Orgel: Blumberg / Fützen – St. Vitus
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Gebäude oder Kirche
St. VitusKonfession
KatholischOrt
Blumberg / FützenPostleitzahl
78176Bundesland / Kanton
Baden-WürttembergLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Pfarrkirche St. Vitus
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Bildrechte: Datenschutz
Orgelgeschichte
Vor 1964 ist eine Orgel vorhanden, welche sich im schlechten Zustand befand und vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut worden war.
1964 Aufstellung eine Interimsorgel, welche aus Restbeständen der ehemaligen Orgel aus der katholischen Kirche Blumberg erbaut wurde. Das Instrument wurde 1905 von Orgelbau H. Voit & Söhne (Durlach) erbaut I/10. 1931 wird das Werk in der Blumberger Notkirche von Orgelbau Voit (Durlach) umgebaut. Dies dürfte eine der letzten Arbeiten der Firma Voit gewesen sein, welche 1932 aufgegeben wurde. Von 1951 bis 1964 wurde die Orgel in der neuen Pfarrkirche St. Andreas in Blumberg genutzt, bis ein Orgelneubau realisiert werden konnte. Die Fützener Kirchgemeinde erwarb die Orgel für 500 DM.
1977 Vertragsunterzeichnung für den Orgelneubau am 3. Oktober.
Derzeitige Orgel
1979 mechanische Schleifladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch (Blickrichtung Prospekt), erbaut in ein Massivholz-Gehäuse nach Plänen des Orgelsachverständigen Kurt Binninger (Waldshut) und der katholischen Kirchgemeinde Fützen durch Orgelbau Mönch & Prachtel (Überlingen/Bodensee) II/19 (ca. 1’360 Pfeifen) – Einweihung am Erntedankfest 7. Oktober 1979 mit Organist Michael Felix (Bad Säckingen). Die Intonation oblag Horst F. Prachtel, Friedrich Reischer und Reinalt Klein. Der Entwurf bzw. die Konstruktion plante Peter Mönch. Das Gehäuse wurde in einem blauen Farbton gefasst. Kosten der Orgel DM 195’000.
2017 Renovierung der Orgel durch Orgelbau Mönch (Überlingen/Bodensee). Das Gehäuse wurde im Zuge der Innenrenovierung weiss gefasst.
Disposition
I Hauptwerk C – g“‘Prinzipal 8′ C – F innen, Metall; FS – ds‘ Prospekt (ausser a° innen) – Anm. 1; ab e‘ innen Rohrflöte 8′ C – H Holz ged.; ab c° Naturguss rohrged. Oktave 4′ Metall Blockflöte 4′ Metall ged.; ab c“ offen, konisch Waldflöte 2′ Metall, konisch Sesquialter 2 2/3′ + 1 3/5′ ab C; VZ Quinte 2 2/3′; 2 2/3′ Chor Metall ged., ab gs° offen; 1 3/5′ Chor Metall Mixtur 1 1/3′ IV; Metall – rep. c°/c’/c“/c“‘ Trompete 8′ Stiefel Metall; Becher Naturguss, konisch
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II Brustwerk im SW C – g“‘Coppel 8′ Holz ged. Spillflöte 4′ Naturguss oben konisch; ab cs“ konisch Prinzipal 2′ Metall Larigot 1 1/3′ Metall Zimbel 2/3′ III; Metall – rep. A/fs°/ds’/d“/cs“‘ Schalmei 8′ Stiefel Metall; Becher Naturguss, halbged. Tremulant (II)
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Pedal C – f‘Subbass 16′ Holz ged. Flötbass 8′ C – A Prospekt – Anm. 2; ab B innen, Metall Choralbass 4′ Naturguss Hintersatz 2 2/3′ IV; Naturguss Trompetbass 8′ Stiefel Metall; Becher Naturguss
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Prospektpfeifen
Anm. 1 – Prinzipal 8′ HW im Prospekt : FS – g° äussere Rundtürme Mitte, gs° – ds‘ Rundturm Mitte (a° innen)
Anm. 2 – Flötbass 8′ PED im Prospekt : C – A Rundtürme aussen
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
c° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
c“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
c“‘ 5 1/3′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′
Zusammensetzung Zimbel BW (SW)
C 2/3′ + 1/2′ + 1/3′
A 1′ + 2/3′ + 1/2′
fs° 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
ds‘ 2′ + 1 1/3′ + 1′
d“ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
cs“‘ 4′ + 2 2/3′ + 2′
Zusammensetzung Hintersatz PED
C 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
Stimmung gleichstufig
a‘ = 439.15 Hz bei 15.4°C
Spielhilfen
Fuß: II/I, II/P, I/P als Rastentritte auf der linken Seite, Schwelltritt II
Gebäude oder Kirchengeschichte
1179 erste Erwähnung einer Kirche in Fützen. Vermutlich existierte schon wesentlich früher eine Kapelle im Ort.
1594 Bau einer grösseren Kirche unter Verwendung des Materials und der Fundamente der alten Kirche.
1654 und 1656 Weihe einer Glocke und der vier Altäre durch Abt Franz (St. Blasien). Der Hochaltar wird zu Ehren des heiligen Vitus geweiht, die Seitenaltäre zu Ehren der Muttergottes und des heiligen Kreuzes sowie ein Katharinenaltar im Eingangsbereich.
1734 Entstehung der Kanzel.
1752 – 1755 Abbruch der im Dreissigjährigen Krieg beschädigten und baufällig gewordenen Kirche mit anschliessendem Neubau der heutigen Kirche.
Nach 1875 zieht die katholische Gemeinde in eine Notkirche um, die bisherige Kirche wird von der altkatholischen Gemeinde genutzt.
1890 wird die Kirche wieder von der katholischen Gemeinde übernommen.
1945 Schäden durch Kriegseinwirkung. Die Glocken der Giesserei Grüninger wurden zuvor zu Rüstungszwecken abgegeben.
1955 Aufzug und Weihe eines fünfstimmigen Geläuts der Giesserei Heinrich Kurtz (Stuttgart) – Nominale cs‘ + e‘ + fs‘ + a‘ + h‘.
1962/63 umfangreiche Innenrenovierung und Anbau einer Sakristei. Ein Jahr später entsteht das Kirchengestühl.
1990 Aussenrenovierung und Turmsanierung.
1999 umfangreiche Innenrenovierung der Kirche mit neuem Beleuchtungskonzept.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Mike Wyss und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben vor Ort, Zeittafel an der Kirche, zitiert von den Seiten der Kirchgemeinde und der Ortschronik von Fützen, zitiert von der Glockeninspektions-Seite der Erzdiözese Freiburg – Link
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel 1982, 2002 und 2025, Konzert mit Brita Schmidt-Essbach 1982, Orgelarchiv Horst-Georg Schmidt mit Aufzeichnungen von Kurt Binninger
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