Orgel: Altdorf – Kapelle St. Karl Borromäus im Kollegium Borromäum (heute Aula der Kantonalen Mittelschule Uri)
Für Anfragen kontaktieren Sie bitte das Orgel-Verzeichnis über das Kontaktformular.
Gebäude oder Kirche
Kapelle St. Karl Borromäus im Kollegium Borromäum (heute Aula der Kantonalen Mittelschule Uri)Konfession
ehem. Katholisch (Benediktiner) / weltlich KantonsschuleOrt
AltdorfPostleitzahl
6460Bundesland / Kanton
Kanton UriLand
SchweizBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1906 – 1915 Nutzung eines Harmoniums zur Begleitung.
Derzeitige Orgel
1915 pneumatische Taschenladenorgel (stehende Taschen) mit mittig freistehendem Spieltisch, erbaut unter Verwendung älterer Register aus Lagerbestand als Opus 442 von Goll & Co. Orgelbaugeschäft (Luzern) II/10 + 1 Abschwächung. Die Orgel wurde in einem zweiten Bauabschnitt für eine Erweiterung auf 15 Register plus Windabschwächung vorgesehen. Jedoch wäre diese Erweiterung anhand der vollständig ausgeschöpften Platzverhältnisse nicht ausführbar gewesen. Die Expertise wurde vom Altdorfer Orgelexperten Josef Dobler und Pater Dahinden aus Engelberg geführt.
1942 Ausreinigung durch den Luzerner Orgelbauer Konrad Gschwend.
1962 geringfügige Umdisponierung und Nachintonation der Schwebung durch Orgelbau Goll & Cie. (Luzern).
2001 Generalrevision durch Orgelbau Lifart & Cäcilia Orgelbau AG (Emmen).
Disposition
Disposition seit 1962
I Hauptwerk C – g“‘Principal 8′ Prospekt Rohrflöte 8′ Gamba 8′ Vogara 4′ 3 Vacate
|
II Echo (Schwellwerk) C – g“‘Concertflöte 8′ Viola 8′ Voix céléste 8′ ab c° Traversflöte 4′ Super-Octave 2′ – 1962 Tremolo II 1 Vacat
|
Pedal C – f‘Echobass 16′ Abschw. Subbass Subbass 16′ 1 Vacat
|
Disposition 1915 -1962
I Hauptwerk C – g“‘Principal 8′ Prospekt Rohrflöte 8′ * Gamba 8′ * Vogara 4′ * 3 Vacate
|
II Echo (Schwellwerk) C – g“‘Concertflöte 8′ Viola 8′ Aeoline 8′ * Voix céléste 8′ ab c° Traversflöte 4′ Tremolo II 1 Vacat
|
Pedal C – f‘Echobass 16′ Abschw. Subbass Subbass 16′ 1 Vacat
|
*aus Lagerbestand
Geplanter Ausbau 1915
I Hauptwerk C – g“‘Echo-Bourdon 16′ Principal 8′ Prospekt Rohrflöte 8′ * Gamba 8′ * Dolce 8′ Vogara 4′ * Rauschquinte 2 2/3′
|
II Echo (Schwellwerk) C – g“‘Liebl. Gedeckt 8′ Concertflöte 8′ Viola 8′ Aeoline 8′ * Voix céléste 8′ ab c° Traversflöte 4′ Tremolo II
|
Pedal C – f‘Echobass 16′ Abschw. Subbass Subbass 16′ Flötbass 8′
|
Spielhilfen
1 freie Combination
Tremolo II, 1 Vacat SW, Unteroctav-Koppel II.M. (ab c°), Oberoctav-Koppel II.M. (g““), Melodie-Koppel I.-II.M., Pedal-Koppel II, Doppeloctav-Koppel im Ped., Pedal-Koppel I, 1 Vacat Pedal, Unteroctav-Koppel II.Z.I.M. (ab c°), Manual-Koppel II. Z. I., Oberoctav-Koppel II.Z.I.M. (g““), 3 Vacate Hauptwerk als Registerwippen
Linke Seite: Auslösung autom. Pedal-schaltung als Zug
Rechte Seite: Glocke (Calcant)
Spieltisch Druckknöpfe unter Manual I: Freie Combination (an), Auslöser, P., MF., F., FF.
Fuß: Freie Combination (an), Auslöser, P., MF., F., FF. als Tritte, Echo II (Schwelltritt), Rollschweller (Walze als Tritt)
Gebäude oder Kirchengeschichte
1733 Nutzung der Gebäude auf dem Areal als Kornmagazin und Zeughaus.
1903 – 1906 Umbau der bestehenden Gebäude zu einer Schule, welche von Benediktinern geleitet wird. 1906 wird auch die angebaute Jugendstil-Kapelle St. Karl Borromäus als einschiffiger Saalbau geweiht.
Die Hauptaltar mit der Christusdarstellung und die beiden Seitenaltäre (Marien- und Benediktusaltar) wurden wie die Darstellung der heiligen Cäcilia (oberhalb des Orgelprospektes) nach Plänen von Carl Joseph Leuch (Zürich) erschaffen und die Altäre später durch einen bayrischen Meister verändert. Die Beichtstühle und Sitzbänke sind im Neorokoko-Stil erschaffen worden. Die Fenster stammen vom Atelier Holenstein (Rorschach).
2002 Restaurierung der Kapelle, welche nach der Leitungsaufgabe der Benediktiner im Jahr 1981 fortan auch für weltliche Veranstaltungen genutzt wird. Die zeitgemässe Neugestaltung des Raumes oblag den Planungen von Johann Müller.
2012 wird zeitweise die Bibliothek in der Kapelle untergebracht. Die Kirche ist immer noch komplett ausgestattet und weist beeindruckende Altäre aus der Bauzeit aus. Anhand moderner Elemente können die Altäre mit Trennwänden verdeckt werden. Die Bänke sind einer neuzeitlichen flexiblen Bestuhlung gewichen. Die beiden Glocken des Dachreiters befinden sich vor dem Seiteneingang der Kapelle ausgestellt.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Roman Hägler, Johannes Pommer und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben des Staatsarchivs Uri und der Universität Bern „Schweizer Kirchenbautag“
Orgelgeschichte: Orgelarchiv Schmidt – eigene Sichtung und Spiel am 31. Juli 2017 und 25. April 2021




Deutschland
Schweiz
Österreich
Andere