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Orgel: Dingolfing – Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer und St. Johannes Evangelist

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Gebäude oder Kirche

Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer und St. Johannes Evangelist

Konfession

Katholisch

Ort

Dingolfing

Postleitzahl

84130

Bundesland / Kanton

Bayern

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Anfang des 16. Jahrhunderts ist eine Orgel vorhanden, ein Organist findet 1584 Erwähnung.
Ende des 16. Jahrhunderts Orgelneubau, es sollen zeitweise auch zwei kleinere Orgeln existiert haben.
1629 Vergoldung des Gehäuses.
1718 Ersatz der kleineren Orgel im Chorraum (Burschenchor).
1749 wird eine Art Prozessionsorgel von Franz Mitterreither (Landshut) erbaut.
1744 und 1753 Reparaturen der grossen Orgel durch Leonhard Veichtmayr (Straubing) I/13.
1749 Tragorgel von Franz Mitterreither (Landshut).
1769 und 1776 Reparatur und Umbau der Hauptorgel durch Johann Peter Plersch (Straubing).
1816 Reparatur der grossen Orgel durch Georg Fuchs (Burghausen).
1829 Veränderungen und Reparatur der Hauptorgel und des Positives durch Orgelbauer Ludwig Ehrlich (Moosburg).
1844 Reparatur und Instandsetzungsarbeiten durch Georg Adam Ehrlich (Passau).
1851 Reparatur durch Orgelbauer Johann Ehrlich (Landshut).
1864 Orgelneubau durch Orgelbauer Johann Anton Breil (Regensburg) II/22.

Derzeitige Orgel

1884 mechanische Kegelladenorgel mit freistehendem Spieltisch vor Prospekt (Blickrichtung Chorraum), erbaut unter Verwendung einiger Register der Vorgängerorgel von Breil als Opus 255 von Georg Friedrich Steinmeyer (Oettingen/Bayern) II/29.
1902 Reparatur der Orgel durch Steinmeyer.
1931 wird das Werk geringfügig umdisponiert.
1974 Reparatur und Umdisponierung durch Orgelbauer Friedrich Meier (Plattling) II/29.
1982 Arbeiten an der Orgel durch Orgelbau Michael Weise (Plattling).
1987 Renovierung des Werkes und Umstellung der Traktur auf mechanische Spiel- und mechanisch/elektrischer Registertraktur als Opus 58 von Orgelbau Georg Jann (Laberweinting-Allkofen) II/34 – erstes Manual mit Barkerhebel (wirkt auch bei der Manual-Koppel). Die Veränderungen von Friedrich Meier wurden zurückgeführt und einige Register rekonstruiert auf Grund starkem Wurmbefalls, teilweise waren glücklicherweise noch Originalregister gelagert worden. Bei der Massnahme 1987 wurde die Orgel erweitert und als Spielhilfen auf einer zusätzlichen Schalttafel drei freie Kombinationen ergänzt.
2020 Renovierung des Werkes und Einbau einer neuen Setzeranlage durch Orgelbau Thomas Jann. Die Setzer sind ähnlich zu einer Barkeranlage, welche in die mechanische Traktur eingreifen, aber nicht fest montiert sind. Die Tafel mit den freien Kombinationen wurde entfernt.
Die Orgel besitzt sogenannte Negativkombinationen zu den Kombinationen, das heisst es sind alle Register mittels der kleinen schwarzen Züge oberhalb der Handregister manuell ausschaltbar.

Positiv

Das Altarpositiv (mechanische Schleiflade) stammt aus dem Jahr 1984 und wurde von Orgelbauer Erich Bauer Inh. Hans Voglrieder (Oberasbach) erbaut I/3 ohne Pedal mit geteilten Schleifen auf fahrbarem Podest.

Disposition

Steinmeyer-Orgel gemäss Aufnahme 2022

I Hauptwerk C – f“‘

Bourdon 16′    Breil/Jann

Principal 8′    C – H Prospekt

Gemshorn 8′    C – H Jann – ab c° Breil

Viola di Gamba 8′

Gedeckt 8′    C – h‘ Breil/Jann – ab c“ Steinmeyer

Salicional 8′    C – H Jann – ab c° Breil

Tibia 8′    C – h° Steinmeyer – ab c‘ Jann

Octav 4′    Breil

Flöte 4′     C-h‘ Holz, ab c“ Metall

Quint 2 2/3′    Breil

Octav 2′ C – e“    Breil – ab f“ Jann

Mixtur (4-)5f. 2 2/3′    Jann – ab c‘ 5-fach

Trompete 8′    Jann – aufschlagend

 

II Hinterwerk C – f“‘

Geigen-Principal 8′    C – H Jann Holz – ab c° Steinmeyer Zinn

Hohlflöte 8′    Breil – Holz ab d“ Zinn

Lieblich Gedeckt 8′     teilw. Jann – C-h‘ Holz ab c“ Metall

Aeoline 8′

Dolce 8′    Jann C – H Holz, ab c° Zinn

Traversflöte 4′    C-h° Holz, ab c‘ Metall überbl.

Fugara 4′    Jann

Nasat 2 2/3′ *    Jann

Flöte 2′ *    Jann

Terz 1 3/5′ *    Jann

Quinte 1 1/3′ *    Jann

Mixtur 4 f. 1 1/3′ *    Jann

Klarinette 8′    Steinmeyer/Jann teilw.  – C – h° Holz, ab c‘ Metall – durchschlagend

Pedal C – d‘

Principalbass 16′    Breil

Violon 16′

Subbass 16′

Quintbass 10 2/3′

Octavbass 8′

Cello 8′    teilw. Jann

Flötenbass 4′    teilw. Jann

Posaune 16′    aufschlagend

* = die Registerzüge befinden sich oberhalb des zweiten Manuals

 

Disposition mit Veränderungen 1931 / 1974

I Hauptwerk C – f“‘

Bourdon 16′    Breil

Principal 8′    C – H Prospekt

Gemshorn 8′    teilw. Breil

Viola di Gamba 8′

Gedeckt 8′    teilw. Breil

Salicional 8′     teilw. Breil

Tibia 8′

Octav 4′    Breil

Rohrflöte 4′    1974

Quint 2 2/3′    Breil

Octav 2′    teilw. Breil

Mixtur 4 f. 1 1/3′    1974

Trompete 8′    aufschlagend

 

II Hinterwerk C – f“‘

Geigen-Principal 8′

Hohlflöte 8′    Breil 

Lieblich Gedeckt 8′

Aeoline 8′

Traversflöte 4′    C-h° Holz, ab c‘ Metall überbl.

Waldflöte 2′    1974

Zimbel 3 f. 2/3′    1931/1974

Krummhorn 8′    1974

Pedal C – d‘

Principalbass 16′    Breil

Violon 16′

Subbass 16′

Quintbass 10 2/3′

Octavbass 8′

Cello 8′

Flötenbass 4′

Posaune 16′    aufschlagend

Steinmeyer Orgel – Originaldisposition

I Hauptwerk C – f“‘

Bourdon 16′    Breil

Principal 8′    C – H Prospekt

Gemshorn 8′    teilw. Breil

Viola di Gamba 8′

Gedeckt 8′    teilw. Breil

Salicional 8′     teilw. Breil

Tibia 8′

Octav 4′    Breil

Flöte 4′

Quint 2 2/3′    Breil

Octav 2′    teilw. Breil

Mixtur 4 f.  2′

Trompete 8′    aufschlagend

 

II Hinterwerk C – f“‘

Geigen-Principal 8′

Hohlflöte 8′    Breil 

Lieblich Gedeckt 8′

Dolce 8′

Aeoline 8′

Traversflöte 4′    C-h° Holz, ab c‘ Metall überbl.

Fugara 4′

Fagott/Klarinette 8′    durchschlagend

Pedal C – d‘

Principalbass 16′    Breil

Violon 16′

Subbass 16′

Quintbass 10 2/3′

Octavbass 8′

Cello 8′

Flötenbass 4′

Posaune 16′    aufschlagend

Positiv

Manual C – f“‘

Gerdackt 8′ Bass/Disc.

Flöte 4′ Bass/Disc.

Prinzipal 2′ Bass/Disc.

Teilung bei h°/c‘

 

Spielhilfen

Hauptorgel

Linke Seite: Calcant, P. Copula z.I.M., P. Copula z.II.M.
Rechte Seite: Windventil, Manual Copula
Setzeranlage Board: Sämtliche Register als Wippen inkl. Koppeln II-I, I-P, II-P, drei verschliessbare Ebenen, FK (Feste Kombinationen 1 – 9), Sequenzer rück/vorwärts, S (Setzer), 0 – 9, R (Rücksteller)
Fuss: Collectivtritte zum Einhaken: P., MF., F., FF., Sequenzer vorwärts als Piston

Die Orgel besitzt sogenannte Negativkombinationen zu den Kombinationen, das heisst es sind alle Register mittels der kleinen schwarzen Züge oberhalb der Handregister manuell ausschaltbar. Bei Aktivierung einer festen Kombination schieben die Züge halb raus und die kleinen Züge darüber schalten die nicht gewünschten Register aus, diese fallen zurück.

Positiv

Keine Spielhilfen

Gebäude oder Kirchengeschichte

8. Jahrhundert ist eine christliche Begegnungsstätte am Ort der heutigen Pfarrkirche bezeugt.
833 ist eine Holzkirche urkundlich erwähnt.
Um 1250 Entstehung einer romanischen Basilika.
1467 Grundsteinlegung und Baubeginn der heutigen Kirche. Als Vorbild galt die Landshuter Heilig-Geist-Kirche aus der gleichen Bauzeit durch Baumeister Jörg Brobst.
1522 – 1527 Entstehung der Figuren der Seitenaltäre, welche die beiden Patrone darstellen. Ebenso stammt das grosse Kruzifix aus dieser Zeit.
1530 Fertigstellung der Kirche – in der Bauphase konnten noch Teile der alten Kirche für die Abhaltung von Messen genutzt werden.
Circa 1590 Aufstockung des Kirchturmes.
1682 weitere Erhöhung des Turmes mit zwiebelförmiger, barocker Turmkuppel. Die Innenausstattung der Kirche wird im Barockstil umgestaltet.
1686 Anbau der St. Josephs-Kapelle.
16. / 17. Jahrhundert Entstehung der Ausmalung der Kirche.
1704 Aufzug von Glocken des Giessers Gondian Schelchshorn (Regensburg).
1789 Ölbergszene im Aussenbereich.
1863 Entstehung der Westempore.
1868 Ersatz der Zwiebelhaube durch einen Spitzhelm.
1867 – 1884 wird die Kirche etappenweise wieder neogotisch umgestaltet.
1881 Chorfenster, gestaltet von Glasmaler Franz Xaver Zettler (München).
1882 Chorgestühl von Ludwig und Jakob Mutter (München).
1883 Entstehung des Hochaltares durch Baumeister Zwisler nach Plänen von Anton Sedler (Strassburg). Die Statuen der Maria Immaculata, des Heilands und des Christkinds stammen von Alois Riesenhuber (Dingolfing). Riesenhuber erhielt auch den Auftrag für die neuen Altäre der Seitenkapellen.
1884 Überarbeitung des spätgotischen Taufsteins, die Kanzel wird durch Bildhauer Michael Hoch (Waldershof) erschaffen.
1885 Neubau der Seitenkapelle zu Ehren der Gottesmutter.
1888 Bildnis der Schutzmantelmadonna von Balthasar Lacher (München).
1950 Aufzug zweier Glocken des Landshuter Giessers Johann Hahn. Diese beiden Glocken ergänzen eine spätgotische Glocke aus der Erbauungszeit der Kirche und die drei Schelchshorn-Glocken von 1704 – Nominale a° + c‘ + d'(1704) + e‘ (1704) + g‘ (1704) + a“ (spätgotisch).
1969 – 1974 umfangreiche Kirchenrenovierung mit teilweiser Freilegung der überdeckten Ausmalungen.
1985 Versetzung der Statue des heiligen St. Aegidius aus Brunn (15. Jahrhundert) auf ein Podest oberhalb der Sakristeitüre.
2000 wird eine Statue der Mater Dolorosa an dem Missionskreuz ergänzt.
2016 – 2019 umfangreiche Kirchenrenovierung.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Markus Wolf
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde und zitiert aus Kunstführer Schnell & Steiner (München) Nr.1569 – 1985 – ISBN 9783795452766 – Autor Fritz Marksteiner und zitiert aus Peda-Kunstführer Nr.728 – 2008 – ISBN 9783896437280, zitiert aus die Kunstdenkmäler von Bayern – 1912
Orgelgeschichte: Markus Wolf, Sichtung und Spiel vor Ort Juni 2022, Angaben der Kirchgemeinde vor Ort und aus dem Archiv Orgelbau Steinmeyer

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