbar.

Disposition

Hauptorgel (Stand 1976)

I Positiv C – g”’

Holzgedackt 8′

Principal 4′

Rohrflöte 4′

Octave 2′

Quinte 1 1/3′

Octave 1′

Scharff 3-4 fach

Vox humana 8′

Tremulant

II Hauptwerk C – g”’

Bordun 16′

Principal 8′

Spitzflöte 8′

Gedackt 8′

Octave 4′

Koppelflöte 4′

Nassat 2 2/3′

Octave 2′

Flachflöte 2′

Rauschpfeife 2-fach

Scharff 4-fach

Mixtur 5-7 fach

Trompete 16′

Trompete 8′

III Oberwerk C – g”’

Rohrflöte 8′

Quintadena 8′

Salicional 8′

Principal 4′

Nachthorn 4′

Feldpfeife 4′

Rohrnassat 2 2/3′

Waldflöte 2′

Terz 1 3/5′

Quinte 1 1/3′

Sifflöte 1′

Cymbel 3-fach

Mixtur 5-fach

Rankett 16′

Krummhorn 8′

Tremulant

Pedal C – f’

Principal 16′

Subbass 16′

Quinte 10 2/3′

Octave 8′

Bassflöte 8′

Octave 4′

Rohrpommer 4′

Bauernflöte 2′

Bassaliquote 4-fach

Mixtur 6-fach

Posaune 16′

Trompete 8′

Clairon 4′

Singend Cornet 2′

 

Positiv aus der Stadtkirche Waltershausen – seit 2010 in Jena

Manual C – f”’

Gedackt 8′ Bass/Discant

Rohrflöte 4′

Nasat 2 2/3′ Discant

Principal 2′

Sifflet 1′

Tremulant

 

Chororgel (Welte um 1930 – in Jena von circa 1950 bis nach 2010)

I Hauptwerk C – g”’

Bordun 16′

Principal 8′

Flöte 8′

Quintatön 8′

Principal 4′

Rohrquinte 2 2/3′

Blockflöte 2′

Mixtur 4-fach

II Schwellwerk C – g”’

Rohrflöte 8′

Gemshorn 4′

Principal 2′

Quinte 1 1/3′

Octave 1′

Oboe 8′

 

Pedal C – f’

Subbass 16′

Octavbass 8′

Choralbass 4′

Horn 8′

 

Spielhilfen

Hauptorgel:

3 freie Kombinationen, Setzeranlage (seit 2015), III – II, I – II, III – P, II – P, I – P, Zungeneinzelabsteller (oberhalb der linken Registerstaffel)
Spieltisch unter Klaviatur I: Man. 16′ ab, FK 1 (RP und Ped), FK 1 (OW), FK 2, FK 3, Auslöser, Tutti
Fuss: III – II, I – II, III – P, II – P, I – P

Chororgel:

1 freie Kombination, Super I, I – Ped, II – Ped, II – I
Unter der Klaviatur I: Handreg.zu Fr. Komb., Fr. Komb. (an), Auslöser und Tutti
Fuss: I – Ped, II – Ped, II – I als Tritte, Schwelltritt II

Gebäude oder Kirchengeschichte

11./12. Jahrhundert – Funde deuten auf die Existenz einer Kirche.
Um 1240 Entstehung der Holzplastik des Erzengels Michael, diese befindet sich seit 2014 gegenüber des Gerichtsportals.
1252 wird eine neue grössere Kirche erbaut.
1301 Gründung des angrenzenden Zisterzienserklosters.
ab 1380 wird die heutige Hallenkirche in mehreren Abschnitten errichtet.
1415 Guss der grossen Festglocke und der Wetterglocke.
Bis 1450 – entstanden der Chor, die Einwölbung des Altarraumes, die drei östlichen Joche des Langhauses und die Südfassade bis zum sechsten Langhausjoch.
1474 – 1557 zweite Bauphase – Vollendung des Langhauses und Errichtung des Kirchturmes.
Um 1507 Entstehung der Kanzel.
1525 – 1526 Auflösung des Klosters in der Reformationszeit.
1549 Entstehung der Bronze-Grabplatte Martin Luthers, es handelt sich um ein Werk des Glockengiessers Heinrich Ziegler (Erfurt).
17. Jahrhundert finden mehrere Instandsetzungsarbeiten statt. Es entstand in der Unterkirche die Gruft der Herzöge von Sachsen-Weimar.
Spenden der Sparkasse der Stadt Jena:
4000 Taler – 1871 bis 1874 – für Baumaßnahmen.
6000 Mark – 1880/81 – Beheizbarkeit
3000 Mark – 1886/87 – Beleuchtung
19. Jahrhundert – vier Evangelisten aus Holz.
Nach 1944 schwere Beschädigung durch Auswirkungen des zweiten Weltkrieges.
1947 Aufzug und Weihe von fünf neuen Glocken der Glockengiesserei Apolda – Schlagtöne c’ + e’ + g’ + a’ + c”.
1954 Glasfenster und Ausmalungen im Chorraum von Fritz Körner (Jena).
Bis 1956 Rekontruktion des Innenraumes mit Achteckpfeilern und Sterngewölbe. Turm und Langhaus erhielten schlichtere Dächer.
Seit 1996 wird die Stadtkirche in Anlehnung an die Gestalt zur Mitte des 16. Jahrhunderts restauriert.
1997 – 2001 Instandsetzung des Kirchturmes, Rekonstruktion der Renaissance-Haube.
2002 – 2007 Rekonstruktion des barocken Mansarddach, Restaurierung der Fassaden und des Gerichtsportals.
2002 neue Bronze-Statue des Erzengels Michael in der Turmnische.
2008 – 2014 Restaurierung des Brautportals.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Daten zur Orgel: Orgelarchiv Andreas und Horst Schmidt, Bestandesaufnahme bei Konzert mit Brita Schmidt-Essbach am 13.06.1976
Orgelgeschichte: Orgelarchiv Schmidt und Hartmut Haupt “Orgeln im Bezirk Gera” 1990 Verlag Vide descriptionem, Forschungen zu den Welte-Kirchenorgeln Horst und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Wikipedia basierend auf Forschungen von Friedrich Möbius, Volker Leppin, Matthias Werner, Matthias Rupp, Jenaer Kirchbauverein

Dieses Portrait wurde als Erinnerung an die Welte-Chororgel in Jena erstellt, welche nicht mehr existent ist.

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