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Orgel: Berlin / Wilmersdorf – Lindenkirche

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Gebäude oder Kirche

Lindenkirche

Konfession

Evangelisch

Ort

Berlin / Wilmersdorf

Postleitzahl

14197

Bundesland / Kanton

Berlin

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

Lindenkirche

 

Lindenkirche – Chororgel

 

Lindenkirche – Hauptorgel

 

Lindenkirche – Rückpositiv mit eigenem Spieltisch

 

Das alte Jahr vergangen ist / J.S.Bach BWV 614 / Lindenkirche Beriln, Wilmersdorf – User Dimitri Dimitrov auf Youtube – Kanal

 

Ev. Lindenkirche Berlin-Wilmersdorf Glocken – User Berliner Glockenfan auf Youtube – Kanal



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1936 Orgelneubau mit elektropneumatischen Taschenladen als Opus 1617 von Orgelbau G.F. Steinmeyer & Co (Oettingen/Bayern) III/49 + 4 Transmissionen.
1943 Auslagerung des Werkes, in den folgenden Jahrzehnten geht das Pfeifenwerk und viele Gehäuse-Elemente durch Diebstahl und mutwillige Zerstörung verloren. Das Instrument zählte wohl noch zu den letzten spätromantischen Grossorgeln Berlins.
1961 wird ein Positiv aus der Vater-Unser-Kirche Wilmersdorf in in der Lindenkirche durch Orgelbau E. Kemper & Sohn (Lübeck) aufgebaut.

Derzeitige Orgel

1965 Schleifladenorgel mit mittig fest angebautem Spieltisch, mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur, erbaut als Opus 655 von Orgelbau Werner Bosch (Niestetal-Sandershausen) III/36. Das Werk wurde nach Plänen von Helmut Bornefeld (Heidenheim an der Brenz) mit der typisch farbenreichen Disponierung entworfen. Das Werk sollte ursprünglich 50 klingende Register erhalten, dies konnte jedoch auf Grund geringer finanzieller Ressourcen nicht verwirklicht werden – Einweihung 26.September 1965.
Die fehlende Substanz und Grundtönigkeit des Dispositionskonzept führte bei diesem grösseren Instrument bereits nach etwas mehr als 20 Jahren zu grösserer Unzufriedenheit und der Wunsch entstand ein vielfältigeres Instrument zur Nutzung zu erhalten. Glücklicherweise blieb das Werk stets in den Händen der Orgelbauwerkstätte Bosch, welche sämtliche Veränderungen, Ergänzungen und Erweiterungen vornahm.
1971 wird bereits eine Erweiterung vorgenommen und das Werk teilweise umintoniert. Das Brustwerk wird mit zu einem schwellbaren Brustwerk umgestaltet.
1983 erhält die Lindenkirche noch eine Truhenorgel der Firma Bosch, welche im Zuge der Erweiterung der Hauptorgel im Jahr 1984 durch die angeschlossene Chororgel von Bosch in dieser integriert wird I/6. Die Truhenorgel ist sozusagen im Hauptwerk der Chororgel verbaut worden III/44.
1988 wird die Orgel erweitert und klanglich neu konzipiert. Viele der Obertonstimmen wurden aufgeteilt und in anderen Registern neu zusammengestellt. Zudem erhält das Werk einen neuen viermanualigen Spieltisch mit Setzeranlage und eine deutlich breitere Palette an Zungenstimmen, welche in der ursprünglichen Planung nahezu komplett fehlten IV/61 + 4 Transmissionen (60 Register + 1 Pedalregister Chororgel) in Form der Spanischen Trompeten, welche im Hauptwerk, dem vierten Manual Chororgel und Pedal nutzbar eingerichtet wurden. Das Gehäuse des Schwellwerks wird erneuert und neue Grundtonregister auf zusätzlicher Lade errichtet.
1993 wird die Orgel in einem weiteren grossen Schritt durch die Erbauerfirma Bosch mit einigen Stimmen erweitert und mit einem neuen fünfmanualigen Spieltisch mit Setzeranlage, einem Rückpositiv mit eigenem freistehenden (mechanischen) pedallosen Spieltisch (Continuo) ergänzt. Die Orgel erhält ein Fernwerk, welches sich in einem Raum oberhalb der Chororgel in Turmnähe befindet V/84 + 4 Transmissionen + 1 Verlängerung (6’178 Pfeifen). Chororgel und Fernwerk werden rein elektrisch angesteuert, die Chororgel besitzt einen eigenen fest eingebauten mechanischen Spieltisch.

Heute präsentiert sich das Werk als eine der beeindruckendsten Orgeln Berlins. Nicht nur der fünfmanualige und dennoch übersichtliche Hauptspieltisch können überzeugen, auch klanglich ist diese Orgel eine wahre Pracht und bietet unerschöpflich zahlreiche Klangkombinationen. Der Grundgedanke von Bornefelds Planung mag noch etwas in den Klängen vorhanden sein, jedoch ist der gelungene Aufbau in der heutigen Zeit eher der Neukonzipierung zu verdanken. Es ist zu wünschen, dass dieser Orgel weiterhin große Aufmerksamkeit gebührt.

Zur Orgel in der Kapelle → siehe Link.

Disposition

Aktuelle Disposition 2021

I Rückpositiv C – g”’

Principal 8′

Quintade 8′

Copel 8′

Traversflöte 8′

Voce umana 8′

Octave 4′

Gamba 4′

Engl.Nachthorn 4′

Octav 2′

Salicet 2′

Hörnlein 3-fach

Scharff 4-fach *1

Musette 16′

Krummhorn 8′

Messingschalmei 4′

Tremulant

II Hauptwerk C – g”’

Quintade 16′

Principal 8′

Gemshorn 8′

Octave 4′

Spillpfeife 4′

Quinte 2 2/3′

Ital.Principal 2′

Grosssesquialter 3-fach (ab g° 3-fach) *

Cornett 5-fach 8′ ab c°

Grossmixtur 4-fach *3

Kleinmixtur 3-fach *4

Trompete 8′

Span. Trompete 16′ Ext. aus der Spanischen Trompete 8′ (ab c° 8′)

Span. Trompete 8′

Tremulant

III Oberwerk im SW C – g”’

Bordun 16′

Holzprincipal 8′

Rohrpommer 8′

Salicional 8′

Voix céleste 8′ ab c°

Octave 4′

Ital.Principal 4′

Spitzflöte 4′

Blockflöte 2′

Sesquialter 2-fach

Sextan 2-fach *5

Mixtur 4-fach *6

Octavzimbel 3-fach *7

Trompette harmon. 8′

Hautbois 8′

Trompette 4′

Tremulant

IV Brustwerk im SW C – g”’

Gedackt 8′

Rohrflöte 4′

Rohrnasat 2 2/3′

Principal 2′

Terz 1 3/5′

Gemsquinte 1 1/3′

Nachthorn 1′

Zimbel 4-fach *2

Sordun 16′

Vox humana 8′

Tremulant

V Chororgel C – f”’ (Spieltisch HO bis g”’)

Gedackt 8′ CO-I

Principal 4′ CO-I

Gedacktflöte 4′ CO-I

Offenflöte 2′ CO-I

Mixtur 3-fach CO-I

Tremulant CO-I

Regal 16′ CO-II horizontal

Regal 8′ CO-II horizontal

Span. Trompete 16′ Tr. HW nur vom HO Spieltisch Ext. aus der Spanischen Trompete 8′ (ab c° 8′)

Span. Trompete 8′ Tr. HW nur vom HO Spieltisch

V Fernwerk C – g”’ (Turmzimmer)

Grobgedackt 16′

Viola di Gamba 8′

Unda maris 8′

Spitzgedackt 4′

Labialoboe 8′

Pedal Hauptorgel C – f”’

Principal 16′

Flötbass 16′

Untersatz 16′

Quintbass 10 2/3′

Octave 8′

Gedackt 8′

Choralbass 4′

Flöte 4′

Flageolett 2′

Glöckleinton 1′

Basszink 4-fach

Hintersatz 3-fach

Bombarde 32′

Posaune 16′

Trompete 8′

Clairon 4′

Cornettino 2′

Span. Trompete 16′ Tr. HW Ext. aus der Spanischen Trompete 8′ (ab c° 8′)

Span. Trompete 8′ Tr. HW nur vom HO Spieltisch

Tremulant

Pedal Chororgel C – f’

Subbass 16′ nur vom CO Spieltisch bespielbar

*1 – rep. g° / g’/ g” und cs”’
*2 – rep. G / d° / a° /e’/ h’/ fs” und cs”’
*3 – rep. c° / c’ und a’
*4 – rep. c° / c’ / a’ und fs”
*5 – rep. gs”
*6 – rep. jeweils bei c ausser c”’
*7 – rep. f° / a’ und cs”’

Spieltisch Chororgel

I Hauptwerk C – f”’

Gedackt 8′

Principal 4′

Gedacktflöte 4′

Offenflöte 2′

Mixtur 3-fach rep. c’/ c”

Tremulant

II Zungenwerk C – f”’

Regal 16′ horizontal

Regal 8′ horizontal

Pedal C – f’

Subbass 16′ nur vom CO Spieltisch bespielbar

Spieltisch Rückpositiv

Manual C – g”’

Holzprincipal 8′ mitteltönig 415 Hz – nur an diesem Spieltisch wählbar

Copel 8′

Quintade 8′

Englisch Horn 4′

Salicet 2′

Scharf 4-fach rep. g° / g’ / g” und cs”’

—————————————–

Disposition nach Pape 1990

I Hauptwerk C – g”’

Quintade 16′

Principal 8′ teilw.neue Prospektpfeifen

Gemshorn 8′

Octave 4′

Spillpfeife 4′

Quinte 2 2/3′

Ital. Principal 2′

Grosssesquialter 3-fach 5 1/3′ + 3 1/5′ + 16/9′

Cornet 5-fach 8′

Grossmixtur 4-fach 2 2/3′ in der Zusammenstellung verändert

Kleinmixtur 3-fach 1 1/3′ in der Zusammenstellung verändert

Trompete 8′ aus ehem. Span.Trompete

Spanische Trompete 16′ neu Ext. aus der Spanischen Trompete 8′ (ab c° 8′)

Spanische Trompete 8′ neu

Tremulant

 

II Oberwerk im SW C – g”’

Bordun 16′

Holzprincipal 8′

Rohrpommer 8′

Salicional 8′

Voix céleste 8′ ab c°

Octave 4′

Ital. Principal 4′

Spitzflöte 4′

Blockflöte 2′

Sesquialtera 2-fach (Septime entfernt)

Sextan 2-fach 16/11′ + 1 1/7′

Mixtur 4-6 fach 2′ in der Zusammenstellung verändert

Oktavzimbel 3-fach 1/2′ + 1/4′ + 1/8′

Trompette harmonique 8′

Hautbois 8′

Messingschalmei 4′

Tremulant

 

III Brustwerk im SW C – g”’

Gedackt 8′

Rohrflöte 4′

Rohrnasat 2 2/3′

Principal 2′

Terz 1 3/5′

Gemsquinte 1 1/3′

Nachthorn 1′

Zimbel 4-fach 1/3′

Sordun 16′

Vox humana 8′

Tremulant

Glockenspiel

IV Chororgel C – f”’

Gedackt 8′ I

Principal 4′ I

Gedacktflöte 4′ I

Offenflöte 2′ I

Mixtur 3-fach 2′ I

Regal 16′ II (horizontal)

Regal 8′ II (horizontal)

Tremulant

Spanische Trompete 16′ Tr. I – neu Ext. aus der Spanischen Trompete 8′ (ab c° 8′)

Spanische Trompete 8′ Tr. I – neu

Die Spanischen Trompeten konnten nur vom Spieltisch der Hauptorgel bedient werden

Pedal C – f’

Principal 16′

Flötenbass 16′

Untersatz 16′

Quinte 10 2/3′ Zusatzlade

Oktave 8′

Gedackt 8′

Choralbass 4′ (aus vierfachem Chor)

Flöte 4′

Hintersatz 3-fach 2 2/3′ (drei Chöre aus vierfachem Choralbass)

Basszink 4-fach 5  1/3′ + 3 1/5′ + 2 2/3′ + 2 2/7′

Posaune 16′

Trompete 8′

Clairon 4′

Spanische Trompete 16′ Tr. I – neu Ext. aus der Spanischen Trompete 8′ (ab c° 8′)

Spanische Trompete 8′ Tr. I – neu

 

Pedal Chororgel C – f’

Subbass 16′ nur vom CO Spieltisch bespielbar

Disposition 1965 mit Abweichungen – Uwe Pape und Angaben der Kirchgemeinde

I Hauptwerk C – f”’

Quintadena 16′

Prinzipal 8′ Prospekt

Gemshorn 8′

Oktave 4′

Spillpfeife 4′

Quinte 2 2/3′

Ital. Principal 2′

Nonenkornett 3-fach  2 2/3′ (im Discant mit 5 1/3′ + 1 7/9′

(Grob) Mixtur 6-8 fach 1 1/3′

Tremulant

II Oberwerk C – f”’

Rohrpommer 8′

Ital. Prinzipal 4′ Prospekt

Blockflöte 2′

Sesquialtera 3-fach 2 2/3′ + 1 3/5′ + 1 1/7′

Grobmixtur 4-6 fach 2′

Oktavzimbel 3-fach 1/2′ + 1/4′ + 1/8′

Sordun 16′

Spanische Trompete 8′

Schalmei 4′

Tremulant

III Brustwerk C – f”’

Gedackt 8′

Rohrflöte 4′

Rohrnasat 2 2/3′

Prinzipal 2′

Terznone 1 3/5′ + 8/9′

Gemsquinte 1 1/3′

Siebenquart 1 1/7′ + 16’/19′

Zimbel 4-fach 1/2’+ 1/3’+ 1/4’+ 1/6′

Vox humana 8′

Tremulant

Pedal C – f’

Prinzipal 16′ Prospekt

Untersatz 16′

Prinzipal 8′

Gedackt 8′

Flöte 4′

Basszink 4-fach 5  1/3′ + 3 1/5′ + 2 2/3′ + 2 2/7′

Choralbass 4-fach 4′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′

Posaune 16′

Clairon 4′

Tremulant

Bei Pape wird der Manualtonumfang C – f”’ angegeben, was entgegen der Verwirklichung der meisten Projekte Bornefelds spricht. Jedoch wurde die Chororgel später mit dem Umfang bis f”’ verwirklicht, obschon der viermanualige Spieltisch der Hauptorgel bis g”’ ausgebaut war.

Spielhilfen

128 fache Setzeranlage mit einer verschliessbaren Ebene

Linke Seite:
Klappfach oben – Sequenzer vorwärts/rückwärts, 1 – 8

Rechte Seite:
Klappfach oben – Card (Speichersytem Remo-Card) L, S (Setzer) mit Schliessebene, 65/128 (Hauptorgel Einschaltung), CHo an (Chororgel an), FOan (Fernorgel an), Licht, mech. BW/HW el. (Umstellung Traktur BW/HW)

Linke Registerstaffel:
Koppel RP/HW, Koppel OW/HW, Koppel BW/HW, Koppel Chr.-O./HW
Koppel RP/Ped., HW/Ped., OW/Ped., BW/Ped., OW 4’/Ped.

Rechte Registerstaffel:
Koppel Superoct. Fernw.
Koppel BW/OW, Koppel Chr.-O./OW
Zimbelstern RP, Glockenspiel BW (f° – d”’), Glockenspiel Ped., Vogelgesang

Spieltisch Druckknöpfe unter Manual I: S (Setzer), A – H, T (Tutti), Z.ab (Zungen ab), Sequenzer vorwärts/rückwärts, 1 – 8, 0

Fuß: Eisentritt Schweller Fernwerk, RP/P, RP/HW, HW/P, OW/HW, OW/P, BW/HW, BW/P, Sequenzer vorwärts, Schwelltritte OW und BW, 1 – 8

Spielhilfen Chororgel

II – I, II – P, I – P als Fussrasten

Spielhilfen Spieltisch Rückpositiv

Keine – rechts befindet sich eine separate Motorschaltung “Ein Aus”

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Spielhilfen 1965 / 1971

II/I, III/I, I/P, II/P, III/P als Registerschaltungen und Pistons, 2 freie Kombinationen, freie Pedalkombinationen
Die Koppeln konnten den einzelnen freien Kombinationen und Pedalkombinationen mit separierten Schaltungen auf der rechten Spieltischseite zugeschaltet werden. Ursprünglich war das Brustwerk nicht im Schwellkasten. Ab 1971 kam der Umbau zum schwellbaren Brustwerk mit entsprechendem Fusstritt.

Spielhilfen ab 1988

II/I, III/I (mechanisch und elektrisch), IV/I, III/II, I/P, II/P, III/P, III/P 4′, 64-fache elektronische Setzeranlage mit Sequenzer, Schwelltritt III
(A-H bzw. 1-8 sind als Pistons und Druckknöpfe unter dem ersten Manual mit Sequenzern schaltbar)
Die Chororgel ist mit den Buchstaben A (erstes Manual) und B (zweites Manual) am Hauptspieltisch versehen.

Gebäude oder Kirchengeschichte

1772 Bau der Wilmersdorfer Dorfkirche für die evangelische Gemeinde.
Nach 1897 bis 1912 entstehen im Stadtteil Wilmerdorf neue Kirchen, welche die stark wachsenden Gemeinden nur schwer fassen können.
1913 Einweihung des Gemeindehauses im Rheingaubereich.
1924 Erwerb eines grösseren Grundstückes.
1935 – 1936 Bau der Lindenkirche nach Plänen des Architekten Carl Theodor Brodführer (Berlin) als einfach gehaltene, einschiffige und schlichte Predigtkirche mit angebautem Glockenturm, Gemeindehaus, Pfarr/Wohnhaus und Kirchensaal. Im Turmbereich wird später eine Art Kapelle eingerichtet. Die Kirche wurde am 24. Mai 1936 zusammen mit der neu erbauten Steinmeyer-Orgel eingeweiht. Die Kirche ist ein klassisches Zeugnis der Kirchbauarchitektur der 1930er Jahre.
1942 Abgabe der Kirchenglocken zu Rüstungszwecken bis auf eine kleine historische Glocke.
1943 wird die Orgel ausgelagert und die Kirche kurze Zeit später in den ersten Märztagen weitestgehend durch Kriegseinwirkung zerstört. Auch die angrenzenden Gebäude werden massiv beschädigt. Die Gemeinde nutzt in den ersten Jahren nach dem Krieg das ursprünglich erbaute Gemeindehaus, welches noch nutzbare Räume bieten konnte.
1948 Feier der Gottesdienste im kleinen Gemeindesaal.
1951 wird die wieder aufgebaute Kirche am 06. Mai eingeweiht. Die Gestaltung wurde beim Wiederaufbau nur geringfügig verändert, auch die beschädigten Anbauten werden wieder errichtet. Den Krieg überstanden hatten die Keramikwand im Chorraum, die frei hängende Kanzel, der Taufstein vom Berliner Bildhauer Albert Felix Kupsch und ein monumentales Kruzifix des Bremer Künstlers Ernst Gorsemann.
1953 entsteht das dreigeteilte Altarfenster des Künstlers und Malers Adolf Dahle (Berlin), welcher ein Jahr später verstarb. Daher übernahm Herrmann Kirchberger die spätere Gestaltung der weiteren Fenster im Kirchenraum aus der Zeit um 1960.
1957 werden zu der erhaltenen Glocke aus der Zeit um 1560 vier neue Glocken von Giesser Franz Otto (Bremen) gegossen und aufgezogen – Nominale d’ + f’ + g’ (historisch) + a’+ c”.
1983 und 2000 Umgestaltung der Kapelle im Turmbereich.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt & Roman Hägler
Orgelgeschichte: Eigene Bestandesaufnahme 2021, Bericht Orgelbau Bosch, Buch von Schwarz/Pape/Behrens/Bittcher: “500 Jahre Orgeln in Berliner Evangelischen Kirchen” und “Orgeln in Berlin” ISBN-13 : 978-3921140345, Buch ” Orgeln in Berlin” von Dr. Uwe Pape 2003 Pape-Verlag – ISBN 13: 9783921140628 Musikal. Gottesdienst 1986 Brita Schmidt-Essbach
Kirchengeschichte: Informationen der Kirchgemeinde vor Ort, Auszug aus dem Wikipedia-Artikel mit Informationen von Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin, Günther Kühne, Karl-Heinz Metzger, Georg Dehio und Klaus-Dieter Wille
Glockenklang – Ev. Lindenkirche Berlin-Wilmersdorf Glocken: User Berliner Glockenfan auf Youtube – Kanal
Orgelmusik – Das alte Jahr vergangen ist / J.S.Bach BWV 614 / Lindenkirche Beriln, Wilmersdorf: User Dimitri Dimitrov auf Youtube – Kanal

Internetauftritt der Kirchgemeinde

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