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Orgel: Berlin Charlottenburg – Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Gebäude oder Kirche

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Konfession

Evangelisch

Ort

Berlin - Charlottenburg

Postleitzahl

10789

Bundesland / Kanton

Berlin

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1894 – 1895 Orgelneubau mit pneumatischen Kegelladen als Opus 660 von Orgelbau Wilhelm Sauer (Frankfurt Oder) IV/93.
1920 Erweiterung um ein Echowerk durch Orgelbau Wilhelm Sauer IV/103.
1938 Instandsetzung durch Erbauerfirma
22.11.1943 – Zerstörung der Kirche

Derzeitige Orgel

1958 – 1962 Schleifladenorgel mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur, erbaut als Opus 119 von Orgelbau Karl Schuke (Berlin) IV/63. Bei der Gestaltung des Orgelprospektes und des Aufbaus der Orgel nahm Architekt Egon Eiermann grossen Einfluss. So war es auch sein Wille, dass die Orgel Glaswände erhält und somit ein Einblick in die Teilwerke möglich ist.
1968 Elektrifizierung der Koppeln durch Orgelbau Karl Schuke
1978 Reparatur durch Orgelbau Karl Schuke
1985 geringfügige Dispositionsänderung durch Orgelbau Karl Schuke. Einige zeittypische Register wurden durch klassische Register ersetzt.
1986 Erneuerung der Setzeranlage
1988 Neuintonation der Spanischen Trompeten
2005 Renovierung.
2018 wird das Werk mit digitalen Registern und einen Midi-Synthesizer erweitert, welcher mittels eines Lautsprecherkonzeptes des Marke Teufel den Bass verstärken soll. Der Spieltisch wurde beibehalten, die Schaltungen für die digitalen Register befinden sich auf einem Tableau oberhalb des Registerboards IV/63 (96).

Orgelführungen

Video von ChoralBerlin auf Youtube – Wolfgang Seifen an der grossen Orgel “Eine feste Burg”

Disposition

Schuke-Orgel mit digitalen Erweiterungen (rot) seit 2018

I Positiv C – g”’

Principal 8′

Rohrflöte 8′

Quintadena 8′

Gemshorn 8′

Gemshorn cel. 8′

Flûte à cheminée 8′

Oktave 4′

Blockflöte 4′

Koppelflöte 4′

Rohrpfeife 2′

Quinte 1 1/3′

Sesquialtera 2-fach 2 2/3′ + 1 3/5′

Mixtur 4-6 fach 1 1/3′

Cymbel 3-fach 1/4′

Fagott 16′

Trompete 8′

Oboe 8′

Corno di Basetto 8′

Tuba magna 8′

Schalmei 4′

Tremulant

II Hauptwerk C – g”’

Principal 16′

Montre 16′

Oktave 8′

Montre 8′

Flûte harm. 8′

Spielflöte 8′

Oktave 4′

Flûte octav. 4′

Nachthorn 4′

Rohrnasat 2 2/3′

Oktave 2′

Mixtur 6-8 fach 2′

Mixtur 4-fach 1′

Trompete 16′

Spanische Trompete 8′

Trompete 8′

Spanische Trompete 4′

 

III Schwellwerk C – g”’ (vor 2005 IV)

Gedacktpommer 16′

Bourdon 16′

Schwegel 8′

Montre 8′

Koppelflöte 8′

Flûte harmonique 8′

Gambe 8′

Viole de Gambe 8′ (vor 2005 Spitzgambe 4′)

Voix céleste 8′ ab c° (vor 2005 Unda maris 8′ ab c°)

Holzprincipal 4′

Oktave 4′

Flûte octaviante 4′

Hohlquinte 2 2/3′

Nachthorn 2′

Terz 1 3/5′

Gemshorn 1′

Rauschquinte 2-fach 1 1/3′

Fourniture 5-7 fach 2′

Bombarde 16′

Trompette harmonique 8′

Oboe 8′

Clarinette 8′

Voix humaine 8′

Clairon 4′

Cornettzug

Tremulant

IV Brustwerk im SW C – g”’ (vor 2005 III)

Holzgedackt 8′

Spitzgedackt 4′

Principal 2′

Oktave 1′ (vor 1985 Tertian 2-fach 1 ‘+ 16/19’)

Terzian 2-fach 1 3/5′ + 1 1/3′

Scharff 3-5 fach 1/2′

Krummhorn 8′

Vox humana 8′ (vor 1991 Rankett/Bärpfeife 16′)

Tremulant

Pedal C – f’

Contrabass 32′

Subbass 32′

Principal 16′

Contrabass 16′

Violon 16′

Contragambe 16′

Salicetbass 16′

Subbass 16′

Zartbass 16′

Quinte 10 2/3′ (vor 1985 offen)

Oktave 8′

Diapason 8′

Gedackt 8′ (vor 1985 Trichtergedackt 8′)

Cello 8′

Oktave 4′

Hohlflöte 4′

Feldpfeife 1′

Basssesquialtera 3-fach 5 1/3′ + 3 1/5′ + 2 2/7′

Mixtur 5-fach 2 2/3′

Contrabombarde 32′

Fagott 32′

Bombarde 16′

Posaune 16′

Fagott 16′

Trompete 8′

Spanische Trompete 4′

Spanisch Cornett 2′

 

Schuke-Orgel 1962 mit Veränderungen in Klammern (1985, 1991 und 2005)

I Positiv C – g”’

Principal 8′

Rohrflöte 8′

Quintadena 8′

Oktave 4′

Blockflöte 4′

Rohrpfeife 2′

Quinte 1 1/3′

Sesquialtera 2-fach 2 2/3′ + 1 3/5′

Mixtur 4-6 fach 1 1/3′

Cymbel 3-fach 1/4′

Fagott 16′

Oboe 8′

Schalmei 4′

Tremulant

II Hauptwerk C – g”’

Principal 16′

Oktave 8′

Spielflöte 8′

Oktave 4′

Nachthorn 4′

Rohrnasat 2 2/3′

Oktave 2′

Mixtur 6-8 fach 2′

Mixtur 4-fach 1′

Trompete 16′

Spanische Trompete 8′

Trompete 8′

Spanische Trompete 4′

 

III Schwellwerk C – g”’ (vor 2005 IV)

Gedacktpommer 16′

Schwegel 8′

Koppelflöte 8′

Viole de Gambe 8′ (vor 2005 Spitzgambe 4′)

Voix céleste 8′ ab c° (vor 2005 Unda maris 8′ ab c°)

Holzprincipal 4′

Hohlquinte 2 2/3′

Nachthorn 2′

Terz 1 3/5′

Gemshorn 1′

Rauschquinte 2-fach 1 1/3′

Fourniture 5-7 fach 2′

Trompette harmonique 8′

Clairon 4′

Cornettzug

Tremulant

 

IV Brustwerk im SW C – g”’ (vor 2005 III)

Holzgedackt 8′

Spitzgedackt 4′

Principal 2′

Oktave 1′ (vor 1985 Tertian 2-fach 1 ‘+ 16/19’)

Terzian 2-fach 1 3/5′ + 1 1/3′

Scharff 3-5 fach 1/2′

Krummhorn 8′

Vox humana 8′ (vor 1991 Rankett/Bärpfeife 16′)

Tremulant

Pedal C – f’

Principal 16′

Subbass 16′

Quinte 10 2/3′ (vor 1985 offen)

Oktave 8′

Gedackt 8′ (vor 1985 Trichtergedackt 8′)

Oktave 4′

Hohlflöte 4′

Feldpfeife 1′

Basssesquialtera 3-fach 5 1/3′ + 3 1/5′ + 2 2/7′

Mixtur 5-fach 2 2/3′

Fagott 32′

Posaune 16′

Trompete 8′

Spanische Trompete 4′

Spanisch Cornett 2′

 

Sauer Orgel Disposition 1895

Hauptwerk C – g”’

Prinzipal 16′

Bourdon 16′

Prinzipal 8′

Doppelflöte 8′

Geigenprinzipal 8′

Flute harmonique 8′

Viola da Gamba 8′

Gedackt 8′

Gemshorn 8′

Quintaden 8′

Oktave 4′

Spitzflöte 4′

Fugara 4′

Rohrflöte 4′

Rauschquinte 2 2/3′ + 2′

Piccolo 2′

Mixtur 3 fach

Scharf 5 fach

Cornett 3 – 4 fach

Bombarde 16′

Trompete 8′

Clarine 4′

II Manual C – g”’

Prinzipal 16′

Gedackt 16′

Prinzipal 8′

Spitzflöte 8′

Salicional 8′

Traversflöte 8′

Rohrflöte 8′

Lieblich Gedackt 8′

Dolce 8′

Oktave 4′

Flute octaviante 4′

Gemshorn 4′

Flauto dolce 4′

Quinte 2 2/3′

Oktave 2′

Zartflöte 2′

Mixtur 4 fach

Cornett 3 fach

Tuba 8′

Cor anglais 8′

III Manual C – g”’ (Schwellwerk)

Lieblich Gedackt 16′

Quintaden 16′

Prinzipal 8′

Konzertflöte 8′

Schalmei 8′

Gedackt 8′

Aeoline 8′

Voix cèleste 8′

Quintaden 8′

Prästant 4′

Traversflöte 4′

Quintanden 4′

Viola 4′

Nasard 2 2/3′

Flautino 2′

Harm. aeth. 3 fach

Cornett 3 fach

Trompette harm. 8′

Oboe 8′

Vox humana 8′

IV Manual C – g”’ – Fernwerk, 1897

Quintatön 16′

Prinzipal 8′

Spitzflöte 8′

Bourdon 8′

Gamba 8′

Voix cèleste 8′

Oktave 4′

Spitzflöte 4′

Trompete 8′

Vox humana 8′ mit seperaten Tremolant

 

Pedal C – f’

Untersatz 32′

Prinzipal 16′

Violon 16′

Subbaß 16′

Salicetbaß 16′

Lieblichgedackt 16′

Quintbaß 10 2/3′

Prinzipal 8′

Violoncello 8′

Baßflöte 8′

Dulciana 8′

Gedacktquint 5 1/3′

Oktave 4′

Terz 3 1/3′

Erweiterung Echowerk 1920

IV Manual C – g”’ – Echowerk

Quintatön 16′

Prinzipal 8′

Bourdon 8′

Dulciana 8′

Piffaro 8′

Spitzflöte 8′

Violine 8′

Vox angelica 8′

Dulziana 4′

Spitzflöte 4′

Oktave 4′

Zartquinte 2 2/3′

Flautino 2′

Terz 1 3/5′

Flageolett 1′

Trompete 8′

Vox humana 8′

Schwebung (Tremulant)

 

Spielhilfen

Ergänzungen 2018

Durch die digitale Erweiterung wurde eine neue Setzeranlage notwendig, welche ermöglicht, dass flexibel zusammenstellbare Quint- und Oktavkoppeln, Registerauszüge (z.B. Terzbass 6 2/5′ + Septime 4 4/7′) programmierbar sind. So können die Register digital erweitert werden.

Schuke-Orgel 1958-2005:

I/II, III/II, IV/II, IV/III, III/I, I/P, II/P, III/P, IIII/P, III/III 16′ (wirkt auch auf Pos./HW), III/III 4′ (wirkt auch auf Pos./HW), 256facher Setzerkombination auf 4 Ebenen, Sequenzer, Diskettenlaufwerk, Disk aus und einwerfen, I/II al., Video, Kamera 1/2
Spieltisch unter Klaviatur: S, A – H, Sequenzer, 1 – 8, R
Fuß: Zungen ab, Tutti, I/P, II/P, III/P, IIII/P, III/III 16′, III/III 4′, Schwelltritte III + IV, Sequenzer, I/II, III/II, IV/II, IV/III, III/I

Sauerorgel:

Manualkoppel II-I, III-I, III-II
Pedalkoppeln: I-P, II-P, II-P, Kollektivkoppel, sechs freie Kombinationen, Tutti, Registerrad (Walze), mit Absteller

Gebäude oder Kirchengeschichte

Mahnmal – Alte Kirche

Architekt: Franz Schwechten, Mitglied der Bauakademie und späterer königlicher Baurat.

22. März 1891 – Grundsteinlegung, die zur Ehrung Kaiser Wilhems I an dessen Geburtstag stattfand.
1. September 1895 – Einweihung, die Innengestaltung war mit Mosaikdarstellungen von Puhl & Wagner geprägt (Berlin-Neukölln).
1894 fünf Glocken der Giesserei Franz Schilling (Apolda) – Schlagtöne d°+ f°+ a°+ b°+ c’.
23. November 1943 – Brand und Zerstörung durch Luftangriffe.
1956 – Abriss des einsturzgefährdeten Chores.
1959 Renovierung der Turmuhr der alten Kirche, 2013 erneute Arbeiten an der Uhr mit Zubau von LED-Strahlern.
2010 – 2015 Renovierungsarbeiten am alten Kirchturm.

Die Reste der im zweiten Weltkrieg zerstörten alten Kirche sind nun ein Museum und Mahnmal mit kostenfreien Zugang. Im ehemaligen Eingangsbereich sind noch Mosaike von Hermann Schaper Ausführung Puhl & Wagner zu sehen. Den Triumphbogen schmückten Mosaike von Ernst Christian Pfannschmidt (Bad Lobenstein). Der beschädigte Chorraum wurde 1956 abgetragen.

Das neue Bauensemble:

1957 gewann Egon Eiermann den Architekturwettbewerb zum Bau einer neuen Kirche.
Zuerst war vorgesehen, die alten Kirchenreste zu entfernen, doch das löste eine Debatte aus, welche zum Kompromiss führte, die noch Heute erhaltene Ruine als Kriegsmahnmal zu belassen.
9. Mai 1959 – Grundsteinlegung
1960 Aufzug und Weihe von sechs Glocken der Giesserei Rincker (Sinn) – Schlagtöne g°+ b°+ c’+ d’+ es’+ f’.
17. Dezember 1961 – Einweihung. Der Innenraum besteht aus mehr als 20’000 unitären Glasfenstern, welche in der Werkstätte Gabriel Loire (Chartre/Frankreich) enstanden und von Harry Schütt und Detlef Graw eingesetzt wurden. Zwischen den Doppelwänden kann eine elektrische Beleuchtung eingeschaltet werden.
2009 bis 2017 – Renovierung
Oktogonales Kirchenschiff und ein rechteckiges Foyer im Westen der alten Kirchenruine.
Hexagonaler Glockenturm und rechteckige Kapelle östlich der alten Kirche.

Im Berliner Volksmund:

Puderdose = achteckige Kirchenschiff
Lippenstift = Glockenturm
Hohler Zahn = Kirchenruine

Glockenvideo von User Engerlingraucher auf Youtube

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Bilddateien Kirche und Orgel: Stefan Weyreder und Vincci Ong (Vincci Ong Instagram Link)
Orgelgeschichte: Buch von Schwarz/Pape/Behrens/Bittcher – “500 Jahre Orgeln in Berliner Evangelischen Kirchen” ISBN: 392114034X (ISBN-13: 9783921140345)
Kirchengeschichte: Wikipedia und Internetseite der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin
Kirchenmusik in der Gemeinde
Glockenvideo von User Engerlingraucher auf Youtube – Kanal
Video von ChoralBerlin auf Youtube – Wolfgang Seifen an der grossen Orgel “Eine feste Burg” – Kanal

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