Orgel: Blumberg / Kommingen – St. Cyriak
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Gebäude oder Kirche
St. CyriakKonfession
KatholischOrt
Blumberg / KommingenPostleitzahl
78176Bundesland / Kanton
Baden-WürttembergLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
Vor 1888 ist eine bedingt spielbare Orgel vorhanden.
1888 Orgelneubau einer mechanischen Kegelladenorgel für die altkatholische Gemeinde als Opus 21 von Orgelbau Xaver Mönch (Überlingen/Bodensee) I/8.
1958 wird die Orgel in grundlegend umgebauter Form von Orgelbau Xaver Mönch Söhne in der neu erbauten Johanneskirche aufgestellt.
Derzeitige Orgel
1936/37 rein pneumatische Taschenladenorgel mit freistehendem Spieltisch, erbaut für die Notkirche in Kommingen durch Orgelbauer Willy Dold (Freiburg im Breisgau).
1959 Transferierung des Werkes in die St. Cyriak-Kirche mit neuem Spieltisch und Erweiterung der Disposition durch Orgelbau-Anstalt X. Mönch Söhne Inh. Otto Mönch (Überlingen a.Bodensee) II/12 + 1 Windabschwächung und 2 Extensionen.
2024 Renovierung der Orgel und Ersatz der Cymbel 3 fach im Positiv durch eine Quinte 2 2/3′ ab a° durch Orgelbau Josef Maier (Hergensweiler).
Disposition
I Hauptwerk C – g“‘Principal 8′ C – E gekröpft, Zink; ab F Zink Quintadena 8′ Zink ged. Gemshorn 4′ C – H Zink konisch; ab c° Metall konisch Octav 2′ Metall Mixtur 3-4 f. 1 1/3′ III, 4. Chor abgestellt) – rep. c°/f’/c“, Metall
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II Positiv C – g“‘Gedackt 8′ Zink ged.; ab gs“‘ offen, konisch Salicet 8′ C – H Zink ged.; ab c° Zink leicht konisch Praestant 4′ C – H Zink; ab c° Metall Quinte 2 2/3′ ab a°; neu 2024 – anstelle Cymbel 3 f.; bis g“‘!; Metall Nachthorn 2′ Metall Tremulant (POS)
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Pedal C – f‘Subbass 16′ Holz ged. Zartbass 16′ Windabschwächung Subbass 16′ Octavbass 8′ Zink; ab FS – f‘ Prospekt Gedacktbass 8′ Ext. Subbass 16′ Choralbass 4′ Ext. Octavbass 8′; Verlängerung im Prospekt
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Prospektpfeifen Octavbass 8′ ab FS – f‘ mit Verlängerung Choralbass 4′
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + (2/3′)
f‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + (1′)
c“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + (1 1/3′)
Stimmung: gleichstufig
Tonhöhe: a‘ = 434.76 Hz bei 16.3°C
Schwimmer: 85 mmWS
Mönch-Orgel 1888 – 1958
Manual C – f“‘Principal 8′ Gedekt 8′ Flöte 8′ Salicional 8′ Octav 4′ Flöte 4′ Mixtur 2′
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Pedal C – c‘Subbaß 16′ Pedalkoppel
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Spielhilfen
1 freie Combination
Man. II/I, Sub II/I (ab c°), Super II/I (ausgebaut g““) als Registerwippen Nummern 6 – 8, Man. I/Ped., Man. II/Ped. als Registerwippen Nummern 15 und 16
Druckknöpfe unter erstem Manual: P., MF., T., Fr. Comb., A., Cresc. ab
Fuß: Crescendo als Tritt
Piano schaltet:
HW – Quintadena 8′
POS – Salicet 8′
PED – Zartbass 16′
Man. II/I, Man. I/Ped.
Mezzoforte schaltet:
HW – Quintadena 8′ / Gemshorn 4′
POS – Gedackt 8′ / Salicet 8′ / Praestant 4′
PED – Subbass 16′ / (Zartbass 16′ Abschw.) / Gedacktbass 8′
Man. II/I, Man. I/Ped., Man. II/Ped.
Tutti schaltet:
Alle Register und Normalkoppeln – keine Octavkoppeln
Gebäude oder Kirchengeschichte
14. Jahrhundert (ca. 1360) erste Erwähnung einer Kirche in Kommingen als Filialkirche von Tengen.
15. Jahrhundert Nennung des Patronats St. Cyriak.
1667 Vergrösserung der Kirche.
1787 Gründung einer Kaplanei.
1814 eiegenständige Pfarrei.
1819 Bau der Kirche St. Cyriak im Weinbrennerstil.
1821 Kanzel und Taufstein von Bildhauer Welte (Münchingen).
1822 Einweihung der Kirche.
1874 Abtretung der Kirche an die altkatholische Gemeinde Kommingen, welche die konfessionelle Mehrheit bildete.
1876 und 1920 Glockenaufzug – Giesserei Benjamin Grüninger (Villingen)
1879 Bau einer Notkirche für die katholische Gemeinde auf der gegenüberliegenden Seite.
1958 Bau der altkatholischen Johanneskirche in Kommingen, die Kirche St. Cyriak wird wieder der römisch-katholischen Gemeinde übergeben und umfangreich renoviert. Aufzug einer dritten Glocke der Giesserei F.W.Schilling (Heidelberg) – Nominale d“ (1876) + f‘ (1958) + g“ (1920).
1997 Aussenrenovierung.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Mike Wyss und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben vor Ort, eigene Sichtung, zitiert aus der Geschichte der Kirche in der Ortschronik, Angaben zu den Glocken von der Glockeninspektionsseite des Bistums – Link
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel 1985, 2000, 2017 und 2024, Orgelarchiv Schmidt – Horst Georg Schmidt




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