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Orgel: Freiburg im Breisgau – Adelhauser Kirche Mariä Verkündigung und St. Katharina

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Gebäude oder Kirche

Adelhauser Kirche Mariä Verkündigung und St. Katharina

Konfession

Katholisch (ehemalige Dominikanerinnenklosterkirche)

Ort

Freiburg im Breisgau

Postleitzahl

79098

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Orgel der Adelhauser Kirche vor der Restaurierung



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1744 – 1746 Orgelneubau durch Orgelbauer Johann Georg Fischer (Freiburg im Breisgau) in einem Gehäuse von Bildhauer Franz Xaver Anton Hauser (Freiburg im Breisgau) I/12. Auf der Rückseite befindet sich die heilige Cäcilia als Gemälde für den Nonnenchor ersichtlich, das Werk schuf Maler Johann Pfunner (Freiburg im Breisgau).
1756 Reparatur durch Orgelbauer Johann Baptist Hug (Freiburg).
1825 Reparatur durch Orgelbauer Blasius Schaxel (Herbolzheim).
1840 Veränderungen an der Balganlage, Erweiterung des Tonumfanges und geringfügige Umdisponierung durch Orgelbauer Joseph Merklin (Freiburg im Breisgau).
1917 Abgabe der Prospektpfeifen und Ersatz durch Zinkpfeifen.

Derzeitige Orgel

1930 Orgelneubau einer Taschenladenorgel im erweiterten historischen Fischer-Gehäuse mit linksseitig freistehendem Spieltisch und röhrenpneumatischer Traktur durch Orgelbauer M.Welte & Söhne (Freiburg im Breisgau) II/15 + 1 Abschwächung.
Nach 1960 geringfügige Umdisponierung durch Orgelbau August Späth (March-Hugstetten).
1996 Veränderung der Stimmtonhöhe von 435 Hz auf 440 Hz, Reparatur und Instandsetzung durch Orgelbau Freiburger Orgelbau (March-Hugstetten).
2004 Instandetzungsarbeiten durch Freiburger Orgelbau Späth.
2017 Restaurierung und Rekonstruktion der Originaldisposition mit der originalen Stimmtonhöhe durch Waldkircher Orgelbau Jäger & Brommer unter der Leitung von OSV Prof. Gerhard Michael Kaufmann.

Die Welte-Orgel der Adelhauser Kirche ist eine der ersten und die älteste erhaltene Welte-Kirchenorgel. Brita Schmidt-Essbach führte zur Amtszeit von Monsignore Alwin Renker mehrere Orgelkonzerte an dem Instrument aus und konnte somit zusammen mit Ihrem Sohn Andreas Schmidt immer wieder erfolgreich auf den Wert dieser Orgel hinweisen. Es ist erfreulich, dass das Werk seit dem Jahr 2017 wieder im Originalzustand erklingen darf. Auf der Rückseite des Gehäuses befindet sich ein Bildnis der heiligen Cäcilia, welche nur den im Chorgestühl versammelten Schwestern ersichtlich war von Maler Johann Pfunner.

Disposition

Disposition Welte 1930 / Rekonstruktion 2017

I Hauptwerk C – a”’

Principal 8′   C-Fs Zink, G – a”’ Zinn (G-gs’ Prospekt)

Gamba 8′    Zinn rek.

Harm.flöte 8′   Holz, ab c” Zinn

Dolce 8′   Zinn rek.

Octav 4′   tiefe Octave Zink, Rest Zinn

 

II Schwellwerk C – a”’

Gemshorn 8′   tiefe Octave Zinn, c°-h° Zink, ab c’ Zinn rek.

Liebl. Gedeckt 8′   Holz, ab c” Zinn gedeckt, ab g”’ offen

Aeoline 8′   C – h° Zink, ab c’ Zinn

Vox coelestis 8′   ab c°

Traversflöte 4′   Holz, ab c” Zinn rek.

Quinte 2 2/3′   Zinn

Bachflöte 2′   Zinn rek.

Terz 1 3/5′   Zinn, rep. a”’

Pedal C – f’

Subbass 16′   Holz

Still Gedeckt 16′   Absch. Subbass

Cello 8′   Zink

Stimmung: a’ 435 Hz 15°C – gleichstufig temperiert

WS Manuale 115 mm , Pedal 140 mm

 

Disposition 1960 bis 2017 – Bestandesaufnahme bei Konzerten am 14.01.2007 und 20.12.2009

I Hauptwerk C – a”’

Principal 8′

Harm.flöte 8′

Octav 4′

Gamba 4′ (ehem. 8′)

Rauschquinte 2 2/3′ (Dolce 8′)

II Schwellwerk C – a”’

Liebl. Gedeckt 8′

Aeoline 8′

Vox coelestis 8′ ab c°

Gemshorn 4′ (ehem. 8′)

Quinte 2 2/3′

Traversflöte 2′ (ehem. 4′)

Terz 1 3/5′

Blockflöte 1′ (Bachflöte 2′)

Pedal C – f’

Subbass 16′

Still Gedeckt 16′

Cello 8′   

Die Registerbezeichnungen wurden bei den Veränderungen nicht angepasst

Spielhilfen

2 freie Kombinationen (schwarz/weiße runde Züge oberhalb der Registerwippen)
Als Registerwippen: Manual I – Ped., Manual II – Ped., Manual I sup. (bis a””), Manual II – I, Manual II – I Sub. (ab c°), Manual II – I Sup. (bis a””)
Als Druckknöpfe unter Manual I: A (Auslöser), Tutti, Freie Comb. I (schwarz), Freie Comb. II (weiß), Handreg. ab
Fuß: Walze (Tritt), Schwelltritt II

Gebäude oder Kirchengeschichte

1234 wird das Konvent der Dominikanerinnen in Freiburg ein erstes mal genannt.
1245 Inkorporation in den Dominikanerorden.
1281 – 1282 wird das Kloster durch Brand das Habsburgische Heer zerstört, anschliessender Wiederaufbau.
Um 1300 Guss einer Glocke
1320 und 1410 steht das Kloster teilweise erneut in Brand.
Um 1390 Entstehung des Kruzifixes an der Nordwand, es wurde 1786 nach Adelhausen gebracht und befand sich ursprünglich auf dem im Jahr 1930 entfernten Heilig-Kreuz-Altar.
Circa 1450 Entstehung des Flügelretabel (heute im Augustinerkloster).
1481 Schäden durch Hochwasser.
1510 Entstehung der Lindenholz-Pietà.
1529 Übertragung der Pietà aus dem Kloster Steinen in Basel.
1632 – 1644 werden alle Dominikanerklöster in Freiburg im Dreissigjährigen Krieg zerstört.
1647 vereinigt sich das Agnes-Kloster mit Adelhausen.
1677 Zerstörung der Kirche.
Ab 1687 Abschluss der Vereinigung der Dominikanerinnenkonvente zu einem Konvent. Bis 1694 werden Klostergebäude im Altstadtbereich erbaut unter der Leitung des Baumeisters Jean La Douze (Frankreich).
1693 Beschädigung durch das einstürzende Gewölbe.
1699 Weihe der heutigen Klosterkirche.
1700 Barockkanzel.
1702 Entstehung des Hochaltares durch Bildhauer Hans Melchior Wüest (Schweiz) und Söhne, welcher erst 1730 gefasst wird. Das Blatt stammt von Maler Adrien Richard (Frankreich).
1709 Sicherung des Gewölbes, welches erneut einsturzgefährdet war.
1727 “Dreh”tabernakel von Schreinermeister Christoph Schaal, die Monstranz kann mit der Drehung im Schwesternchor und in der Kirche gesichtet werden.
1731 Entstehung der Seitenaltäre mit Bildern von Franz Bernhard Altenburger (Freiburg).
1744 Beschädigung der Kirche durch plündernde französische Truppen.
1760 Entstehung der Strahlenmonstranz in Augsburg.
1786 Aufhebung der Klausur.
1794 Aufzug einer zweiten Glocke des Freiburger Giessers Sebastian Bayer, welche mit der Glocke aus der Zeit um 1300 bis heute erhalten sind – Nominale e” (1794) und d” (um 1300).
1806 wird das Kloster aufgehoben und fortan als Lehr- und Erziehungsinstitut durch die Lehrfrauen des Klosters genutzt.
1867 Auflösung der Lehrinstitutes und der Klostergemeinschaft und Übertragung des Klosters in eine städtische Stiftungsverwaltung.
1903 Eröffnung der Mädchen-Bürgerschule in den Klostergebäuden.
1929 – 1931 Restaurierung der Kirche und Einbau der neuen Orgel.
1978 wird die Stiftung Adelhausenstiftung Freiburg im Breisgau genannt.
1928 – 2008 nutzt das Museum für Natur- und Völkerkunde die angrenzenden Gebäude.
1985 Einzug des Museums für Neue Kunst in der ehemaligen Mädchen-Schule.
2013 Abschluss einer umfangreichen Kirchenrestaurierung unter der Leitung der Martin Architekten (Freiburg) und Nutzung eines Teils der Gebäude durch die Stiftungsverwaltung Freiburg.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: 750 Jahre Dominikanerinnenkloster Adelhausen Freiburg im Breisgau von der Adelhausenstiftung Freiburg im Breisgau 1985 Druckerei Karl Schillinger, Wikipedia Artikel mit Informationen von Hermann Brommer, Sebastian Bock, Adelhausen-Stiftung und Michael Klant.
Orgelgeschichte: Horst und Andreas Schmidt – Forschung Welte-Orgeln – Bestandesaufnahme der letzten Kirchenorgeln, Bestandesaufnahme bei Konzerten am 14.01.2007 und 20.12.2009 durch Organistin Brita Schmidt-Essbach mit Vorträgen von Andreas Schmidt, Eigene Sichtung Andreas Schmidt September 2021, Ars Organi Bericht Prof. Gerhard Michael Kaufmann 65 Jahrgang Heft 2 Juni 2017
Glockengeschichte: Glocken-Seite der Erzdiözese Freiburg – Link

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