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Orgel: Bötzingen – St. Laurentius

Gebäude oder Kirche

St. Laurentius

Konfession

Katholisch

Ort

Bötzingen

Postleitzahl

79268

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

Pfafforgel in Bötzingen

Pfafforgel in Freiburger Akademie (Bild von Egbert Pfaff Orgelbau)

Welteorgel in Bötzingen



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1964 Erwerb der Langschifforgel des Freiburger Münsters. Die Orgel wurde im Jahr 1936 von der Orgelbaufirma Michael Welte & Söhne anstelle einer 1929 ebenfalls von Welte erbauten Orgel mit elektrischer Traktur erschaffen II/14 + 4 Transmissionen.

Bei dem Bau der Münsterorgeln wurde die Firma Welte federführend durch den Augsburger Orgelbauer Max Koulen unterstützt. Bereits Heinrich Koulen war mit der Familie Welte seit jeher eng befreundet. So lebte und arbeitete Koulen von 1921 bis 1940 in Freiburg im Breisgau. Da die Orgel von 1929 nach einigen Jahren als zu groß für das Langschiff empfunden wurde, entschied man sich für eine komplette Überarbeitung der Welte-Orgelanlage. Die große Hauptorgel wurde 1935 an neuer Stelle im nördlichen Querschiff erbaut und die Langschifforgel wurde 1936 eingeweiht. Gemäß des Gutachtens von Franz Philipp handelte es sich um „Ein Meisterwerk des deutschen Orgelbaus in künstlerischer und technischer Hinsicht, welches dem Kleinod Münster Freiburg gerecht werde.“

1965 Aufstellung des Werkes in Bötzingen mit neuem freistehendem Spieltisch und neuer Prospektfront (Freipfeifenprospekt / stumme Prospektpfeifen) durch Orgelbau August Späth (March-Hugstetten) II/14 + 4 Transmissionen. Im Pedal wird der Principalbass 16′ aus Platzgründen zu einem Octavbass 8′ verändert. Die Windabschwächung wird entfernt.
1998 Abbau der Orgel und Einlagerung des Werkes in einem stillgelegten Lazarett-Krankenhaus. Angeblich sei das Werk störanfällig gewesen, was sich aber bei mehreren Besichtigungen über längeren Zeitraum zu verschiedensten Jahreszeiten nicht feststellen ließ.
Nach 2000 wird das Werk durch Dr. Sixtus Lampl abgeholt und im Orgelmuseum Schloss Valley gelagert. Somit schlummert eine Teil Orgelgeschichte des Freiburger Münsters (Langschifforgel der Welte-Orgelanlage) im bayrischen Valley.

Bei der Aufzeichnung an anderer Stelle wird angegeben, dass die beiden Manual 4 Füsse zwischenzeitlich in den Manualen getauscht wurden, dies kann wiederlegt werden gemäß Ausführungsdisposition und Bestandsaufnahme durch Horst Schmidt. Ebenso wurde der Tonumfang nicht bis c““ in den Manualen ausgebaut sondern reichte seit jeher bis g“‘. Eine Trompete besaß diese Orgel nie, nur ein Trompetenregal im Hauptwerk und ein Krummhorn im zweiten Manual, welches als Transmission im Pedal verwendbar war. Ob die Spielhilfe Rohraffe noch in Freiburg existierte kann nicht nachgewiesen werden. In der Ausführungsdisposition wurde diese nie erwähnt. Ein „Rohraffe“ ist eine männliche satirische Figur, welche durch Seilzüge bedient werden kann. Ein solcher Rohraffe ist im Strassburger Münster erhalten geblieben.

Derzeitige Orgel

2001 Erwerb der 1982 von Orgelbau Egbert Pfaff (Überlingen/Bodensee) als Überorgel für die Hauskapelle der katholischen Akademie Freiburg im Breisgau erbauten Orgel II/9. Das Werk besitzt eine Zwillingslade und ist eine rein mechanische Schleifladenorgel mit fest eingebautem Spieltisch. Die Intonation wurde durch Orgelbauer Klemens Scheuermann im Laufe der Jahre verändert und den gegebenen Räumlichkeiten angepasst.

Disposition

Pfafforgel 1982

I Hauptwerk C – g“‘

Holzgedeckt 8′

Gemshorn 8′

Principal 4′

Rohrflöte 4′ WZ II

Octave 2′ WZ II

Quinte 1 1/3′ WZ II

II Manual C – g“‘

Metallgedeckt 8′

Rohrflöte 4′ WZ I

Octave 2′ WZ I

Quinte 1 1/3′ WZ I

Pedal C – f‘

Subbass 16′

Gedecktbass 8′

WZ = Wechselzug

Welteorgel nach Transferierung und Umbau durch August Späth 1964

I Hauptwerk C – g“‘

Principal 8′

Spitzflöte 8′

Nachthorn 4′

Octave 2′

Mixtur 4-5 fach 1 1/3′

Trompetenregal 8′

II Manual C – g“‘

Gedackt 8′

Ital.Principal 4′

Weitpfeife 2′

Blockflöte 1′

Terzzimbel 3-fach

Krummhorn 8′

Tremulant

Pedal C – f‘

Subbass 16′

Octavbass 8 1964 statt Principal 16′

Gedacktbass 8′ Tr. II

Choralbass 4′ Tr. II

Flötbass 2′ Tr. II

Krummhorn 8′ Tr. II

1 Vacat (ehemals Windabschwächung 16′)

Welte-Langschifforgel im Freiburger Münster 1936 / Disposition nach Aufzeichnung und Ausführung Heinrich Koulen

I Hauptwerk C – g“‘

Principal 8′

Spitzflöte 8′

Nachthorn 4′

Octave 2′

Mixtur 4-6 fach 1 1/3′

Trompetenregal 8′

 

II Manual C – g“‘

Weitgedackt 8′

Ital.Principal 4′

Weitpfeife 2′

Blockflöte 1′

Terzzimbel 3-fach

Krummhorn 8′

Tremulant

Pedal = C – f‘

Principal 16′

Subbass 16′

Stillgedeckt 16′ Windabschw.Subbass

Weitgedeckt 8′ Tr. II

Choralbass 4′ Tr. II

Flötbass 2′ Tr. II

Krummhorn 8′ Tr. II

 

 

Spielhilfen

Pfafforgel 1982

Fuss: I/II, II/I, I/P, II/P als Einhaktritte

Welteorgel 1936/Späth 1964

II/I, I/P, II/P, 1 freie Kombination
Spieltisch unter KLaviatur I: HR an, FC an, Tutti, Auslöser

Gebäude oder Kirchengeschichte

1223 wird Bötzingen zur Pfarrei erhoben.
1275 Erwähnung einer Kirche mit Wehrturm.
15. Jahrhundert Kirchenneubau mit Übernahme des mittelalterlichen Chorraumes.
Um 1550 entsteht die Bötzinger Madonna durch Meister Hans Wydytz.
Bis 1583 wird die Kirche als Simultankirche genutzt.
1682 Guss einer Glocke durch Valentin Allgeyer (Offenburg).
1790 Zerstörung des Kirchenschiffes durch Brand. Anschliessender Neuaufbau.
1859 Guss zweier Glocken durch die Freiburger Giesserei Gebrüder Koch.
1917 Abgabe einer oder zweier Glocken zu Rüstungszwecken.
1928 Reparatur der Allgeyer-Glocke durch die Giesserei Grüninger (Villingen).
1958 – 1959 Guss und Aufzug vierer Glocken durch die Giesserei F. W. Schilling (Heidelberg) / es‘ + g’+ b‘ + c“.
1961 Kirchenrenovierung.
1969 neue Chorfenster von P.V.Feuerstein.
1990 Aussenrenovierung der Kirche.
1999 – 2001 Neugestaltung des Innenraumes im Zuge der Innenrenovierung durch den Bildhauer und Plastiker Bernhard Jensch (Freiburg im Breisgau).

Anfahrt

Anfahrt

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Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Orgel und Kirche: Rainer Ullrich
Kirchengeschichte: Wikipedîa und Webseite der Pfarrgemeinde
Orgelgeschichte: Orgelarchiv Schmidt

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