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Orgel: Berlin Mitte – St. Marien – (Marienkirche)

Gebäude oder Kirche

St. Marien

Konfession

Evangelisch

Ort

Berlin - Mitte

Postleitzahl

10178

Bundesland / Kanton

Berlin

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

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Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Vorgängerorgeln:

Vor 1469 Orgelneubau I/10
um 1557 Orgelneubau – vermutlich durch Anthonius Mors (Antwerpen) I/10
1577 – 1578 Orgelneubau durch Orgelbau Friedrich Trebbow (Berlin) II/?.
1612, 1616, 1625, 1634, 1638 und 1639 Reparaturen durch Martin Grabow (Berlin).
1670 Reparatur durch Christoph Werner (Berlin)
1691 – 1692 erneute Reparaturen durch Christoph Werner.
1705 Reparatur und 1720 Abbau des Werkes.

Derzeitige Orgel:

“Diese Orgel habe ich, Joachim Wagner, aus Charo im Herzogtum Magdeburg gebürtig, im 30. Jahre meines Alters, nämlich Anno 1720 und 1721, als mein Erstes Werk und Meyster-Stück erbauet… Ich hatte dieses Werk wegen am Anfang viele Neider, Lästerer und Verfolger, doch soll dies Werk den Meister loben und jene alle Zuschanden machen.”

1720 – 1723 mechanische Schleifladenorgel mit fest eingebautem Spieltisch, erbaut durch Orgelbauer Joachim Wagner (Berlin) III/40
1742 Gehäuse von Johann Georg Glume wurde von Paul de Ritter fertiggestellt – Reparatur durch Wagner.
1768 Instandsetzung des Werkes durch Orgelbauer Ernst Marx (Berlin), dabei geringe Umdisponierung im Unterwerk.
1800 – 1801 Umbau durch Orgelbauer Johann Friedrich Falckenhagen (Berlin) III/26. 1400 von 2556 Orgelpfeifen wurden auf Anweisung von Georg Joseph Vogler ausgebaut und an die Hedwigskathedrale abgegeben.
1829 Rückführung zur ursprünglichen Registeranzahl, Umbau und Dispositionsänderung durch Orgelbau Carl August Buchholz (Berlin). Das Hinterwerk wurde mit einem Schwellkasten versehen.
1892 bis 1894 – werden die Emporen abgebrochen und eine neue Empore gebaut, anschließend Umbau durch Heinrich Schlag & Söhne (Schweidnitz) nach Plänen des Komponisten und Organisten Otto Dienel (Berlin) III/53. Das Werk besaß fortan Schleif- und Kegelladen, mechanische und pneumatische Traktur. Von den alten Stimmen wurden 19 ganz und 14 zum Teil übernommen.
1908 Der Spieltisch von Schlag & Söhne kommt in das Musikhistorische Museum von Wilhelm Heyer in Köln. Orgelneubau mit röhrenpneumatischen Kegelladen durch Orgelbau Wilhelm Sauer (Frankfurt Oder) III/57. Das Gehäuse und 20 Register von Joachim Wagner werden wieder verwendet. Veränderungen am barocken Gehäuseprospekt der Berliner Bildhauer Johann Georg Glume und Paul de Ritter.
3.2.1945 schwere Beschädigung durch Kriegseinwirkung
1947 – 1949 Elektrifizierung und Dispositionsänderung durch Alexander Schuke (Potsdam). Annäherung der Disposition zum alten barocken Klangprinzip.
1957, 1970 und 1985 weitere Versuche das Klangbild an das barocke Vorbild anzunähern.
1984 Bau eines neuen fahrbaren Spieltisches
1986 – 1987 Dispositionsänderung durch VEB Potsdamer-Schuke-Orgelbau
2002 Rekonstruktion der Wagnerorgel von 1721 durch Orgelbau Alfred Kern & Söhne (Straßburg) III/40. Alle Kanäle, Windladen und die Balganlage wurden nach dem Vorbild erhaltender Wagner-Orgeln rekonstruiert. Modernisiert wurden lediglich der Tonumfang und 5 zusätzliche Register nach Vorbild Wagners nachgebaut.

Orgelkonzerte und Führungen: Termine

Disposition

Disposition von 2002

I Hauptwerk C – f”’

Bordun 16′

Principal 8′

Rohrflöt 8′

Viole di Gambe 8′

Octav 4′

Spitzflöt 4′

Qvinta 3′

Octav 2′

Scharff 5 fach 1 ½′

Cimbel 3 fach 1′

Cornet 5 fach (ab c1)     8′

Fagott 16′ neu seit 2002

Trompet 8′

II Oberwerk C–f”’

Qvintadena 16′

Principal 8′

Gedackt 8′

Salicional 8′ neu seit 2002

Octav 4′

Fugara 4′

Nassat 3′

Octav 2′

Tertie 1 3/5′

Sifflöt 1′

Mixtur 4 fach 1 ½′

Oboe 8′ neu seit 2002

Tremulant

III Hinterwerk C – f”’

Gedackt 8′

Qvintadena 8′

Octav 4′

Rohrflöt 4′

Octav 2′

Waldflöt 2′

Qvinta 1 ½′

Cimbel 3 fach 1′

Echo zum Cornet 5 fach

Vox humana 8′

Tremulant

Pedal C–d’

Principal-Bass 16′

Violon 16′

Octav-Bass 8′ neu seit 2002

Gembßhorn 8′

Qvinta 6′

Octav 4′

Mixtur 6 fach 2′

Posaune 16′

Trompet-Bass 8′

Cleron 4′ neu seit 2002


Disposition von 1990

 Hauptwerk C – c””

Gedackt 16′

Prinzipal 8′

Rohrflöte 8′

Viol di Gamba 8′

Oktave 4′

Nachthorn 4′

Quinte 2 2/3′

Oktave 2′

Waldflöte 2′

Cornett 5 fach

Mixtur 4 fach

Scharff 6 fach

Trompete 16′

Trompete 8′

 Hinterwerk C – c””

Rohrflöte 16′

Prinzipal 8′

Gedackt 8′

Quintadena 8′

Oktave 4′

Rohrflöte 4′

Nassat 2 2/3′

Oktave 2′

Sifflöt 1′

Sesquialtera 2 fach

Scharff 6 fach

Dulcian 16′

Vox humana 8′

Tremulant

Oberwerk C – c””

Quintadena 16′

Prinzipal 8′

Gedackt 8′

Koppelflöte 8′

Oktave 4′

Blockflöte 4′

Nassat 2 2/3′

Nachthorn 2′

Terz 1 3/5′

Quinte 1 1/3′

Septime 1 1/7′

Mixtur 5 fach

Cymbel 3 fach

Fagott 16′

Trompete 8′

Clarine 4′

Tremulant

Pedal C – f’

Prinzipal 16′

Offenbaß 16′

Subbaß 16′

Nassat 10 2/3′

Oktave 8′

Gemshorn 8′

Baßflöte 8′

Oktave 4′

Nachthorn 4′

Blockflöte 2′

Mixtur 8 fach

Posaune 16′

Trompete 8′

Clairon 4′

 

Disposition gemäss Contract und Ausführung von 1719

I Haupt Manual C, D, E, F – c”’

Bordun 16′

Principal 8′

Rohrflöt 8′

Viole di gambe 8′

Octav 4′

Spitzflöt 4′

Quinta 3′

Octav 2′

Cornet 5-fach ab c’

Scharff 5-fach 1 1/2′

Cimbel 3-fach 1′

Trompet 8′

II Ober Werk C, D, E, F – c”’

Quintadena 16′

Principal 8′

Gedackt 8′

Octav 4′

Fugara 4′

Nassat 3′

Octav 2′

Tertie 2′

Siefflöt 1′

Mixtur 4-fach 1 1/2′

Vox humana 8′

III Hinter Werk C, D, E, F – c”’

Gedackt 8′

Quintadena 8′

Octav 4′

Rohrflöt 4′

Octav 2′

Waldflöt 2′

Quinta 1 1/2′

Cimbel 3-fach 1′

Echo 5-fach

Pedal C, D, E, F – d’

Principal Bass 16′

Violon 16′

Gembsshorn 8′

Quinta 6′

Octav 4′

Mixtur 6-fach 2′

Posaune 16′

Trompet 8′

 

Spielhilfen

Orgel 2002:

Koppeln: II/I, III/I, I/P – neu seit 2002
Sperrventil Hauptwerk, Zimbelstern

Stimmung: Neidhardt III („für eine große Stadt“)

Orgel 1990:

6 Normalkoppeln, 4 freie Kombinationen, 2 freie Pedal-Kombinationen, fahrbarer Spieltisch, Tutti

Spielhilfen 1719

2 Tremulanten, 1 Zimbelstern-Zug, Sperrventil für jede Lade

Gebäude oder Kirchengeschichte

Um 1270 Baubeginn.
1294 erste urkundliche Erwähnung
1380 Wiederaufbau der Kirche nach Stadtbrand.
1415 Baubeginn Kirchturm.
1437 Bronzefünte von Hinrick von Magdeburg.
Um 1470 werden die Wandgemälde des Totentanzes und der Schutzmantelmadonna geschaffen.
Um 1540 Entfernung einiger Altäre im Zuge der Reformation.
1543, 1562 und 1663 Epitaphe.
1661 Beschädigung des Turmes durch Blitzschlag.
1663 bis 1666 – Turmaufbau im Barock durch Michael Mathias Smids, nach Brandschäden
1702 – 1703 Kanzel von Andreas Schlüter.
1726 Sühnekreuz an der Kirche.
1757 – 1762 Hauptaltar von Andreas Krüger mit einem Blatt von Christian Gerhard Rode aus dem Jahr 1761.
1789 – 1790 neogotische Umgestaltung des Turms durch Carl Gotthard Langhans.
1817 – 1818 Restaurierung der Kirche.
1893 – 1895 Restaurierung und Umgestaltung der Kirche mit einer Rückbesinnung zum gotischen Stil unter der Leitung des Architekten Hermann Blankenstein. Es wird eine Sakristei angebaut.
1938 Kirche wird an die Stadt Berlin abgegeben
Um 1940 Kriegsschäden, die Kirche konnte nach dem Krieg bereits wieder genutzt werden.
1969 – 1970 Restaurierung der Kirche, Eingangsportale aus räumlich getriebenem Kupfer von Berliner Kunstschmied und Metallbildhauer Achim Kühn

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Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien und Bilder Kirche und Orgel: Stefan Weyreder
Zusatzinformation: Organist Daniel Clark
Kirchengeschichte: Wikipedia Artikel basierend auf Forschungen von Gustav Leh, Jürgen Boeckh, Günther Kühne, Marianne Tosetti und André Schmitz.
Orgelgeschichte der Vorgängerorgeln: Bestandesaufnahme Horst Schmidt und Brita Schmidt-Essbach bei Konzert im Jahr 1988, Buch von Schwarz/Pape/Behrens/Bittcher “500 Jahre Orgeln in Berliner Evangelischen Kirchen” ISBN-13 : 978-3921140345
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Orgelmusik Video User ChoralBerlin auf Youtube – Orgel: Martina Kürschner
Video Kirche User sakralarchitektur auf Youtube Kanal
Internetauftritt der Marienkirche
Förderkreis Wagner-Orgel

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