Orgel: Freyburg (Unstrut) / Weischütz – Dorfkirche
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Gebäude oder Kirche
DorfkircheKonfession
EvangelischOrt
Freyburg (Unstrut)/WeischützPostleitzahl
06632Bundesland / Kanton
Sachsen-AnhaltLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
um 1800 ist bereits eine einmanualige Orgel in Weischütz vorhanden. Bisher sind zu diesem Instrument keine Informationen vorhanden.
1861 Aufstellung einer neuen Orgel unter Verwendung noch brauchbaren Altmaterials durch Emil Heerwagen (Klosterhäseler) mit mechanischen Schleifladen – I/9 hinter einem historistischen Prospekt. Unter Anderem verwendete Heerwagen alte Windladen weiter, wodurch das fehlende Cis in Manual und Pedal zu erklären ist.
2003 umfassende Restaurierung/Reparatur der Orgel durch OB Christoph Noetzel. Beim Ausbau, der Reinigung der Pfeifen und des Instrumentes waren Schüler aus dem Religionskurs der 12. Klasse aus dem Gymnasium Laucha behilflich.
2025 Restaurierung des Instrumentes und Einbau neuer Prospektpfeifen aus Zinn durch Orgelbau Hüfken (Halberstadt). Die Abnahme erfolgte am 10.12.2025
2026 Orgel vorhanden und spielbar, das Instrument ist in gutem Zustand
Disposition
Manual C,D – c“‘Principal 8 f. Hohlflöte 8 f. Bordun 8 f. Viola di Gamba 8 f. Principal 4 f. Gedackt 4 f. Mixtur 3 fach [2’+1 1/3’+1′] |
Pedal C,D – c‘Subbass 16 f. [Holz gedeckt] Principalbass 8 f. [Holz offen, mit Stimmdeckeln] |
Spielhilfen
Registerzug rechts unten: Pedalkoppel
Gebäude oder Kirchengeschichte
12.Jahrhundert Gründung einer Chorturmkirche im romanischen Stil aus Feldsteinen an der heutigen Stelle. Aus dieser Zeit datieren der Turm mit östlichem Vierpass und einige romanische Fenster. Eine ebenfalls vorhandene Apsis wurde später abgebrochen.
14. Jahrhundert Erweiterung des Kirchenschiffes und Einbau neuer gotischer Fenster, die sich heute zum Teil vermauert zeigen.
1325 Guss einer Glocke aus Bronze durch einen unbekannten Gießer, die mit sechs Medaillons verziert wurde.
um 1400 Einbau einer neuen Tür an der Südseite mit Tympanon
1402/03 Einbau des Dachstuhles vom Kirchenschiff, vermutlich im Zusammenhang mit größeren Umbauarbeiten wie Einbau größerer Fenster etc. Das Dach wurde im Rahmen dieser Arbeiten um etwa 60cm angehoben.
1481 wird die Kirche zur Hauptkirche ernannt und erhielt damit übergeordnete Bedeutung.
um 1539 (Einführung der Reformation im Markgrafentum Meißen) in Weischütz.
um 1800 Planungen zum klassizistischen Umbau der Kirche, u.a. durch Superintendent Polycarpus Keil (Freyburg)
1804 Umgestaltung der Kirche, Vermauerung gotischer Fenster und Einbau der heutigen Fenster, Ersatz der barocken Ausstattung durch die heutige Klassizistische
1832 Guss einer Glocke mit 95cm Durchmessern durch die Gießerei Ulrich (Laucha)
1862 Guss einer zweiten Glocke mit 77cm Durchmesser durch Ulrich (Laucha)
1916 wird die Pfarrstelle in Weischütz aufgehoben und die Gemeinde der Stadt Laucha zugeordnet.
23.05.1917 Zerschlagung der beiden Ulrich-Glocken auf dem Kirchturm und Abgabe des Materials zu Rüstungszwecken
1928 Guss zweier Glocken aus Eisenhartguss durch Schilling&Lattermann (Morgenröte-Rautenkranz)
1942/43 Abgabe der gotischen Glocke zu Rüstungszwecken, dabei verlor sie ihre Krone.
Nach 1945 Rückkehr der Glocke von 1325 auf den Turm, allerdings ohne Krone.
1979 wird die Kirche aufgrund schlechten Zustandes und akuter Einsturzgefährdung gesperrt. Es bildet sich eine Initiative unter den Bürgern zum Erhalt des Bauwerkes. Das Dach war undicht, wodurch Teile des Dachstuhls schwer beschädigt waren.
1981 Aufmauerung des Turmgiebels, Aufsatz eines neuen Daches.
31.12.1981 Aufsatz eines neuen Giebelkreuzes am Kirchenschiff.
1993 Beginn der Dachstuhl-Sanierung unter weitgehender Beibehaltung der historischen Substanz
1996 Neuanstrich der Innenausstattung in den heutigen Farben durch die Weischützer Dorfjugend
2001 wird die Dorfkirche Weischütz „Kirche am Weg“, liegt unter Anderem am Unstrut-Radweg.
2012 Vorstellung eines Untersuchungsberichtes zum Zustand der Kirche im Rahmen der Beantragung „Weltkulturerbe Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Kulturlandschaft an den Flüssen Saale und Unstrut“. Ausführung durch Ingenieurbüro Boy&Partner (Naumburg).
Dabei werden Schäden an der romanischen Bausubstanz offenkundig.
2016-18 Sanierung der Kirche (Instandsetzung Kirchendach und Kirchenschiffdecke, Außenfassade von Turm, Schiff, Fenster, Türen, Fußboden und Wandputz im Kirchenschiff). Dabei waren diverse regionale Firmen beteiligt.
11.06.2018 Fertigstellung der Arbeiten.
2026 Kirche in gutem Zustand erhalten, regelmäßige Nutzung
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Johannes Richter
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter, Sichtung und Spiel vor Ort 2026
Orgelgeschichte: Sichtung vor Ort und Spiel 2026, ergänzt durch Informationen aus:
-Kirchenführer Weischütz, Inaugenscheinnahme vor Ort 2026
-Aushänge am und im Bauwerk, Inaugenscheinnahme vor Ort
Kirchengeschichte:
-Kirchenführer Weischütz, Inaugenscheinnahme vor Ort 2026
-Aushänge am und im Bauwerk zur Kirchengeschichte, Inaugenscheinnahme vor Ort 2026




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