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Orgel: Halle (Saale) / Altstadt – Evang. Hochschule für Kirchenmusik (Raum 213)

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Gebäude oder Kirche

Evangelische Hochschule für Kirchenmusik (Raum 213)

Konfession

Evangelisch

Ort

Halle (Saale) / Altstadt

Postleitzahl

06108

Bundesland / Kanton

Sachsen-Anhalt

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1964 Neubau einer vorderspieligen mechanischen Schleifladenorgel I/5 mit geteilten Schleifen durch Voigt/Bad Liebenwerda für die Moritzkirche Halle
Um 1990 Umsetzung der Orgel in die Marktkirche zu Halle.
2004 Ankauf der Orgel durch die Hochschule für Kirchenmusik.
2004 Überholung, Umbau und Umintonation durch Jost Truthmann/Frankfurt a.d. Oder – dabei wurde ein Register im Baßbereich entfernt, der Registerzug mit den Löchern für die Befestigung
des Registerschildes ist heute noch vorhanden.

Die Voigt-Orgel in der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik ist das Instrument mit der wohl sprichwörtlich bewegtesten Geschichte in diesem Hause. Nach mehreren Umsetzungen in unterschiedlichen Räumen, darf sie nun in der Hochschule als Übinstrument dienen und hat hier gewissermaßen ihren „Alterssitz“ gefunden. Das gesamte Werk verbirgt sich in einem quaderförmigen Gehäuse mit einer durchaus ansprechenden, recht ungewöhnlichen Schaufront. 41 Prospektpfeifen sind im Prospekt zu sehen, darüber ist ein Gitterwerk aus miteinander verstrebten Kreisen angebracht, die in der Mitte ein wirkungsvolles (auf den ersten Blick nicht sofort sichtbares) Muster bilden. Seitlich schauen nahezu keck die gekröpften Pfeifen des Subbass, auch hier mit silbernen Ringen um die Spundgriffe versehen, über das Gehäuse hinaus. Der Spieltisch ist frontal angebracht und erstreckt sich fast über die ganze Breite des Gehäuses – die Registerzüge sind zu beiden Seiten der Klaviatur zu finden. Die Klaviatur ist als Reminiszenz an den „alten“ Orgelbau mit schwarzen Untertasten und weißen Obertasten ausgeführt. Im Inneren der Orgel befinden sich zwei Windladen, eine für den Baßbereich von C-b° und eine für den Diskantbereich h°-g“‘. Die Klaviatur ist daraus folgend auch zwischen b°/h° geteilt, welches die Möglichkeiten der Orgel sehr erhöht. Das Pedal steht in C/Cis geteilt als Rückwand der Orgel ganz hinten. Klanglich zeigt sich die Orgel kraftvoll, zuweilen auch etwas stark für den recht kleinen Raum, aber doch recht farbig. Ein Gedackt 8′ mit recht kraftvoller, etwas spuckender Intonation bildet die klangliche Basis, eine helle Rohrflöte 4′ und ein strahlend singender Principal 2′ bauen sich darauf auf. Im Diskantbereich gibt eine Sesquialtera eine gute Solostimme und einen vollen Gesamtklang, ist zuweilen aber etwas schneidend und scharf in dem kleinen Raum – auf dem Registerschild ist noch „Scharf 3f. 1′“ zu lesen. Der Pommer 16′ grundiert den Klang gut, die Pedalkoppel ist bei seiner etwas dumpfen Ansprache und dem wenig obertönigen Klange aber dringend empfohlen.
Das Instrument ist als Übeorgel gut geeignet, auch wenn die Einmanualigkeit die Möglichkeiten trotz geteilter Schleifen etwas einschränkt. Die Manualtraktur ist angenehm „knackig“ und gut zu spielen, während das Pedal fast etwas zu leichtgängig ist. Insgesamt ist die Orgel ein solides und gutes Instrument, welches sich einer häufigen Nutzung erfreut.

Disposition

Manual C – g“‘

Gedackt 8′

Rohrflöte 4′

Principal 2′

Scharf 3f. 1′ (tatsächlich Sesquialtera 2f., ab h°)

Pedal C – f‘

Pommer 16′

 

Spielhilfen

Über dem Pedal mittig als Einhaktritt: Pedalkoppel

Gebäude oder Kirchengeschichte

1926 Gründung der Kirchenmusikschule, damaliger Standort Aschersleben.
1938 Umzug des Institutes in die Räumlichkeiten des Schlesischen Konviktes Halle.
1939 Eröffnung am neuen Standort.
1993 erfolgt die staatliche Anerkennung als Hochschule. Das Institut heißt fortan Evangelische Hochschule für Kirchenmusik.
2001/02 Umzug in das neu errichtete Gebäude im Händelhaus-Karree in der kleinen Ulrichstraße.
2019 Umbaumaßnamen am Foyer – Ausbau zum Andachts- und Unterrichtsraum.

Das Hochschulgebäude zeigt sich als schlichter, geradliniger Bau mit großen Fensterfronten und diversen Räumlichkeiten für Unterricht und Üben mit guter Schallabschottung und Klimatisierung. Der Raum 213, auch schlicht „Voigt-Orgel“ genannt, liegt im zweiten Obergeschoss an der Ecke an der Straßenkreuzung.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter
Orgelgeschichte: Johannes Richter, eigene Sichtungen
Kirchengeschichte:Beitrag auf der Seite der Hochschule für Kirchenmusik, abgerufen am 08.12.2021

Ein herzlicher Dank gilt Rektor Prof. Peter Kopp für die Genehmigung der Vorstellung!

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