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Orgel: Dinkelsbühl – Münster Sankt Georg – Positiv

Gebäude oder Kirche

Münster Sankt Georg

Konfession

Katholisch

Ort

Dinkelsbühl

Postleitzahl

91550

Bundesland / Kanton

Bayern

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

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Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1546 soll ein erstes Positiv existiert haben.
Um 1610 Bau des Positives durch Stephan Cuntz (Nürnberg). Orgelbauer Cuntz lernte sein Handwerk in der Werkstatt von Lorenz Hauslaib. Einer seiner Schüler war Nicolaus Manderscheid.
Das Werk hat eine mechanische Schleiflade. Die Windversorgung erfolgt wahlweise mit handbetätigtem Balg oder separatem Gebläse. Kurze Oktave von C/F bis c³, Stimmton im hohen Chorton.
Das Instrument wurde in Dinkelsbühl lange als Prozessionsorgel genutzt. Seit dem 30jährigen Krieg wird es als “Schwedenorgel” bezeichnet.
1632 Aufstellung des Werkes in der Georgskirche Dinkelsbühl. Nach 1663 soll das Instrument kurrzeitig auf der “kleinen” Empore gestanden haben.
1699 Reparatur des Werkes durch Orgelbauer Bottenfisch (Mergentheim).
von 1746 bis 1780 Reparaturen durch den Dinkelsbühler Orgelbauer Philipp Bouthelier.
Von 1856 bis 1961 in der Kirche des ehemaligen Kapuzinerklosters.
1962 Restaurierung und Rückversetzung des Werkes in die Georgskirche durch Orgelbau Josef Zeilhuber (Altstädten). Bei dieser Arbeit wurde die Stimmung verändert.
1975 – 1985 wird das Werk erneut in die Kapuzinerkirche versetzt.
1988 Restaurierung, Rekonstruktion und Transferierung des Instrumentes in die Georgskirche durch Orgelbau Klais (Bonn). Das nicht mehr vorhandene Register Regal 8′ wurde rekonstruiert nach dem Muster des Leipziger Exemplars.

Aus der Werkstatt von Cuntz sind einige fast baugleiche Instrumente erhalten, meist in Museen ( M ):

Regensburg (M), Berlin (M), Leipzig(M), Kloster Novy Sacz (Polen), Stift Nonnberg/Salzburg , Barcelona (M), New York (MMA) als  Claviorganum.

Disposition

Manual  C,D,E,F,G,A–c”’ (kurze Octave)

Grob Gedact 8f original

Flauta  4f erneuert

Quinta 3f erneuert

Principal 2f erneuert

Octava 1f original

Regal 8f (rekonstruiert 1988)

Stimmung a’ = 465 Hz bei 15° C

Spielhilfen

Keine

Gebäude oder Kirchengeschichte

Die Kirche (St. Ursula) soll zwischen 1142 und 1146 erbaut worden sein.
1238 Verbindung des 1227 erbauten Kirchturmes mit dem Kirchenraum.
1323 – 1341 Bau einer Kirche, welche zu Ehren des heiligen Georg geweiht wurde. Aus dieser Kirche stammt vermutlich noch das Vesperbild unterhalb der Orgelempore aus dem 14. Jahrhundert.
1378 Bau der Dreikönigskapelle.
1448 Grundsteinlegung und Bau einer grösseren Kirche durch Baumeister Niclaus Eseler sen. und jun., lediglich der Turm aus dem 13. Jahrhundert wurde beibehalten. Geplant war ein Turm an der Nordseite, der allerdings nie ausgeführt wurde. Die vorhandenen Fundamente wurden bis zu einer Tiefe von 22 “Schuh” ( etwa 6,70 m ) eingebracht.

1469 Erstellung der Westfassade.
1470 Kreuzaltar.
1490 Ziboriumsaltar.
1497 Weihe des Hochaltares.
1499 Vollendung des Kirchenbaus.
1500 Dreifaltigkeitsaltar.
1520 Sebastiansaltar.
Nach 1530 Arbeiten an den Türmen – der Turmstumpf an der Nordseite erhält ein Pultdach und wird zur Sakristei. Der Westturm eine Kupferhaube oberhalb eines zweistöckigen oktogonen Aufbaus. Zwei Kapellen werden im Laufe des 16. Jahrhunderts angebaut.
1686 Errichtung eines Gestühls.
1728 werden zwei weitere Kapellen angebaut.
1856 Umbau der Kirche auf Anregung von König Ludwig  I. von Bayern . Die barocke Ausstattung wird zu großen Teilen entfernt.
1892 – 1898 neugotische Altäre. Beim Hauptaltar ist noch das originale Bild einer Kreuzigungsgruppe aus der Zeit um 1490 zu sehen. Die anderen Altäre besitzen noch grösstenteils die ursprünglichen Gemälde und Statuen, lediglich die handwerkliche Gestaltung wurde nach 1862 im neugotischen Stil angepasst.
1970 Aussenrenovierung der Kirche.
Die älteste Glocke der Kirche (Schlagton es) wurde 1373 in Nürnberg gegossen und musste nach Beschädigungen im dreissigjährigen Krieg 1642 neu gegossen werden. Zwei weitere Glocken stammen von 1642 (Schlagtöne e + f), eine Glocke von 1652 (Schlagton b), die Sterbe/Totenglocke aus dem Jahr 1725 (Schlagton g) und die Messglocke von 1786 (Schlagton c).
1988 wird die Kirche zum Münster erhoben.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Ulrich Metzner
Kirchengeschichte: Wikipedia Artikel und Angaben der Kirchgemeinde
Orgelgeschichte: Ulrich Metzner, Buch Fischer/Wohnhaas “Orgeldenkmale in Mittelfranken” ISBN-13 : 978-3921848081, Cuntz-Orgel Dr.Wolfgang Theobald (Orgelbau Klais), Michael Routschka – Münsterorganist bis 2011
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