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Orgel: Freiburg im Breisgau – Augustinermuseum

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Gebäude oder Kirche

Augustinermuseum

Konfession

Konfessionslos

Ort

Freiburg im Breisgau

Postleitzahl

79098

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Video Live-Konzert auf der Welte-Orgel im Augustinermuseum Freiburg – stadtfreiburg auf Youtube



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Bei der Entbarockisierung der Abteikirche Gengenbach 1896 wurde die dortige Orgel mitsamt dem 1732-1733 entstandenen Orgelprospekt ausgebaut.
1904 wird das Gehäuse der Orgel der Klosterkirche Gengenbach erworben. Das Gehäuse wurde 1733 von Georg Friedrich Merckel für die Benediktinerkirche erbaut.
1923 wurde das Gehäuse im Chorraum der ehemaligen Augustinerkirche aufgestellt und als Attrappe belassen. Das Gehäuse ziert ein Gemälde des Malers Paulus Seeger (Abt in Gengenbach).

Derzeitige Orgel

1935 elektrische Taschenladenorgel mit freistehendem Spieltisch, erbaut hinter das bestehende Gehäuse aus Gegenbach durch Orgelbau M. Welte & Söhne (Freiburg) II/16 + 1 Transmission. Die Orgel entstand in Zusammenarbeit mit dem Augsburger Orgelbauer Koulen.
1944 Umbau und Erweiterung des Werkes durch die Erbauerfirma, das zweite Manual erhält eine pneumatische Zusatzlade und im Pedal werden Kastenladen zugefügt.
1957 Ersatz des originalen Spieltisches durch einen Laukhuff-Spieltisch, Renovierung und technische Überarbeitung durch Orgelbau Willy Dold (Freiburg im Breisgau).
1970, 1973 und 1977 Instandsetzungsarbeiten, Einbau einer neuen Elektrik, Umintonierung einiger Register.
Nach einem Gutachten aus dem Jahr 1989 wird die Orgel nach 1993 kaum noch genutzt.
2005 Ausbau und Einlagerung des Werkes auf Grund von Sanierungsmassnahmen am Kirchengebäude.
2009 – 2010 Restaurierung und Rekonstruktion des Werkes auf den gewachsenen Zustand aus dem Jahr 1944 durch Orgelbau Jäger & Brommer (Waldkirch/Breisgau) II/20 + 1 Transmission.
Die Elektrik wurde umfassend erneuert und eine Selbstspieleinrichtung installiert mit MIDI-Schnittstelle. Der Spieltisch stammt von der 1936 im Kloster Lichtental bei Baden-Baden abgetragenen Welte-Orgel II/22 + 1 Transmission.

Disposition

Disposition 1944 und ab 2010

I Hauptwerk C – g”’

Prinzipal 8′

Rohrgedackt 8′

Oktave 4′

Nachthorn 4′

Oktave 2′

Mixtur 4-6 fach 2 2/3′

Rankett 16′

II Schwellwerk C – g”’

Sing. Prinzipal 8′  1944

Weitgedeckt 8′  1944

Ital.Prinzipal 4′

Quintatön 4′

Schweizerpfeife 2′  1944

Larigot 1 1/3′

Zimbel 3-fach 2/3′

Oboe 8′

Krummhorn 8′

Tremulant

Pedal C – f’

Prinzipalbass 16′

Untersatz 16′

Oktavbass 8′  1944

Nachthorn 4′ Tr. I

Posaune 16′  1944

Dulcian 8′

 

Das Quintatön 4′ stammt aus den Pfeifen des ursprünglichen Quintatön 8′ von 1935. Das Larigot entstammt dem Schwiegel 1′ und die Oboe steht anstelle des Geigend Regal.

 

Disposition Veränderungen 1970 – 1977

I Hauptwerk C – g”’

Prinzipal 8′

Rohrgedeckt 8′

Oktave 4′

Nachthorn 4′

Oktave 2′

Mixtur 2-fach 1 1/3′

Schalmey 8′

II Schwellwerk C – g”’

Sing. Prinzipal 8′

Weitgedeckt 8′

Ital.Prinzipal 4′

Quintatön 4′

Schweizerpfeife 2′

Larigot 1 1/3′

Zimbel 3-fach 2/3′

Rankett 16′

Krummhorn 8′

Tremulant

Pedal C – f’

Prinzipalbass 16′

Untersatz 16′

Oktavbass 8′

Nachthorn 4′ Tr. I

Posaune 16′

Dulcian 8′

 

Disposition 1935

I Hauptwerk C – g”’

Prinzipal 8′

Rohrgedeckt 8′

Oktave 4′

Nachthorn 4′

Oktave 2′

Mixtur 4-6 fach 2 2/3′

Rankett 16′

II Schwellwerk C – g”’

Quintadena 8′

Ital.Prinzipal 4′

Schwiegel 1′

Zimbel 3-fach 2/3′

Krummhorn 8′

Geigend Regal 4′

Pedal C – f’

Prinzipalbass 16′

Untersatz 16′

Nachthorn 4′ Tr. I

Dulcian 8′

 

Spielhilfen

2 freie Kombinationen, II/I, II/Pedal, I/Pedal, Schaltungen für Leuchte und Gebläse (11 Vacate)
Spieltisch unter Klaviatur I: Auslösung, Freie Kombination I, Freie Kombination II, Tutti, Registerschweller ab, Zungen ab, Pianopedal
Fuss: Schwelltritt II, Walze

Gebäude oder Kirchengeschichte

1278 Planung eines Augustinerklosters in Freiburg im Breisgau.
1299 wird die Augustinerkirche von Bischof Konrad von Lichtenberg (Strassburg) eingeweiht.
Nach 1300 Bau der Klosteranlage, es wird Sandstein des Lorettoberges nahe Freiburg verwendet.
1706 Erhöhung des Langhauses der Kirche, Anbau zweier Kapellen und Einbau von 10 ovalen Kirchenfenstern im Chorraum.
17., 18. Jahrhundert und 1.Hälfte 20. Jahrhundert werden Veränderungen und Umbauten vorgenommen.
1784 ziehen die Augustiner in das Franziskanerkloster um und die Franziskaner ziehen im Gegenzug im Augustinerkloster ein.
1803 Aufhebung des Klosters.
1823 – 1910 Nutzung der Kirche als Stadttheater.
Ab 1874 werden Gegenstände der Altertümersammlung im Augustinerkloster gelagert.
1914 Beginn des Umbaus zum Augustinermuseum unter der Leitung von Architekt Rudolf Schmid (Freiburg).
1919 Fortsetzung nach dem Weltkrieg unter Karl Gruber, Architekt aus Darmstadt.
1922 – 1923 Gründung des Augustinermuseums mit Integration der Kunstsammlungen (z.B. Städtische Sammlungen von Otto Winterer/Bürgermeister in Freiburg Ende 19.Jahrhundert). Ebenso ist das diözesane Museum Freiburgs im Augustinermuseum beheimatet.
1982 Fund einiger handwerklicher Gegenstände des 13. – 15. Jahrhunderts bei Untersuchungen einiger Gruben.
2004 – 2019 Restaurierung der Anlage unter der Leitung des Architekten Christoph Mäckler (Frankfurt am Main).

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirchenraum und Orgel: Rainer Ullrich und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte/Museumsgeschichte: Wikipedia Artikel mit Informationen von Franz Löbbecke und Chris van Uffelen
Orgelgeschichte: Orgelarchiv Schmidt Horst und Andreas Schmidt Webseite Welte-Orgeln, Restaurierungsbericht Ars Organi Heft 2, Juni 2010, Gerhard Dangel, Beitrag der ehemaligen Welte-Seite Horst und Andreas Schmidt
Video Live-Konzert auf der Welte-Orgel im Augustinermuseum Freiburg – stadtfreiburg auf Youtube – Kanal
Internetauftritt des Augustinermuseums

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