Orgel: Blumberg / Riedöschingen – St. Martin
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Gebäude oder Kirche
St. MartinKonfession
KatholischOrt
Blumberg / RiedöschingenPostleitzahl
78176Bundesland / Kanton
Baden-WürttembergLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
Vor 1878 ist eine Orgel vorhanden.
Derzeitige Orgel
1878 mechanische Kegelladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch (Blickrichtung Chor), erbaut von Orgelbauer Tiberius Hecht (Spaichingen) II/17.
1917 Abgabe der Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken.
1939 Ersatz der Prospektpfeifen durch Zinkpfeifen, Umdisponierung und Umbau des Werkes vermutlich auf elektropneumatische Traktur mit neuem Spieltisch durch Orgelbauer Willy Dold (Freiburg im Breisgau).
1977 Restaurierung des Werkes mit teilweiser Rückführung auf den Originalzustand (neuer Spieltisch und neue Prospektpfeifen) unter teilweiser Beibehaltung der Umdisponierung durch Orgelbau Mönch & Prachtel (Überlingen/Bodensee) II/16.
2004 Renovierung und Ausreinigung der Orgel durch Orgelbau Mönch.
Im Unterbau der Orgel sind Metallpfeifen eines 8′ Registers eingelagert, welche jedoch nicht historisch sind. Ebenso ist eine Leitung für eine Walze oder Schwellwerk ersichtlich.
Disposition
I Hauptwerk C – f“‘Prinzipal. 8′. C/CS Holz offen; ab D Metall; D – b° Prospekt, ab h° innen Viola di Gamba. 8′. Metall Hohlflöte. 8′. C – H Holz ged.; ab c° Holz offen Octave 4′. Metall Spitzflöte. 4′. Metall, konisch Nasat. 2 2/3′ Metall, konisch Flöte 2′ Metall, leicht konisch Cornett. 8′ u. 4 f. ab g°; Metall; 4′ rohrged. Mixtur. 1 1/3′ u. 4 f. Metall – rep. c°/c’/c“
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II Manual C – f“‘Gedeckt. 8′. Holz ged.; ab c° innenlabiiert Salicional. 8′. C – H Holz offen, innenlabiiert; ab c° Metall Flauto dolce. 4′. Holz offen, innenlabiiert Prinzipal. 2′. Metall 1 Vacat
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Pedal C – c‘Subbass. 16′. Holz ged. Octavbass. 8′. Holz offen Piffaro. 4′. u. 2′. beide Chöre Metall
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Prospektpfeifen – Prinzipal. 8′. im Prospekt D – b°; D – GS Mittelfeld, A – b° Aussenfelder
Zusammensetzung Cornett HW
g° 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 3/5′ → 4′ rohrged. g° – h“, ab c“‘ offen
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
c° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
c“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Anordnung am Spieltisch (von links nach rechts)
Links obenSubbass. 16′. Piffaro. 4′. u. 2′. Octavbass. 8′. Copulatur. II. Man:u.Ped. Copulatur. I. Man:u.II.Man:
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Links untenSpitzflöte. 4′. Octave 4′. Cornett. 8′ u. 4 f. Flöte 2′ Copulatur. I. Man:u. Ped.
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Rechts obenVacat Prinzipal. 2′. Flauto dolce. 4′. Salicional. 8′. Gedeckt. 8′.
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Rechts untenMixtur. 1 1/3′ u. 4 f. Prinzipal. 8′. Viola di Gamba. 8′. Hohlflöte. 8′. Nasat. 2 2/3′
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Gleichstufig temperiert – lebendiger Wind
Stimmtonhöhe: a‘ = 437.43 Hz bei 16.5°C
Spielhilfen
Linke Seite: Copulatur. II. Man:u.Ped., Copulatur. I. Man:u.II.Man:, Copulatur. I. Man:u. Ped. als Registerzüge
Gebäude oder Kirchengeschichte
8. Jahrhundert (748) ist eine Holzkirche vorhanden.
12. Jahrhundert erste urkundliche Erwähnung der Kirche.
13. Jahrhundert Vergrösserung der Kirche.
1523 Bau einer grösseren Kirche, welche dem heiligen Martin geweiht wurde. Entstehung eines neuen Chorraumes und des Langhauses.
Um 1610 Entstehung eines Nebenaltares.
1875 Umbau und Vergrösserung der Kirche im zeittypischen Stil.
1904 Erhöhung des Langhauses sowie Entstehung des westlichen Querbaus.
1954 nach einer Kirchenrenovierung wird ein fünfstimmiges Geläut der Giesserei F.W. Schilling (Heidelberg) aufgezogen – Nomninale e‘ + fs‘ + gs‘ + h‘ + cs“.
Vor 1977 Renovierung der Kirche.
2016 Neugestaltung des Aussenplatzes und Renovierungsmassnahmen am Kirchgebäude auf Grund von Feuchtigkeitsproblemen.
2021 Restaurierung der Turmuhr und Austausch der Glockenklöppel.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Mike Wyss und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben vor Ort, eigene Sichtung, Konzert mit Brita Schmidt-Essbach und Horst Georg Schmidt am 15. Januar 1995, zitiert von den Seiten des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel 1985, 1995, 2008 und 2025, Orgelarchiv Schmidt – Horst Georg Schmidt




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