Orgel: Freiburg im Breisgau / Stühlinger – Herz Jesu
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Gebäude oder Kirche
Herz JesuKonfession
KatholischOrt
Freiburg im Breisgau / StühlingerPostleitzahl
79115Bundesland / Kanton
Baden-WürttembergLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Herz-Jesu-Kirche Freiburg-Stühlinger
Glockenvideo von User Quintade8 auf Youtube
Bildrechte: Datenschutz
Orgelgeschichte
1899 Bau einer pneumatischen Kegelladenorgel durch Orgelbauer August Merklin (Freiburg im Breisgau) II/29.
Ca. 1944 schwere Beschädigung des Werkes durch Kriegseinwirkung.
Derzeitige Orgel
1956/57 elektropneumatische Kegelladenorgel (Registerkanzellen) mit seitlich freistehendem sowie fahrbarem Spieltisch, erbaut als eine der letzten Orgeln des Freiburger Orgelbauers Willy Dold III/38 + 1 Transmission + 6 Verlängerungen (teilw. als Transmissionen) – 2’952 Pfeifen. Freipfeifenprospekt mit Unterbau aus Eichenholz mit Sperrholzfüllungen. Bei der Orgel wurde im Schwellwerk II teilweise älteres Pfeifenmaterial verwendet. Die beiden Schwellwerke wurden auf zwei Ebenen erschaffen, das Pedalwerk steht auf zwei Laden.
2008 Ausreinigung, Revision und Nachintonation durch Freiburger Orgelbau (March-Hugstetten). Die Intonation oblag Reiner Janke.
2028/29 ist ein Orgelneubau vorgesehen, die Dold-Orgel soll in einer anderen Kirche der Diözese Freiburg aufgestellt werden.
Es wäre wünschenswert diese letzte dreimanualige nahezu unveränderte Doldorgel zu erhalten. Die Doldorgel füllt den Kirchenraum optimal aus und verfügt über zwei Schwellwerke. Zudem ist die Prospektgestaltung optimal an den Raum angepasst und berücksichtigt das grosse Rosettenfenster auf der Orgelempore.
Disposition
I Hauptwerk (mittig) C – g“‘Quintade 16′ Zink ged.; ab c‘ Metall ged. Prinzipal 8′ C – b‘ Prospekt; ab h‘ innen, Metall Grob-Gedackt 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall ged. Gemshorn 8′ Zink konisch; ab c‘ Metall Oktave 4′ Metall; C – GS Prospekt; ab A innen Rohrflöte 4′ Metall rohrged.; ab gs“ offen konisch Oberoktav 2′ Metall Rauschquinte 2-fach 2 2/3′ Metall; 2 2/3′ C – FS Zink, ab G Metall Mixtur 5-6 fach 1 1/3′ Metall – rep. FS/fs°/c’/fs’/fs“; ab c‘ 6 fach Trompete 8′ Stiefel Zink; Becher Zink, ab c‘ Metall, ab cs“‘ doppelte Becherlänger; dt. Bauart
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II Schwellwerk (rechts) C – g“‘Liebl. Gedackt 8′ C – h° Zink ged.; ab c‘ Metall ged. Salizional 8′ Zink, ab c‘ Metall Prästant 4′ C – H Zink; ab c° Metall Blockflöte 4′ C – ds° Zink konisch; ab e° Metall konisch Schwiegel 2′ Metall Sifflöte 1′ Metall Sesquialter 2-fach 1 1/3′ Metall – rep. c° Zimbel 3-fach 1/2′ Metall – rep. A/fs°/ds’/c“/a“ Krummhorn 8′ Stiefel Metall; Becher Kupfer zyl.; dt. Bauart Regal 4′ Stiefel Metall; Becher C – H Zink, ab c° Metall; ab cs“ doppelte Becherlänge; ab gs“ labial zyl.; dt. Bauart Tremolo
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III Schwellwerk (links) C – g“‘ (g““)Bourdon 16′ Holz ged.; ab c‘ Metall ged. Sing. Prinzipal 8′ Zink; ab c‘ Metall Gedacktpommer 8′ C – H Holz ged.; ab c° Metall ged.; ab gs“‘ offen konisch Viol 8′ Zink; ab c‘ Metall Unda maris 8′ ab c°; Zink; ab c‘ Metall Ital. Prinzipal 4′ Zink; ab c° Metall Koppelflöte 4′ Zink; ab c° Metall; ab gs“ offen konisch Waldflöte 2′ Metall Larigot 1 1/3′ Metall Scharf-Mixtur 4-fach 1′ Metall – rep. c°/c’/c“/c“’/gs“’/d““ Dulzian 16′ Stiefel Metall; Becher C – h° Zink, ab c‘ Metall; ab cs““ offen; dt. Bauart Trompet harm. 8′ Stiefel Metall; Becher C – h° Zink, ab c‘ Metall; ab fs“ doppelte Becherlänger; ab gs“‘ labial zyl.; dt. Bauart Schalmei 4′ Stiefel Metall; Becher Naturguss, doppelt konisch, halbged.; ab gs‘ doppelte Becherlänge; ab gs“ labial zyl.; dt. Bauart Tremolo
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Pedal C – f‘Prinzipalbass 16 Zink; Prospekt Subbass 16′ Holz ged. Zartbass 16′ Tr. Bourdon 16′ III Oktavbass 8′ Verl. Prinzipalbass 16′; Prospekt Gedecktbass 8′ Verl. Bourdon 16′ III Choralbass 4′ Verl. Prinzipalbass 16′ Prinzipal 2′ Metall Hintersatz 4-fach 2 2/3′ Metall Posaune 16′ Stiefel Holz, ab c‘ Metall; Becher Zink; dt. Bauart Trompetbass 8′ Verl. Posaune 16′ Krummhorn 4′ Verl. Krummhorn 8′ II Sing. Kornett 2′ Verl. Regal 4′ II
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Prospektpfeifen
Prinzipal 8′ HW im Prospekt von C – b‘
Oktave 4′ HW im Prospekt von C – GS
Prinzipalbass 16′ PED im Prospekt komplett mit Verlängerungen Oktavbass 8′ und Choralbass 4′
Zusammensetzung Rauschquinte HW
C 2 2/3′ + 2′
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′ + 1/3′
FS 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
fs° 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c‘ 2 2/3′ + 2′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
fs‘ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
fs“ 5 1/3′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 2′ + 1 1/3′
Zusammensetzung Sesquialter SW II
C 1 1/3′ + 4/5′
c° 2 2/3′ + 1 3/5′
Zusammensetzung Zimbel SW II
C 1/2′ + 1/3′ + 1/4′
A 2/3′ + 1/2′ + 1/3′
fs° 1′ + 2/3′ + 1/2′
ds‘ 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c“ 2′ + 1 1/3′ + 1′
a“ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Zusammensetzung Scharf-Mixtur SW III
C 1′ + 2/3′ + 1/2′ + 1/3′
c° 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
c‘ 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c“ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
c“‘ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
gs“‘ 5 1/3′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
d““ 8′ + 5 1/3′ + 4′ + 2 2/3′
Zusammensetzung Hintersatz PED
C 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
Stimmung gleichstufig
Stimmtonhöhe a‘ = 438.48 Hz bei 15.6°C
Winddrücke:
HW/PED und Schwimmer – 99 mmWS
SW rechts II – 80 mmWS
SW links III – 73 mmWS
Gebläse – 120 mmWS
Je ein Schwimmer unter den Schwellwerken
Tastatur Manuale: weisser Kunststoff und schwarzes Ebenholz / Pedal Eichenholz
Einstellbare elektropneumatische Auslasstremulanten
Gebläse: August Laukhuff Ventus 35 cbm / 1’400 Umdrehungen pro Minute
Ebenen der Schwellwerke
Schwellwerk II rechts obenSchwiegel 2′ Sifflöte 1′ Sesquialter 2-fach Zimbel 3-fach Regal 4′
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Schwellwerk II rechts untenSalizional 8′ Liebl. Gedackt 8′ Prästant 4′ Blockflöte 4′ Krummhorn 8′
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Schwellwerk III links obenBourdon 16′ Sing. Prinzipal 8′ Unda maris 8′ Viol 8′ Trompet harm. 8′ Dulzian 16′
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Schwellwerk III links untenGedacktpommer 8′ Ital. Prinzipal 4′ Koppelflöte 4′ Waldflöte 2′ Larigot 1 1/3′ Scharf-Mixtur 4-fach Schalmei 4′
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Disposition der Merklin-Orgel von 1899
I Hauptwerk C – f“‘Principal 16′ Principal 8′ Bourdon 8′ Flöte 8′ Quintatön 8′ Gamba 8′ Gemshorn 8′ Dolce 8′ Oktav 4′ Rohrflöte 4′ Quinte 2 2/3′ Cornett 3-5f. 8′ Mixtur 3-5f. 2 2/3′ Trompete 8′
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II Schwellwerk C – f“‘Gedeckt 16′ Principal 8′ Wienerflöte 8′ Fugara 8′ Salicional 8′ Aeoline 8′ Voix céleste 8′ Traversflöte 4′ Clarinette 8′
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Pedal C – d‘Principalbass 16′ Untersatz 16′ (?) Subbass 16′ Quintbass 10 2/3′ Oktavbass 8′ Cellobass 8′
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Spielhilfen
2 freie Kombinationen
Mitte oberhalb Manual III: Crescendo-Anzeiger 0 – 20
Rechte Seite: Frei autom. Pedal II und III (2 freie Pedalkombinationen mit den drei Pedalkoppeln – ohne Pedal-Oktav-Koppel)
Zungeneinzelabsteller: Trompete 8′ I (10), Krummhorn 8′ II (19), Regal 4′ II (20), Dulcian 16′ III (32), Trompet harm. 8′ III (33), Schalmei 4′ III (34), Posaune 16′ P (53), Trompetbass 8′ P (54), Krummhorn 4′ P (55), Sing. Kornett 2′ P (56)
III – II, III – I, II- I, III- Ped., II – Ped., I- Ped., Super III – I (g““), Super III- P, Sub III – I (ab c°) als Registerwippen Nr. 36 – 44
Druckknöpfe unter erstem Manual: Fr.Komb. A, Fr.Komb. B, Ausl., Tutti, Zungen Tutti, Handregister ab, Zungen ab, Mixturen ab, Kopp. aus Walze, Aut. Pianoped. ein
Fuß: Walze ab als Piston auf der linken Seite, Crescendo (Rolle), Schweller Man. II (Tritt), Schweller Man. III (Tritt), Generaltutti als Piston auf der rechten Seite
Spielhilfen Merklin-Orgel 1899
II/I, I/P, II/P, Super I, Sub II (?), Zungen an, P, MF, F, Tutti, Schwelltritt II
Gebäude oder Kirchengeschichte
1892 – 1896 Bau der Herz Jesu Kirche unter der Leitung des Architekten Max Meckel (Freiburg im Breisgau). Die Ausgestaltung der Kirche übernahmen folgende Künstler: Glasmaler und Ausmalung der Kirche Fritz Geiges (Freiburg), Bildhauer Franz Joseph Simmler (Offenburg), Balthasar Schmitt (München), Architekt Jakob Angermeier (München), Bildhauer Julius Seitz (Freiburg) und Bildhauer Hermann Jess (Frankfurt).
02. Mai 1897 Einweihung der Kirche durch Erzbischof Dr.Friedrich Justus Knecht. Die Kirche misst 58 Meter Länge und bis zum Dachsims 29,5 Meter Höhe. Es werden 6 Glocken aufgezogen.
1901 Schaffung des Herz-Jesu Mosaik’s über dem Hautportal. Neue Kanzel von Carl Roth (Baden-Oos) mit modellierten Szenen von Bildhauer Jacob Busch (Grosssteinheim), diese Kanzel wurde nach 1951 nicht mehr aufgestellt.
1904 – 1907 wird der Hochaltar nach Plänen von Jakob Angermeier (München) und Bildhauer Prof.Balthasar Schmitt (München) errichtet.
1906 Kreuzweg von Maler Charles Beyaert (Brüssel).
Um 1940 Entstehung der Herz-Jesu Statue.
1944 schwere Beschädigung der Kirche durch Kriegseinwirkung.
1945 – 1952 Wiederaufbau der Kirche unter der Leitung von Architekt Gregor Schroeder. Die Gestaltung der Chorfenster und der Rosette oblagen Hans Baumhauer (Freiburg im Breisgau).
1952 Einweihung der aufgebauten Herz Jesu Kirche am 27. April. Eine neue Kanzel wurde nach Plänen von Professor C.Bauer (München) errichtet und in Sichtbeton von der Firma Brenzinger & Cie gegossen. Die Entwürfe für die Chorfenster und die Rosetten schuf Kunstmaler Hans Baumhauer und die Seitenkapelle gestaltete Kunstmaler Robert Sperlich. Die Bilder des Kreuzweges wurden von Restaurator Professor P.H.Hübner rekonstruiert.
1954 Errichtung des Marienbrunnens vor der Kirche mit einer Madonnenstatue von Richard Engelmann (Kirchzarten).
1952 – 1959 werden sechs neue Glocken der Gießerei F.W. Schilling (Heidelberg) angeschafft, Schlagtöne h‘ + a‘ + fis‘ + e‘ + d‘ + a°.
1962 Marienstatue von Siegfried Fricker (Jestetten).
1969 Umgestaltung des Altarraumes gemäß des zweiten vatikanischen Konzils, Beschaffung eines neuen Taufsteines und Aufstellung einer Marienstatue des Bildhauers Siegfried Fricker (Jestetten). Der Zelebrationsaltar wurde von Bruno Knittel gefertigt. Die Kanzel wird wieder entfernt.
1972 Weihe des Zelebrationsaltares.
1984 wird die Kirche unter Denkmalschutz gestellt.
1992 Einbau einer neuen Heizanlage.
1995 – 1996 Sanierung beider Kirchtürme.
1997 Aussenrenovierung.
2008 umfangreiche Innenrenovierung der Kirche.
2023 Sanierung der Glockenstühle.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Autoren des Orgelarchiv - gemeinsam erstellt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Tobias Rathgeb, Christoph Mutterer, Rainer Ullrich, Roman Hägler, Mike Wyss und Andreas Schmidt
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel, ausführliche Bestandesaufnahme mit Mike Wyss 2025, Orgelarchiv Schmidt – Horst und Andreas Schmidt – Orgelkonzerte bei Pfarrer Rasch mit der Organistin Brita Schmidt-Essbach, Auskünfte zur Vorgängerorgel freundl. Mitteilung Dr. Jan Kühle
Kirchengeschichte: zitiert aus der Zeitschrift des Breisgauer Geschichtsvereines – Artikel von Gudrun Matys 1992, sowie aus der Broschüre 100 Jahre Herz-Jesu-Kirche Freiburg im Breisgau / Verlag Schnell & Steiner 1997 ISBN 3-7954-1122-X von Franz Frank
Glockenvideo von User Quintade8 auf Youtube – Kanal




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