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Orgel: Harztor / Neustadt (Harz) – St. Georg

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Gebäude oder Kirche

St. Georg

Konfession

Evangelisch

Ort

Harztor/Neustadt (Harz)

Postleitzahl

99762

Bundesland / Kanton

Thüringen

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

 



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

um 1650 wird eine erste Orgel durch einen bislang unbekannten Orgelbauer errichtet.
1678 wird die Orgel durch den Kirchenbrand am 10. September vernichtet.
1710 wird eine Spendensammlung unter der Ortsgemeinde veranstaltet, um eine neue Orgel errichten zu können. Die übrigen Kosten teilten sich die Rats- und die Kirchenkasse.
21. November 1712 Einweihung der neuen Orgel – mechanische Schleifladenorgel mit zwei Manualen und Pedal von Johann Georg Papenius (Stolberg).
1893 Neubau durch Julius Strobel&Sohn (Bad Frankenhausen) mit II/16 und vier Nebenzügen für etwa 4000 Mark. Die Firma nahm die Vorgänger-Orgel in Zahlung und behielt zugleich den barocken Prospekt bei.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken.
1982 wird die Orgel als sehr desolat beschrieben, ihr Abbau ist beschlossene Sache.
1985 Ersatz durch das untenstehende Instrument.

Derzeitige Orgel
1876 Neubau durch Friedrich Ladegast (Weißenfels) – mechanische Schleifladenorgel II/17 mit 969 klingende Pfeifen für die Kirche Eythra bei Leipzig. Auftraggeber war Alexander Anger auf Eythra.
29. Mai 1876 Vollendung des Instrumentes ebenda als Op. 69 in der Werkliste.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken.
um 1970 ist die Orgel durch den bei Eythra befindlichen Braunkohletagebau stark bedroht.
1982 Besichtigung der Orgel in Eythra durch die Gemeinde Neustadt. Nach 5 Telefonaten wird die Übernahme unter Bedingung der Erhaltung des Originalzustandes beschlossen.
1983 Abbau durch Norbert Sperschneider (Weimar).
1985 Aufstellung in Neustadt auf der Empore, wobei zwei alte Schnitzwangen des Barockprospektes am Ladegast-Prospekt angebracht wurden.
1. September 1985 Einweihung in Neustadt.
2005 Reparatur und Stimmung durch Orgelbauer Christian Max der Firma Orgelbau Welde vorm. A. Schuster&Sohn (Zittau), Festlegung von a’=441,7Hz bei ca. 17 Grad.

Disposition

N.B.: Ladegast verzichtete tatsächlich auf das Apostroph für „Fuß“.

Manual I – Hauptwerk C – f“‘

Bordun 16.

Principal 8.

Rohrflöte 8.

Gambe 8.

Principal 4.

Naßat 2 2/3 [sic]

Octave 2.

Mixtur 2__4fach.

Manual II – Hinterwerk C – f“‘

Liebl. Gedeckt 8.

Flöte 8.

Viola d’amour 8.

Fl. douce 4.

Pedal C – d‘

Subbaß 16.

Violon 16.

Cello 8.

Octavbaß 4.

 

Spielhilfen

Registerzüge links unten: Ped.Coppel. [I/P], Man.Coppel.
Registerzug rechts unten: Calcant

Gebäude oder Kirchengeschichte

12. Jahrhundert Errichtung einer Steinkirche in Neustadt.
1678 brennt die Kirche am 10. September nieder, wobei auch Glocken und Orgel verloren gehen.
1686 werden die Arbeiten zum Wiederaufbau begonnen.
1693 wird der erste Gottesdienst in der noch unvollendeten Kirche gefeiert. Der neue Bau wurde aus Porphyritsteinen errichtet, die man vor Ort gewinnen konnte.
1698 Guss zweier Glocken durch Glockengießer Adam Wilhelm Geyer (Nordhausen), Nominale d‘, fis‘. Beide Instrumente waren eine Stiftung des Grafen zu Stolberg.
1705/06 Errichtung des Kanzelaltars als Stiftung von Christiane Elisabeth von Gladebeck, Ausführung durch eine Nordhäuser Werkstatt.
1706 Schenkung von zwei (!) Taufengeln durch Amtsverwalter Günther.
1871 wird der heutige Turmhelm aufgesetzt, der damals noch mit vier Ecktürmen versehen war.
1928 Guss der mittleren Glocke durch Carl Störmer (Erfurt), Nominal ges‘ mit 722kg Gewicht.
1960 Guss der kleinen Glocke durch Franz Schilling (Apolda) mit 399kg und Nominal b‘.
1972 wird der Turm neu eingedeckt und dabei die vier Ecktürmchen entfernt.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter, Sichtung vor Ort und Spiel 2025

Orgelgeschichte: Johannes Richter, Sichtung vor Ort, ergänzt durch Informationen aus:
– Aushang in der Kirche, Inaugenscheinname vor Ort 2025
– Pirkl, Thorsten: „Orgelschätze – Neustadt“ in: orgelschaetze.de, abgerufen am 1. Dezember 2025

Kirchengeschichte:
– Aushang in der Kirche, Inaugenscheinname vor Ort 2025
– unbekannt/Christen in Harztor (Hrsg.) – Artikel zur Kirche in Neustadt, abgerufen am 1. Dezember 2025 (Link)

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