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Orgel: Gladenbach – Martinskirche

Gebäude oder Kirche

Martinskirche

Konfession

Evangelisch-lutherisch

Ort

Gladenbach

Postleitzahl

35075

Bundesland / Kanton

Hessen

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1656 Übernahme der ersten Orgel der Kirche aus dem Wetzlarer Dom
1708 Errichtung der zweiten Orgel der Kirche durch durch einen nicht genannten Orgelbauer
1719 Erweiterung der Orgel um zwei Register
1736 Reparatur der Orgel durch Johann Christian Rindt (Schönstadt)

Heutige Orgel

1789-97 Neubau einer Schleifladenorgel mit mechanischer Spiel- und Registertraktur und rechtsseitig angebautem Spieltisch durch Johann Wilhelm Schöler (Bad Ems) I/18 .Johann Wilhelm Schöler starb 1793, an dem Werk arbeitete bereits sein Sohn Christian Ernst Schöler mit, der die Orgel nach dem Tod des Vaters auch vollendete.
Im 19. Jahrhundert werden verschiedene Arbeiten an der Orgel durchgeführt.
1921 Umsetzung der Orgel aus dem Chor auf die neu errichtete Westempore. Die Arbeiten führt der Orgelbauer Heinrich Eichhorn (Weilmünster) aus.
1953 – 1954 Einbau eines neuen Magazingebläses und Erweiterung des Tonumfangs im Pedal durch den Orgelbauer Eppstein (Weilmünster – Schwiegersohn von Orgelbauer Heinrich Eichhorn)
1964 – 1967 Renovierung durch die Werkstatt Gebrüder Oberlinger (Windesheim), dabei Veränderung der Hauptwerksdisposition (Einbau eines Pommer 16′, einer Waldflöte 2′ und eines Cornett), Hinzubau eines Echowerks nach dem Vorbild der Schöler-Orgel zu Mühleim/Ems in das Untergehäuse und Verlegung der Spielanlage an die Frontseite der Orgel.
2001 Reinigung und Reparatur der Orgel durch Werner Bosch Orgelbau GmbH (Niestetal) – Einweihung des überholten Instruments am 25.03.2001

Disposition

Disposition seit der 1964-67 erfolgten Restaurierung:

 I Hauptwerk C – g”’

Pommer 16′

Principal 8′

Hohlpfeife 8′

Quintatön 8′

Salicional 8′

Oktave 4′

Flöte 4′

Quinte 2 2/3′

Superoktave 2′

Waldflöte 2′

Terz 1 3/5′

Cornett 4 fach 4′ Diskant

Mixtur 4 fach

Cymbel 3 fach

Trompete 8′

Tremulant

 II Echo C – g”’

Gedackt 8′ Baß/Diskant

Gamba 8′ Diskant

Rohrflöte 4′

Principal 2′

Salicional 2’/4′

Quinte 1 1/3’/2 2/3′

Scharff 4 fach

Krummhorn 8′ Bass

Trompete 8′ Diskant

Tremulant

 Pedal C – f’

Subbaß 16′

Oktavbaß 8′

Principalflöte 4′

Oktave 2′

Posaune 16′

a’ = 440 Hz

Vor der Restaurierung 1964 aufgezeichnete Disposition

 Manualwerk

Principal 8′

Gamba 8′

Salicional 8′ ab c’

Gedackt 8′

Octav 4′

Quintathön 8′

Quinte 3′

Flöte 4′ gedeckt

Octav 2′

Terz 1 3/5′

Mixtur II (vorher 3-fach)

Cymbel I (vorher 2-fach)

Vacant B/D

Hohlflöte 8′

Pedalwerk

Subbaß 16′

Violonbaß 8′

Principalbaß 8′

Octavbaß 4′ (vorher Posaune 16′)

 

Spielhilfen

Seit der Restaurierung 1964-1967
Koppeln II/I, I/Pedal und II/Pedal als Fußraste rechts über dem Pedal

Vor der Restaurierung 1964
Pedalkoppel, Tremulant oder Ventil?

Gebäude oder Kirchengeschichte

12. oder 13. Jahrhundert Errichtung der Kirche, es handelt sich um eine Pfeilerbasilika mit drei Schiffen
1248 oder 1280 erste urkundliche Erwähnung der Kirche
1509 Anbau des Chorabschlusses auf der Ostseite in gotischem Stil mit Fünfachtelschluss
1527 die Kirche wird im Zuge der Reformation der evangelisch.
1606 – 1624 die Kirche wird für 18 Jahre evangelisch-reformiert, nach Ablauf dieser Zeitspanne wieder evangelisch-lutherisch
1668 Kanzel
1720 erste vier Glocken erwähnt, eine Glocke soll von 1522 stammen.
18. Jahrhundert Wandbild Christus am Kreuz
1867 Guss von drei neuen Glocken des Giessers Georg Hamm (Kaiserslautern) e’+g’+b’.
1911 Ersatz einer gesprungenen Glocke durch Rincker.
1917 Abgabe der Glocken zu Rüstungszwecken.
nach 1918 begonnen, wahrscheinlich spätestens 1921 abgeschlossen wird eine Innenrenovierung der Kirche
1920 Aufzug dreier Glocken der Giesserei Rincker (Sinn) – Schlagtöne g’+ gis’+ h’.
1923 Gemälde Barmherziger Samariter von Maler Karl Lenz (Erdhausen).
1933 Umsetzung des romanischen Taufsteins in den Chor, er befand sich bis dahin im Pfarrgarten
1953 – 1954 Innenrenovierung der Kirche, dabei Entfernung der alten, an den Langseiten des Mittelschiffs zweigeschossigen Emporen und Errichtung der heutigen großen Chor- und Orgelempore im Westen (ein Foto des vor dieser Renovierung zu findenden Zustandes findet sich auf der Homepage der Kirchengemeinde, etwa in der Mitte)
Neue Fenster des Künstlers Erhardt Klonk (Marburg).
1975 neuer stählerner Glockenstuhl
2008 Neugestaltung des Chorraums
2011 Abschluss der sechsjährigen Renovierung der Kirche.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Jörg R. Becker, Aufzeichnung beim Besuch der Orgel am 30.09.2016
Orgelgeschichte: Wikipedia Artikel, Angaben der Kirchengemeinde, Buch Bösken – Quellen und Forschungen zur Orgelgeschichte des Mittelrheins, Band II, S. 370 ff.
Kirchengeschichte: Wikipedia Artikel basierend auf Informationen von Ruolf Acker, Günter Bezzenberger, Georg Dehio, Bernhard Dreier und Frank W.Rudolph
Internetauftritt der Kirchgemeinde

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