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Orgel: Heringen / Görsbach – St. Mauritius

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Gebäude oder Kirche

St. Mauritius

Konfession

Evangelisch

Ort

Heringen/Görsbach

Postleitzahl

99765

Bundesland / Kanton

Thüringen

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos




Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Bereits im 18. Jahrhundert gab es in der alten Kirche eine Orgel, wie Aufstellungen von Kantoren ab 1722 belegen.
1833 Vertragsschluss zwischen der Kirchengemeinde Görsbach und dem Orgelbauer Heinrich Thelemann aus Bösenrode, unter Anderem sollte dem bestehenden Instrument eine Manualkoppel zugefügt werden.
1878 Neubau durch Emil Reubke (Hausneindorf) – II/23 auf mechanischen Kegelladen mit Bleischeiben-Kegeln für 7148 Mark und erhielt ein Magazingebläse mit Schwungradantrieb.
24. Oktober 1878 Abnahme der Orgel durch August Gottfried Ritter (Magdeburg)
1937 Wartung durch Orgelbauer Reinhold Strobel (Bad Frankenhausen)
1952 Stimmung durch Wilhelm Sohnle (Halberstadt), Einbau eines elektrischen Gebläses.
1978 Wartung durch Orgelbauer Bernd Barthels (Roitzsch)
2013 ist die Orgel nicht spielbar und stark reparaturbedürftig, u.a. durch Wasserschaden.
2018/19 fachgerechte Sanierung durch Orgelbau Reinhard Hüfken (Halberstadt)
2026 die Orgel ist gut spielbar und erfreut mit fein schattierten, kraftvollen Klängen.

Disposition

Manual I – Hauptwerk C – f“‘

Bordun. 16′. Holz gedeckt

Principal. 8′. C Holz innen, C#-d#‘ Prospekt, Zinn, ab e‘ innen

Hohlfloete. 8′. C-H gedeckt Holz, ab c° Holz offen

V. d. Gamba. 8′. C-H Holz offen, ab c° Zinn offen zylindrisch, Expressionen

Octave. 4′. Zinn offen, bis f‘ mit Expressionen, ab f#‘ auf Länge geschnitten

Floete. 4′. bis f° Holz offen, ab f#° Zinn offen, überblasend

Quarte. 2fach. 2 2/3′ + 2′, jeweils Zinn offen, Principalmensur

Mixtur. 4fach. 2′, Zinn offen, repetiert immer auf c

Cornett. 3fach. ab 

Trompete. 8′. C-f° halbe Länge, durchschlagende Bauweise in Zungenblöcken, Nüsse und Kehlen Buchenholz

Manual II – Schwellwerk C – f“‘

Gedackt. 16′. ab c°, durchgehend Holz gedeckt

G. Principal. 8′. C-H Holz gedeckt, ab c° offen und zylindrisch, Zinn mit Stimmrollen

Flüte. 8′. [sic], C-H mit Violino 8′ Zinn offen, folgend c° Zinn offen, ab c‘ überblasend aus Zinn

Violino. 8′. durchgehend Zinn offen, sehr enge Mensur, Kastenbärte

Voix celeste. 8′. ab c°, Zinn offen mit Expressionen

Salicional. 4′. Zinn offen

Floete amabile. 4′. C-h° Holz offen, ab c‘ Zinn überblasend

Oboe. 8′. durchschlagend, als Physharmonika hinter bzw. über dem Spieltisch

Pedal C – d‘

Subbaß. 16′. Holz gedeckt

Violone. 16′. Holz offen, Stimmschieber

Octavbaß. 8′. Holz offen, mit Stimmschiebern

Gedacktbaß. 8′. Holz gedeckt

Posaune. 16′. Becher Zink, durchschlagende Bauweise mit Holznüssen und -kehlen, halbe Länge

 

Spielhilfen

Registerzug mittig über Manual II: Manual koppel.
Registerzug links unten, innen: Pedal,koppel. [I/P]
Druckknöpfe aus Messing, rechts: Wind, Licht
Über dem Pedal links über E und F: Schwelltritt (Holz) arrettierbar, für Schweller II

Gebäude oder Kirchengeschichte

13. Jahrhundert Errichtung einer ersten Steinkirche, aus dieser Zeit datiert das Turmfundament.
15. Jahrhundert Fertigung eines gotischen Schnitzaltars durch einen unbekannten Meister.
1615 Fertigung eines Gemäldes mit Mariendarstellung.
30. Juli 1877 Grundsteinlegung.
1878 umfassender Neubau des Kirchenschiffes nach Plänen von Conrad Wilhelm Hase als neogotische dreischiffige Hallenkirche mit Querhaus und 5/8-Chor. Der Altar wurde bei diesem Umbau mit einem Aufsatz versehen und der Turm mit den Ecktürmen bekrönt.
22. Oktober 1878 Einweihung der Kirche, Bauleitung: Alwin Müller.
1917 Abgabe zweier Glocken zu Rüstungszwecken.
1919 Guss eines dreistimmigen Geläutes aus Eisenhartguss durch Schilling&Lattermann mit etwa 3100kg Gesamtgewicht, Nominalfolge e‘-gis‘-h‘.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter, Sichtung vor Ort und Spiel 2026

Orgelgeschichte:
-Orgelkartei KK Südharz, Stand 2024
-Orgelakte Görsbach im Archiv KK Südharz, Inaugenscheinnahme vor Ort
-Informationen einer Schautafel vor Ort, Inaugenscheinnahme 2026

Kirchengeschichte:
– Müller, Thomas: Die Kirchen im Südharz. Atelier Veit-Verlag, 2. Auflage, Nordhausen 2017.
-Informationen in der Kirche aus einer Schautafel, Inaugenscheinnahme vor Ort 2026

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