FACEBOOK   INSTAGRAM   YOUTUBE

Orgel: Berlin Mitte – St. Marien – (Marienkirche)

Gebäude oder Kirche

St. Marien

Konfession

Evangelisch

Ort

Berlin - Mitte

Postleitzahl

10178

Bundesland / Kanton

Berlin

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Vorgängerorgeln:

Vor 1469 – Orgelneubau I/10

um 1557 – Orgelneubau, vermutlich durch Anthonius Mors (Antwerpen) I/10

1577 bis 1578 – Orgelneubau durch Orgelbau Friedrich Trebbow (Berlin) Zweimanualig

1612 – Reparatur der Bälge durch Martin Grabow

1616, 1625, 1634, 1638 und 1639 – Reparaturen durch Martin Grabow

1670 – Reparatur durch Christoph Werner (Berlin)

Derzeitige Orgel:

„Diese Orgel habe ich, Joachim Wagner, aus Charo im Herzogtum Magdeburg gebürtig, im 30. Jahre meines Alters, nämlich Anno 1720 und 1721, als mein Erstes Werk und Meyster-Stück erbauet… Ich hatte dieses Werk wegen anfang viele Neider, Lästerer und Verfolger, doch soll dies Werk den Meister loben und jene alle Zuschanden machen.“

1720 bis 1723 – mechanische Schleifladenorgel, erbaut durch Orgelbau Joachim Wagner (Berlin) III/40

1723 – Einweihung

1742 – Gehäuse von Johann Georg Glume wurde von Paul de Ritter fertiggestellt

1768 – Instandsetzung durch Ernst Marx (Berlin), dabei geringe Umdisponierung im Unterwerk.

1800 bis 1801 – Umbau durch Johan Friedrich Falckenhagen (Berlin) III/26. 1400 von 2556 Orgelpfeifen wurden auf Anweisung von Georg Joseph Vogler ausgebaut und an die Hedwigskathedrale abgegeben.

1829 – Rekonstruktion der ursprünglichen Registeranzahl, Umbau und Dispositionsänderung durch Orgelbau Carl August Buchholz (Berlin). Das Hinterwerk wurde mit einem Schweller versehen.

1892 bis 1894 – werden die Emporen abgebrochen und eine neue Empore gebaut, anschließend Umbau durch Heinrich Schlag & Söhne (Schweidnitz) nach Plänen von Otto Dienel (Berlin) III/53. Dieses Werk besaß Schleif- und Kegelladen, mechanische und pneumatische Traktur. Von den alten Stimmen wurden 19 ganz und 14 zum Teil übernommen.

1908 – Spieltisch von Schlag & Söhne kommt in das Musikhistorische Museum von Wilhelm Heyer in Köln. Orgelneubau mit röhrenpneumatischen Kegelladen durch Orgelbau Wilhelm Sauer (Frankfurt Oder) III/57. Das Gehäuse und 20 Register von Joachim Wagner werden wieder verwendet. Denkmalwürdige Veränderungen am barocken Gehäuseprospekt der Berliner Bildhauer Johann Georg Glume und Paul de Ritter

3.2.1945 – schwere Beschädigung durch Kriegseinwirkung

1947 bis 1949 – Elektrifizierung und Dispositionsänderung durch Alexander Schuke (Potsdam). Annäherung der Disposition am alten barocken Klangprinzip

1957, 1970 und 1985 – weitere Versuche das Klangbild an das barocke Vorbild anzunähern.

1984 – Bau eines neuen fahrbaren Spieltisches

1986 bis 1987 – Dispositionsänderung durch VEB Potsdamer-Schuke-Orgelbau

Winter 1996 – schweren Schäden

2002 – Rekonstruktion der Wagnerorgel von 1721 durch Orgelbau Alfred Kern & Söhne (Straßburg) III/40. Alle Kanäle, Windladen und die Balganlage wurde nach Vorlage erhaltender Wagner-Orgeln rekonstruiert. Modernisiert wurden lediglich der Tonumfang und 5 zusätzliche Register nach Vorbild Wagners nachgebildet.

Orgelkonzerte und Führungen: Termine

Disposition

Disposition von 2002

I Hauptwerk C – f“‘

Bordun     16′
Principal     8′
Rohrflöt     8′
Viole di Gambe     8′
Octav     4′
Spitzflöt     4′
Qvinta     3′
Octav     2′
Scharff 5 fach 1 ½′
Cimbel 3 fach     1′
Cornet 5 fach (ab c1)     8′
Fagott     16′ – neu seit 2002
Trompet     8′

II Oberwerk C–f“‘

Qvintadena     16′
Principal     8′
Gedackt     8′
Salicional     8′ – neu seit 2002
Octav     4′
Fugara     4′
Nassat     3′
Octav     2′
Tertie     1 3/5′
Sifflöt 1′
Mixtur 4 fach   1 ½′
Oboe     8′ – neu seit 2002
Tremulant

III Hinterwerk C – f“‘

Gedackt     8′
Qvintadena     8′
Octav     4′
Rohrflöt     4′
Octav     2′
Waldflöt     2′
Qvinta     1 ½′
Cimbel 3 fach 1′
Echo zum Cornet 5 fach
Vox humana     8′
Tremulant

Pedal C–d‘

Principal-Bass     16′
Violon     16′
Octav-Bass    8′  – neu seit 2002
Gembßhorn     8′
Qvinta     6′
Octav     4′
Mixtur 6 fach     2′
Posaune     16′
Trompet-Bass     8′
Cleron     4′     – neu seit 2002

Disposition von 1990

 Hauptwerk C – c““

Gedackt 16′

Prinzipal 8′

Rohrflöte 8′

Viol di Gamba 8′

Oktave 4′

Nachthorn 4′

Quinte 2 2/3′

Oktave 2′

Waldflöte 2′

Cornett 5 fach

Mixtur 4 fach

Scharff 6 fach

Trompete 16′

Trompete 8′

 Hinterwerk C – c““

Rohrflöte 16′

Prinzipal 8′

Gedackt 8′

Quintadena 8′

Oktave 4′

Rohrflöte 4′

Nassat 2 2/3′

Oktave 2′

Sifflöt 1′

Sesquialtera 2 fach

Scharff 6 fach

Dulcian 16′

Vox humana 8′

Tremulant

Oberwerk C – c““

Quintadena 16′

Prinzipal 8′

Gedackt 8′

Koppelflöte 8′

Oktave 4′

Blockflöte 4′

Nassat 2 2/3′

Nachthorn 2′

Terz 1 3/5′

Quinte 1 1/3′

Septime 1 1/7′

Mixtur 5 fach

Cymbel 3 fach

Fagott 16′

Trompete 8′

Clarine 4′

Tremulant

Pedal C – f‘

Prinzipal 16′

Offenbaß 16′

Subbaß 16′

Nassat 10 2/3′

Oktave 8′

Gemshorn 8′

Baßflöte 8′

Oktave 4′

Nachthorn 4′

Blockflöte 2′

Mixtur 8 fach

Posaune 16′

Trompete 8′

Clairon 4′

 

Disposition gemäss Contract und Ausführung von 1719

I Haupt Manual C, D, E, F – c“‘

Bordun 16′

Principal 8′

Rohrflöt 8′

Viole di gambe 8′

Octav 4′

Spitzflöt 4′

Quinta 3′

Octav 2′

Cornet 5-fach ab c‘

Scharff 5-fach 1 1/2′

Cimbel 3-fach 1′

Trompet 8′

II Ober Werk C, D, E, F – c“‘

Quintadena 16′

Principal 8′

Gedackt 8′

Octav 4′

Fugara 4′

Nassat 3′

Octav 2′

Tertie 2′

Siefflöt 1′

Mixtur 4-fach 1 1/2′

Vox humana 8′

III Hinter Werk C, D, E, F – c“‘

Gedackt 8′

Quintadena 8′

Octav 4′

Rohrflöt 4′

Octav 2′

Waldflöt 2′

Quinta 1 1/2′

Cimbel 3-fach 1′

Echo 5-fach

Pedal C, D, E, F – d‘

Principal Bass 16′

Violon 16′

Gembsshorn 8′

Quinta 6′

Octav 4′

Mixtur 6-fach 2′

Posaune 16′

Trompet 8′

 

Spielhilfen

Orgel 2002:

Koppeln: II/I, III/I, I/P – neu seit 2002

Sperrventil Hauptwerk, Zimbelstern

Stimmung: Neidhardt III („für eine große Stadt“)

Orgel 1990:

6 Normalkoppeln, 4 freie Kombinationen, 2 freie Pedal-Kombinationen, fahrbarer Spieltisch, Tutti

Spielhilfen 1719

2 Tremulanten, 1 Zimbelstern-Zug, Sperrventil für jede Lade

Gebäude oder Kirchengeschichte

3. Januar 1292 – erste urkundliche Erwähnung

1663 bis 1666 – Turmaufbau im Barock durch Michael Mathias Smids, nach Brandschäden

1789 bis 1790 – neogotische Umgestaltung des Turms durch Carl Gotthard Langhans

1893 bis 1895 – Restaurierung und Umgestaltung der Kirche durch Hermann Blankenstein

1938 – Kirche an Stadt Berlin abgegeben

Kriegsschäden durch Zweiten Weltkrieg, konnte nach dem Krieg aber als große Kirche genutzt werden

1969/1970 – Restaurierung, Eingangsportale aus räumlich getriebenem Kupfer von Berliner Kunstschmied und Metallbildhauer Achim Kühn

Anfahrt

Anfahrt

Hier ist eine Karte von Google Map eingebunden! Wenn Sie auf anzeigen klicken und die karte anzeigen lassen gelten die Datenschutzbestimungen von Google Maps.
Karte jetzt Anzeigen!

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Bilder + Disposition: Stefan Weyreder
Zusatzinformation: Organist Daniel Clark
Kirchengeschichte: Wikipedia
Orgelgeschichte: 500 Jahre Orgeln in Berliner Evangelischen kirchen

IMPRESSUM | Datenschutz | designed by st-reway.de