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Orgel: Graz / Innere Stadt – Stadtpfarrkirche zum Heiligen Blut

Gebäude oder Kirche

Stadtpfarrkirche zum Heiligen Blut

Konfession

Katholisch

Ort

Graz

Postleitzahl

8010

Bundesland / Kanton

Steiermark

Land

Österreich

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1586 erhielt die Stadtpfarrkirche ihre erste Orgel.
1734 wurde eine neue Orgel, vermutlich von Andreas Schwarz, mit zwei Manualen und 24 Registern gebaut.
1884 wurde eine neue Orgel von Matthäus Mauracher I. gebaut, der Prospektentwurf stammte von August Ortwein. Die mechanische Hängeventilladenorgel hatte 28 Register auf zwei Manualen und Pedal, wobei unter anderem aber die Register Gamba 16′, Bordun(-Principal) 16′ im Hauptwerk und Rohrflöte 4′ im Oberwerk zum Teil aus der Vorgängerorgel stammten und nur ergänzt worden waren.
1900 wurde das Instrument von der Firma Matthäus Mauracher pneumatisiert und auf 38 Register erweitert. Dieses Werk wurde 1905 von Max Reger bei einem Besuch in Graz gespielt.
1970 wurde die jetzige Orgel von Rieger (Schwarzach) mit 44 Registern auf drei Manualen und Pedal gebaut.

Disposition

Heutige Disposition

I Rückpositiv C–g“‘

Praestant 8′

Copula 8′

Principal 4′

Koppelflöte 4′

Octav 2′

Quintlein 1 1/3′

Sesquialtera 2 2/3′

Scharff 1′ 4-fach

Dulcian 16′

Krummhorn 8′

(TREMULANT)

II Hauptwerk C–g“‘

Liebl. Gedeckt 16′

Principal 8′

Spitzflöte 8′

Octav 4′

Rohrpfeife 4′

Quint 2 2/3′

Superoctav 2′

Mixtur 1 1/3′ 6-fach

Cimbel 1/3′ 3-fach

Cornett 8′ 5-fach

Trompete 8′

Clairon 4′

(TREMULANT)

III Schwellwerk C–g“‘

Holzprincipal 8′

Rohrflöte 8′

Viola da Gamba 8′

Voix céleste 8′

Geigend Octav 4′

Blockflöte 4′

Nasat 2 2/3′

Flachföte 2′

Terz 1 3/5′

Sifflet 1′

Bärpfeife 16′

Oboe 8′

(TREMULANT)

Pedal C–f‘

Principal 16′

Subbass 16′

Quint 10 2/3′

Octav 8′

Choralbass 4′

Rohrpommer 4′

Nachthorn 2′

Mixtur 4′ 4-fach

Bombarde 16′

Posaune 8′

(TREMULANT)

 

Disposition 1884

I. Manual

Gamba 16′

Bordun 16′ (Bordun-Principal)

Principal 8′

Gedact 8′

Hohlflöte 8′ (Hellflöte)

Viola bariton 8′ (Viola baritona)

Octav 4′

Doppelflöte 4′

Quint 2 2/3′

Superoctav 2′

Mixtur 1 1/3′

Cornett 8′ ab Fis

II. Manual

Lieblich Gedact 16′

Geigenprincipal 8′ (Geigen-Principal)

Bordunprincipal 8′ (Bordun-Principal)

Philomela 8′

Gamba 8′

Dolceflöte 8′

Prästant 4′

Rohrflöte 4′

Violine 4′

Progressif 2 2/3′

Pedal

Principal 16′ (Principalbass)

Violon 16′

Gedact 16′ (Subbass)

Quinte 10 2/3′ (Quint o. Quintbass)

Principal 8′ (Principalbass)

Posaunbass 8′

Da die Quelle der Disposition zum Teil Fehler enthält und sich auch die Registernamen nicht immer mit denen der Disposition von 1900 decken, sind in Klammern die vermutlich richtigen Namen der Register geschrieben. Diese sind durch Abgleich mit dem kleinen Schwesterinstrument in St. Andrä, Graz und der Disposition von 1900 entstanden.

 

Disposition 1900

I. Manual C–f“‘

Bordun-Principal 16′

Gamba 16′

Principal 8′

Gedact 8′

Hellflöte 8′

Viola Baritona 8′

Gemshorn 8′

Salicional 8′

Octav 4′

Doppelflöte 4′

Fugara 4′

Quint 2 2/3′

Superoctav 2′

Mixtur 2′ 5-fach

Trompete 8′

II. Manual C–f“‘

Liebl. Gedackt 16′ (Lieblich Gedact)

Geigen-Principal 8′

Bordun-Principal 8′

Philomela 8′

Gamba 8′

Dolceflöte 8′

Aeoline 8′

Praestant 4′

Rohrflöte 4′

Violine 4′

Flautino 2′

Cornett 4′ 4-fach

Oboe 8′

Pedal C–d‘

Principalbaß 16′

Violon 16′

Subbaß 16′

Quintbaß 10 2/3′

Principalbaß 8′

Cello 8′

Octav 4′

Posaune 16′

Trompete 8′

 

Fraglich ist, ob nicht das „ß“ tatsächlich ein „ss“ gewesen ist.

Spielhilfen

Koppeln: I-II, III-II, III-I, I-P, II-P, III-P
Cymbelstern, Setzeranlage, Schwelltritt für III. Manual

Spielhilfen 1900:
Koppeln: II-I, I-P, II-P, Super I, Sub II, Super I-P
Rohrwerkkoppel, feste Kombinationen: p, mf, f, ff, Pleno

Gebäude oder Kirchengeschichte

1440 wurde von Kaiser Friedrich III eine kleine Fronleichnamskapelle erbaut. Diese wurde an die Dominikaner übertragen, welche sie um eine dreischiffige gotische Hallenkirche mit langem, schmalem Chorraum.
1585 wurde die Kirche zur Stadtpfarrkirche umfunktioniert.
Zur Barockzeit hatte die Kirche neue barocke Altäre erhalten, welche teilweise im 19. Jahrhundert durch neugotische Altäre ersetzt wurden. Auch der Dachreiter die Fassade zur Herrengasse hin wurden um 1780 barockisiert.
Nach der Zerstörung einiger Fenster durch Bombentreffer im zweiten Weltkrieg erhielt die Kirche neue Buntglasfenster im Chorraum und über der Orgel.

Anfahrt

Anfahrt

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Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Disposition am Spieltisch abgelesen
Orgelgeschichte: „Principal 10“ Hrsg. Principal – Verein der Orgelfreunde Südostösterreichs, S. 5.
Disposition und Angaben zur Orgel 1884: „Neue Zeitschrift für Musik“ Hrsg. E. F. Kahnt, Leipzig, 51. Jhrg. (Band 80), 21. März 1884, S. 141.
Disposition und Angaben zur Orgel 1900: „Principal 15“ Hrsg. Principal – Verein der Orgelfreunde Südostösterreichs, S. 22.

Bilder: Tobias Rathgeb, Johannes Pommer

Kirchengeschichte auf der Tourismusseite der Stadt Graz und auf Wikipedia

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