Orgel: Blumberg / Riedböhringen – St. Genesius
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Gebäude oder Kirche
St. GenesiusKonfession
KatholischOrt
Blumberg / RiedböhringenPostleitzahl
78176Bundesland / Kanton
Baden-WürttembergLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Pfarrkirche Riedböhringen
Konzertberichte Brita Schmidt-Essbach von Gernot Suttheimer
Klangbeispiele vom Kanal JRorgel aus dem Konzert vom 4. April 2025 – Kanal
Bildrechte: Datenschutz
Orgelgeschichte
Mitte des 18. Jahrhunderts ist eine kleine Orgel vorhanden.
1863 Orgelneubau durch Orgelbau Eduard Hieber & Stephan Schumacher (Engen) I/12. Stephan Schumacher (Spaichingen) soll von 1855 bis 1870 gelegentlich mit Orgelbauer Eduard Hieber aus Engen zusammengearbeitet haben. Aus dieser Zeit sind circa 5 Orgelneubauten unter der Bezeichnung Hieber & Schumacher bekannt.
1911 – 1912 Versetzung des Werkes auf die neue Empore, vermutlich durch Orgelbauer Friedrich Wilhelm Schwarz (Überlingen/Bodensee).
Derzeitige Orgel
1942 Taschenladenorgel mit seitlich freistehendem Spieltisch (rechtsseitig) und elektrischer Traktur (Taschenladen/Membranen), erbaut unter Verwendung von vorhandenem Material der 1863 erbauten Vorgängerorgel durch Orgelbau Michael Welte & Söhne (Freiburg im Breisgau) II/17 + 1 Windabschwächung und 4 Vacate. Bezeichnung Firmenschild: M.Welte & Söhne Freiburg i.B.
1980 Ausreinigung durch Orgelbauer Franz Winterhalter (Oberharmersbach).
2024 Renovierung des Werkes mit Restaurierung und Absicherung der Elektrik durch Orgelbau Josef Maier (Hergensweiler).
Am 25. März 2012 fand ein festliches Orgelkonzert mit Konzertorganistin Brita Schmidt-Essbach und Andreas Schmidt zur 750 Jahr-Feier Riedböhringens an der Welte-Orgel statt. Brita Schmidt-Essbach, Horst-Georg Schmidt und Andreas Schmidt wiesen mit zahlreichen Konzerten auf die Bedeutung der Welte-Orgel in Riedböhringen hin. So ist es eine grosse Freude, dass das Instrument im Jahr 2024 vorbildlich renoviert wurde.
Aus dem Schwarzwälder Boten 19.03.2012:
Viele Organisten haben den Pfeifen der Orgel schon angenehme Töne entlockt. Brita Schmidt-Essbach präsentierte bereits im vergangenen Jahr in Riedböhringen ein Orgelkonzert der Spitzenklasse.
Schwarzwälder Bote – 26.03.2012
Schwarzwälder Bote – 18.12.2014
Konzertorganisation Andreas Schmidt mit Organist Andreas Cavelius
Südkurier 24.10.2016
Schwarzwälder Bote 20.09.2016
Schwarzwälder Bote 24.10.2016
Disposition
I Hauptwerk C – g“‘Principal 8′ Prospekt; Zink Gemshorn 8′ Zink; ab ds“ zylindrisch Oktav 4′ Zink; ab c‘ Metall Blockflöte 4′ Zink, konisch; ab c“ Metall Oktav 2′ Zink; ab c° Metall; Pfeifen von ehem. Viola 4′ Mixtur 4-f. 1 1/3′ Metall – rep. c°/c’/c“ 1 Vacat
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II Manual C – g“‘Weit-Gedeckt 8′ Holz ged.; ab c“ Metall ged.; ab a“ rohrged.; ab fs“‘ offen, zylindrisch Salicional 8′ Zink, leicht konisch; ab cs‘ Metall, leicht konisch Ital. Principal 4′ Zink, weit mensuriert; ab c‘ Metall Schwiegel 2′ Metall; Pfeifen von ehem. Sesquialter 2 2/3′ Quinte 1 1/3′ Zink; ab FS Metall Terzcymbel 3-f. 1′; Metall – rep. fs°/fs’/fs“ Trompete 8′ Stiefel Metall; Becher Zink; ab cs“‘ doppelte Becherlänge Tremolo 2 Vacate
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Pedal C – f‘Still-Gedeckt 16′ Windabschw. Subbass 16′ Subbass 16′ Holz ged. Oktavbass 8′ Prospekt; Zink Choralbass 4′ Prospekt; Zink; teilw. überarbeitet Still-Posaune 16′ Stiefel Holz; Becher Zink 1 Vacat |
Im Prospekt stehen die Register Principal 8′ HW, Oktavbass 8′ PED. und Choralbass 4′ PED.; oberes Mittelfeld stumm + einzelne Blindpfeifen unten
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
c° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
c“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Zusammensetzung Terzcymbel SW
C 1′ + 4/5′ + 2/3′
fs° 1 1/3′ + 1′ + 4/5′
fs‘ 1 3/5′ + 1 1/3′ + 1′
fs“ 2′ + 1 3/5′ + 1 1/3′
Gleichtufige Stimmung – a‘ = 434.14 Hz bei 14.3°C
Winddrücke gemäss Inschrift:
HW/PED. – 87 mmWS
SW – 79 mmWS
Zwei Schwimmer für HW/PED und SW – je eine Winddrossel
Spielhilfen
1 freie Kombination mit Oktavkoppeln II – I sub, II – I super, II – Ped., I – Ped., II – I (linksseitig) und Handreg.ab (rechtsseitig)
Mitte oberhalb zweites Manual: Crescendo-Anzeige (0 – 12)
Druckknöpfe unter erstem Manual: II – I sub (ab c°), II – I super (nicht ausgebaut), II – Ped., I – Ped., II – I, Fr.Komb. (Einschaltung), Handreg. ab
Fuß: Walze ab als Piston auf der linken Seite, Walze (Rollschweller), Tutti (ohne II – I sub), Pedal-umsch. (Piano-Pedal) als Pistons auf der linken Seite
Gebäude oder Kirchengeschichte
Die erste Kirche in Riedböhringen wird im Jahr 1275 urkundlich erwähnt.
1498 wird ein größerer Kirchturm als „Wehrturm“ erbaut.
1606 Bau eines grösseren Langhauses mit abschließendem Chorraum.
1620 Entstehung der Kanzel – Renaissance-Stil.
Um 1750 Jahrhundert Umgestaltung des Chorraumes im barocken Stil. Zu dieser Zeit entstehen auch die Bildnisse der 15 Geheimnisse des Rosenkranzes.
1752 Entstehung des Deckengemäldes „Aufnahme Mariens in den Himmel“ von dem Tiroler Maler Johann Pfunner.
1792 Bau des Pfarrhauses.
1910 – 1911 Umgestaltung bzw. Vergrößerung des Langhauses und Anpassung der Gestaltung an den barocken Stil des vorhandenen Chorraumes.
1980 umfangreiche Kirchenrenovierung. Der Zelebrationsaltar stammt von Bildhauer und Kunstmaler Hans Günther van Look (Freiburg im Breisgau).
2018 findet ein Gedenkgottesdienst zum 50. Gedächtnis des Todestages Kardinal von Bea mit Erzbischof Erzbischof Stephan Burger in der Riedböhringer Kirche statt.
Im Kirchturm eingelassen befindet sich das Grab von Kardinal Augustinus Bea, welcher von Papst Johannes XXIII zum Kardinal ernannt wurde. Kardinal Bea war ebenso Präsident des Sekretariats „Förderung der Einheit der Christen“ in Rom und war eine bedeutende Persönlichkeit im II. Vatikanischen Konzil. In Riedböhringen befindet sich zu Gedenken Kardinal Bea ein kleines Museum in seinem Geburtshaus, welches Einblicke in das wirkungsvolle Leben des Kardinals ermöglicht.
Der Patron Genesius war als Rollenspieler und Darsteller zu Zeiten des Kaisers Diokletian an dessen Hof tätig und ursprünglich ablehnend in der Haltung gegenüber Christen bis er einst bei einem Vortrag eine Erscheinung Christi erlebte und sich anschliessend taufen liess. Dies war wohl das Todesurteil Genesius, so ist er heute Patron der Spielleute und Darsteller.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt, Mike Wyss und Roman Hägler
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde, zitiert aus Flyer „Pfarrkirche St. Genesius Riedböhringen“ 1. Auflage 1985 Hannes Oefele Verlag Ottobeuren – J. Walchner KG Buch- und Offsetdruck
Orgelgeschichte: Horst und Andreas Schmidt – Orgelarchiv Schmidt, Forschungen Welte-Orgeln von ehemaliger Seite Andreas Schmidt www.welte-orgeln.de, Orgelkonzerte und Förderung durch Organistin Brita Schmidt-Essbach, Eigene Sichtungen und Spiel 1985, 1998, 2012, 2015, 2020 und 2024
Klangbeispiele vom Kanal JRorgel aus dem Konzert vom 4. April 2025 – Kanal
Internetseite der Seelsorgeeinheit Blumberg mit Riedböhringen




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