FACEBOOK   INSTAGRAM   YOUTUBE

Orgel: Alpirsbach – Evangelische Kirche (ehemalige Klosterkirche St. Nikolaus der Benediktinerabtei)

Gebäude oder Kirche

Evangelische Kirche (ehemalige Klosterkirche St. Nikolaus der Benediktinerabtei)

Konfession

Evangelisch

Ort

Alpirsbach

Postleitzahl

72275

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Kapitelsaal mit Steinmeyer-Positiv



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

16. Jahrhundert wird für eine Orgel im Kloster gesammelt.
Um 1920 Orgelneubau einer pneumatischen Orgel durch Orgelbauer Friedrich Weigle (Echterdingen), an dieser Orgel spielt im Jahr 1928 Albert Schweitzer ein Orgelkonzert.

1941 Bau einer mechanischen Kleinorgel mit Schleifladen, wohl ursprünglich als Chororgel, als Opus 1710 von Orgelbau G.F.Steinmeyer & Co (Oettingen/Bayern) I/5 ohne Pedal mit Tretvorrichtung. Diese Orgel ist 2020 erhalten und steht im Kapitelsaal des Klosters. Diese Orgel stand ab 1965 einige Jahre in der Kirche Reutin, ehe sie zurück in den Kapitelsaal versetzt wurde.
1958 erhält der katholische Saal im ehemaligen Refektorium (Pfarrirche St. Benedikt) eine neue Orgel der Werkstätte Gebrüder Späth (Mengen-Ennetach) als Opus 671 II/14 – ein Ersatz dieser Orgel ist 2020 geplant.

1964 Schleifladenorgel mit elektrischer Spiel- und Registertraktur, erbaut mit freistehendem Spieltisch auf einer südlichen Emporenkammer als Opus 4471 von Orgelbau E.F.Walcker & Cie (Ludwigsburg/Württemberg) Hauptorgel III/38 + Chororgel 8 Register mit eigenem Spieltisch – zusammen mit Hauptorgel III/44 + 1 Windabschwächung und ein akustisches Register.

Derzeitige Orgel

2009 Schleifladenorgel mit fest eingebautem Spieltisch, mechanischer Spiel- und mechanisch/elektrischer Doppeltraktur, erbaut von Orgelbau Claudius Winterhalter (Oberharmersbach) III/31 + 4 Extensionen. Die Orgel ist mittels einer Luftkissenkonstruktion (bestehend aus 12 Kissen) im Kirchenraum fahrbar von der Seite (Kreuz) bis zur Langhausmitte.

 

Orgelvideo – Toccata Schlafes Bruder, gespielt von Carmen Jauch an der Winterhalter-Orgel (User Thomas Radlwimmer Youtube)

Disposition

Winterhalter-Orgel

I Hauptwerk C – a“‘

Flaut Major 16′

Principal 8′

Rohrflöte 8′

Alpflöte 8′

Viola 8′

Octave 4′

Fugara 4′

Flöte 4′

Nasard 2 2/3′

Superoctave 2′

Waldflöte 2′

Terz 1 3/5′

Mixtur Major 5-fach 2′

Mixtur Minor 4-fach 1′

Trompete 8′

II Solowerk C – a“‘

Rohrflöte 8′ WS aus I

Viola 8′ WS aus I

Fugara 4′ WS aus I

Flöte 4′ WS aus I

Nasard 2 2/3′ WS aus I

Superoctave 2′ WS aus I

Waldflöte 2′ WS aus I

Terz 1 3/5′ WS aus I

Mixtur Minor 4-fach 1′ WS aus I

III Schwellwerk C – a“‘

Quintaton 16′

Geigenprincipal 8′

Doppelgedeckt 8′

Gamba 8′

Vox coelestis 8′ ab c°

Principal 4′

Traversflöte 4′

Flageolet 2′

Cornett 3-fach 2 2/3′

Trompette 8′

Oboe 8′

Clairon 4′

Pedal C – f‘

Untersatz 1-2 fach 32′  (C-H 16′ Subbass + 10 2/3′ eigene Pfeifen, ab c° Auszug aus Subbass)

Contrabass 16′

Subbass 16′

Octavbass 8′

Violonbass 8′ Ext. aus Contrabass 16′

Bassoctave 4′ Ext. aus Octavbass 8′

Posaune 16′

Trompete 8′ Ext. aus Posaune 16′

 

Walcker-Orgel 1964 – 2009

I Hauptwerk C – g“‘

Rohrgedeckt 16′

Prinzipal 8′

Flute harmonique 8′

Rohrpommer 4′

Rauschwerk 4-fach

Gross-Sesquialter 2-fach 5 1/3′ + 3 1/5′

Mixtur 6-8 fach 1 1/3′

Trompete 8′

II Schwellwerk C – g“‘

Spitzpfeife 8′

Rohrflöte 8′

Dolkan 4′

Nachthorn 4′

Waldflöte 2′

Gemsquinte 1 1/3′

Sesquialter 2-fach

Obertöne 3-fach

Mixtur 5-6 fach

Fagott 16′

Vox humana 8′ (Weigle)

Schalmei 4′

Tremulant

III Positiv C – g“‘

Gedackt 8′

Prinzipal 4′

Rohrflöte 4′

Sifflöte 2′

Oktävlein 1-2 fach 1′

Tremulant

III Chororgel C – g“‘

Schwegel 8′

Harfenprincipal 4′

Hohlflöte 4′

Schweizerpfeife 2′

Kornettino 3-fach

Mixtur 4-6 fach

Tremulant

Pedal Hauptorgel C – f‘

Untersatz 32′ (Subbass + Quintbass akustisch)

Prinzipalbass 16′

Subbass 16′

Zartbass 16′ Windabschwächung Subbass

Quintbass 10 2/3′

Oktavbass 8′

Flötenbass 8′

Rohrgedeckt 4′ Kleinpedal

Choralbass 4-fach 4’+ 2′ + 1 1/3’+ 1′ Kleinpedal

Hintersatz 5-fach 5 1/3’+ 3 1/5’+ 2 2/3’+ 1 3/5’+ 1 1/7′ Kleinpedal

Posaune 16′

Trompete 8′

Singend Cornett 2′ Kleinpedal

Tremolo Kleinpedal

Pedal Chororgel C – f‘

Gedecktbass 16′

Rauschbass 4-fach 5 1/3’+ 4’+ 2 2/3’+ 2 2/7′

 

Kapitelsaal Steinmeyer-Positiv

Manual C – c“‘

Gedeckt 8′ Bass/Discant

Flöte 4′ Bass/Discant

Principal 2′ Bass/Discant

Quinte 1 1/3′ Bass/Discant

Zimbel 2-fach Bass/Discant

 

Spielhilfen

Winterhalter Orgel

Oberhalb des dritten Manuals befindet sich die Digitalanzeige der Setzeranlage
Unterhalb des ersten Manuals: Sequenzer links/rechts
Rechte Seite: 2 Züge Expression (Züge für Vertikal- und Horizontalschweller)
Linke Seite: Tremulant III
Setzerschublade links: A – H, 1 – 8, S (Setzerknopf), Sequenzer links/rechts, Ebenen ab/auf, 0 (Rücksteller)
Fuss: III-II, III-I, II-I, III-P, II-P, I-P, Sequenzer rechts, Schwelltritte III (horizontal/vertikal), 16′ III-I, 4′ III-P

ehemalige Walckerorgel

2 freie Kombinationen, 2 zusätzliche freie Pedalkombinationen, Zungeneinzelabsteller, HR zu FK I, II
II/I, I/P, II/P, III/P, Pos/II, Pos/I, Pos/Ped., Chor/II, Chor I, Chor/Pedal
Spieltisch: II/I, I/P, II/P, III/P, Fr.Komb. II, Fr.Komb. I, Auslöser, Tutti, Handreg.ab, Pianop. II, Auslöer, Pianop.III, Zungen ab, Organo Pleno, Koppeln aus Walze
Fuss: Walze ab, Walze, Schwelltritte II und Chororgel, I/P, II/P, Pos/Ped, Chor/Ped.

Gebäude oder Kirchengeschichte

1095 besiedelten Mönche aus St. Blasien Alpirsbach und besassen eine steinerne kleine Klosterkirche.
1128 Weihe der grosszügig erbauten Klosterkirche St. Nikolaus. Aus dieser zeit stammt auch das besondere Tympanon am Westportal.
Um 1200 Entstehung der Kirchenbänke des Seitenschiffs.
1293 wird von einer Klosterschule berichtet.
1455 Auflösung des Konvents.
1471 Eintritt zur Melker Reform.
Um 1480 wird die Klosterkirche neu gestaltet und nach 1500 durch die Marienkapelle erweitert.
1480 – 1495 Errichtung des Kreuzganges und der Klausur.
15. Jahrhundert Umbau des Ostflügels der Klausur und Aufstockung des Kreuzganges.
Um 1520 Hochaltarschrein.
1534 Einführung der Reformation und infolge dessen Aufhebung des Klosters.
1548 – 1555 werden die Güter den Benediktinermönchen zurückgegeben, jedoch 1555 erneut der evangelischen Seite zugesprochen.
1556 – 1595 bestand eine Klosterschule, errichtet von Herzog Christoph.
1629 – 1648 kehren Mönche aus der Abtei Ochsenhausen zurück.
1648 wird das Kloster dem Herzogtum Württemberg zugesprochen und ein Jahr später die Leutkirche abgetragen.
1860 Entfernung von nachmittelalterlichen Einbauten.
1878 – 1881 Restaurierung der Klosterkirche mit neuer zeittypischer Ausmalung.
1917 Abgabe einer der drei bestehenden Kirchenglocken.
1923 und 1934 werden zwei Glocken gestiftet.
1941 Abgabe dreier Glocken zu Rüstungszwecken.
1949 – 1960 Beschaffung von neuen Glocken der Giesserei Kurtz.
1960 Rekonstruktion des Innenraumes und Rückführung zum schlichten ursprünglichen Zustand.
1995 Renovierung des Turmes.

Video – Besuch der Klosterkirche Alpirsbach (User Frau Struwwelisch auf Youtube)

Anfahrt

Anfahrt

Hier ist eine Karte von Google Map eingebunden! Wenn Sie auf anzeigen klicken und die karte anzeigen lassen gelten die Datenschutzbestimungen von Google Maps.
Karte jetzt Anzeigen!

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Rainer Ullrich
Orgelgeschichte: Orgelarchiv Schmidt und bestehendes Instrumente
Kirchengeschichte: Kirchgemeinde Alpirsbach und Wikipedia
Kirchenmusik in Alpirsbach
Kloster Alpirsbach – Seite mit Einblicken in das Areal und die Geschichte
Orgelvideo – Toccata Schlafes Bruder, gespielt von Carmen Jauch an der Winterhalter-Orgel (User Thomas Radlwimmer Youtube)
Video – Besuch der Klosterkirche Alpirsbach (User Frau Struwwelisch auf Youtube)

IMPRESSUM | Datenschutz | designed by st-reway.de