Orgel: Gurtnellen / Gurtnellen-Wiler – St. Josef
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Gebäude oder Kirche
St. JosefKonfession
KatholischOrt
Gurtnellen-WilerPostleitzahl
6482Bundesland / Kanton
Kanton UriLand
SchweizBildergalerie + Videos
Glockenvideo von User Niklausglocke auf Youtube „GURTNELLEN – WILER: (CH – UR) Geläute der Pfarrkirche St. Josef“
Bildrechte: Datenschutz
Orgelgeschichte
1893 pneumatische Membranladenorgel mit freistehendem Spieltisch vor Prospekt (Blickrichtung Chor), erbaut für dem Temple Mézières/VD durch Orgelbau Carl Theodor Kuhn (Männedorf/ZH) II/13 nach Plänen von Charles Blanchet (Lausanne – Titulaire von Saint-François in Lausanne), welcher die Orgel am 28. Mai 1893 als Organist einweihen durfte.
1923 Abbau des Werkes zu Gunsten eines Orgelneubaus der Firma Kuhn im Temple Mézières.
Standort Gurtnellen-Wiler
1926 Überarbeitung des Werkes, Umstellung der Disposition, Erweiterung und Aufstellung in der Kirche Gurtnellen-Wiler als Opus 598 durch Orgelbau Theodor Kuhn AG (Männedorf/ZH) II/14 + 1 Transmission.
1970 wird die Orgel im Zuge von Bauarbeiten im Kircheninneren von der Erbauerfirma renoviert.
1996 Renovierung des Werkes und geringfügige Anpassung der Intonation der Mixtur durch Orgelbau Pürro (Willisau).
2021 wird das Werk regelmässig durch Orgelbauer Erwin Erni (Stansstad) gewartet.
Disposition
Aktuelle Disposition seit 1926
I Hauptwerk C – f“‘Principal 8′ Bourdon 8′ Salicional 8′ Dolce 8′ Octave 4′ Mixtur 3-fach 2 2/3′ überarbeitet 1998
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II Schwellwerk C – f“‘ (ausgebaut C – f““)Liebl. Gedeckt 16′ Konzert-Flöte 8′ Gamba 8′ Aeoline 8′ Voix céleste 8′ ab c° Flöte 4′ Tremolo |
Pedal C – d‘Subbass 16′ Echobass 16′ Tr. Liebl.Gedeckt II im SW Flötbass 8′ |
Disposition 1893 gemäss Orgelbau Kuhn AG
I Hauptwerk C – f“‘Bourdon 16′ Principal 8′ Bourdon 8′ Gambe 8′ Octave 4′ Mixtur 3-fach 2 2/3′ |
II Schwellwerk C – f“‘ (ausgebaut C – f““)Konzert-Flöte 8′ Salicional 8′ Aeoline 8′ Voix céleste 8′ ab c° Flöte 4′ |
Pedal C – d‘Subbass 16′ Octavbass 8′ |
Spielhilfen
Seit 1926
1 freie Combination
Linke Seite: Autom. Pedal ab
Rechte Seite: Calcant, Motorschaltung
Registerwippen in Registerstaffel: Vacat, Oberoctav im II., Pedal II. (Pedalkoppel II/P), Pedal I. (Pedalkoppel I/P), Unteroctav II.-I. (ab c°), Manual II.-I., Oberoctav II.-I.
Spieltisch unter Manual I als Druckknöpfe: IV, III, II, I (Tutti, F, MF, P), 0 (Auslöser), Freie Combination (Einschaltung)
Fuss: Walze (Anzeige rechts der Registerstaffel), Schwelltritt II
Stand 1893
1 freie Combination
II/I, I/P, II/P, Sub II/I (ab c°), Super II/I, P, MF, Tutti, Auslöser, Walze, Schwelltritt II
Gebäude oder Kirchengeschichte
1903 Ablösung der Zugehörigkeit Gurtnellen’s zur Pfarrei Silenen.
1917 wird Gurtnellen-Wiler von Gurtnellen-Dorf abgelöst und eine eigenständige Pfarrgemeinde. Seit 10 Jahren feiert die Gemeinde bereits Gottesdienste im Schulhaus Gurtnellen, es bestehen jedoch bereits konkrete Planungen zum Bau einer eigenen Pfarrkirche.
1924 – 1926 Bau der heutigen Pfarrkirche St. Josef nach Plänen des Architekten Adolf Gaudy (Rorschach), welcher sich mit bedeutenden Kirchenbauten in Brugg, Gerliswil und Dietikon bereits einen Namen als Architekt hatte. Zur Ausstattung wurde ein neugotischer Hochaltar aus dem Jahr 1881 mit einem nach 1900 zugefügten Baldachin aus Benken/SG erworben und zwei Seitenaltäre von Josef Anton Mussner geschaffen, ebenso wurde die Kuhn-Orgel aus dem Temple Mézières/VD übernommen und erweitert. Die Deckengemälde und der gemalte Kreuzweg stammen von Adolf Widmer (St. Gallen), die farbenprächtigen Kirchen- und Chorfenster von Glasmaler Emil Dold (St. Gallen).
1925 Aufzug von einem vierstimmigen Stahlglocken-Geläut der Giesserei Linke-Hofmann Lauchhammer AG (Torgau/Deutschland) – Schlagtöne d’+ f’+ as’+ h‘.
1933 Bau eines Pfarrhauses auf dem Kirchplatz.
1987 Schäden durch Überflutung der Reuss, das Pfarrhaus wird komplett zerstört und im Innenraum der Kirche entstehen grössere Schäden.
1996 umfangreiche Innen- und Aussenrenovierung unter der Leitung des Architekten Erwin Scheiber (Schattdorf). Bei der Massnahme wird die um 1970 entfernte Ausmalung des Chorraumes rekonstruiert und der Kanzelaufbau entfernt.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt und Roman Hägler
Orgelgeschichte: Bestehendes Instrument, Internetseite mit Projektbeschrieb Orgelbau Kuhn Link, Auskunft Orgelbau Erwin Erni
Kirchengeschichte: Kapellen- und Kirchenführer Kanton Uri „Kein schöner Land für Gottes Kinder“ 2008 und Angaben der Kirchgemeinde Chronik-Auszug
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