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Orgel: Alpirsbach – Evangelische Kirche (ehemalige Klosterkirche St. Nikolaus der Benediktinerabtei)

Gebäude oder Kirche

Evangelische Kirche (ehemalige Klosterkirche St. Nikolaus der Benediktinerabtei)

Konfession

Evangelisch

Ort

Alpirsbach

Postleitzahl

72275

Bundesland / Kanton

Baden-Württemberg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Ehemalige Weigle-Orgel (Jürgen Helmbrecht)

 

Kapitelsaal mit Steinmeyer-Positiv

 

Orgelvideo – Toccata Schlafes Bruder, gespielt von Carmen Jauch an der Winterhalter-Orgel (User Thomas Radlwimmer Youtube)

 

Video – Besuch der Klosterkirche Alpirsbach von User Frau Struwwelisch auf Youtube

 

Glockenvideo von User Palatinist auf Youtube – Alpirsbach (FDS) ev.Klosterkirche Plenum zum Einläuten des 4.Adventsonntages



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Anfang des 16. Jahrhunderts wird für eine Orgel im Kloster gesammelt.
Um 1710 Orgelneubau.
1729 Fassung des Gehäuses.
1836 Reparatur durch Orgelbau Gebrüder Engelfried (Rottenburg).
1883 (Juli) Renovierung, Erweiterung und Einbau eines neuen Gebläses als Opus 297 durch Orgelbauer Carl Gottlob Weigle (Stuttgart) I/15 – 3000 Mark.
1912 wird eine Stiftung für einen Orgelneubau ins Leben gerufen. Die erste Spende von einer Dame aus Königsfeld war für ein Fernwerk der bestehenden Orgel vorgesehen, wurde aber Grundstock zum Orgelneubau.
1912 01. September Weihe des Orgelneubaus einer röhrenpneumatischen Membranladenorgel mit elektropneumatischer Traktur für das Fernwerk als Opus 450 durch Orgelbauer Friedrich Weigle (Echterdingen). Abnahme 25. September 1912 durch Professor A.Gessner III/42 (44 vorgesehen – Spieltisch 150 Nummern) – 2678 Pfeifen – 18580 Mark. Der Entwurf des Gehäuses stammte von Marzin Elsässer. Das Kollaudationskonzert spielen die Organisten M.Braun (Strassburg) und Organist Binder (Alpirsbach) – Werke von Johann Sebastian Bach (Präludium und Fuge in G), Johann Ludwig Krebs (Ach Gott erhör mein Rufen), Adagio 2. Konzert von Zellner, Phantasie von Professor Gessner über ein geistliches Lied von Georg Friedrich Händel und Moritz Brosig (Präludium Es-Dur).
1928 Orgelkonzert mit Albert Schweitzer am 22. Juli.
1941 Bau einer mechanischen Kleinorgel mit Schleifladen, wohl ursprünglich als Chororgel, als Opus 1710 von Orgelbau G.F.Steinmeyer & Co (Oettingen/Bayern) I/5 ohne Pedal mit Tretvorrichtung. Diese Orgel ist 2020 erhalten und steht im Kapitelsaal des Klosters. Diese Orgel stand ab 1965 einige Jahre in der Kirche Reutin, ehe sie zurück in den Kapitelsaal versetzt wurde.
1958 erhält der katholische Saal im ehemaligen Refektorium (Pfarrkirche St. Benedikt) eine neue Orgel der Werkstätte Gebrüder Späth (Mengen-Ennetach) als Opus 671 II/14 – ein Ersatz dieser Orgel wurde im Jahr 2020 vorgenommen und eine gebrauchte Orgel der Firma Hendriksen & Reitsma aus dem Jahr 1978 aus der Maranathakerk, Prins Hendrikstraat 1 in Castricum durch die Erbauerfirma aufgestellt II/15.
1961 Pfingstmontag (23. Mai) wird die Weigle-Orgel zum letzten mal gespielt.
1963 Einweihung des Positives der neuen Orgel als ersten Bauabschnitt.
1964 Schleifladenorgel mit elektrischer Spiel- und Registertraktur, erbaut mit freistehendem Spieltisch auf einer südlichen Emporenkammer als Opus 4471 von Orgelbau E.F.Walcker & Cie (Ludwigsburg/Württemberg) Hauptorgel III/38 + Chororgel 8 Register mit eigenem Spieltisch – zusammen mit Hauptorgel III/44 + 1 Windabschwächung und ein akustisches Register. Einweihung am 1. Adventssonntag. Der Prospekt wurde von Dr. Walter Supper entworfen und die Disposition stammte von Liedicke.

Derzeitige Orgel

2009 Schleifladenorgel mit fest eingebautem Spieltisch, mechanischer Spiel- und mechanisch/elektrischer Doppeltraktur, erbaut von Orgelbau Claudius Winterhalter (Oberharmersbach) III/31 + 4 Extensionen. Die Orgel ist mittels einer Luftkissenkonstruktion (bestehend aus 12 Kissen) im Kirchenraum fahrbar von der Seite (Kreuz) bis zur Langhausmitte.

Disposition

Winterhalter-Orgel

I Hauptwerk C – a”’

Flaut Major 16′

Principal 8′

Rohrflöte 8′

Alpflöte 8′ horizontal ab b

Viola 8′

Octave 4′

Fugara 4′

Flöte 4′

Nasard 2 2/3′

Superoctave 2′

Waldflöte 2′

Terz 1 3/5′

Mixtur Major 5-fach 2′

Mixtur Minor 4-fach 1′

Trompete 8′

II Solowerk C – a”’

Rohrflöte 8′ WS aus I

Viola 8′ WS aus I

Fugara 4′ WS aus I

Flöte 4′ WS aus I

Nasard 2 2/3′ WS aus I

Superoctave 2′ WS aus I

Waldflöte 2′ WS aus I

Terz 1 3/5′ WS aus I

Mixtur Minor 4-fach 1′ WS aus I

III Schwellwerk C – a”’

Quintaton 16′

Geigenprincipal 8′

Doppelgedeckt 8′

Gamba 8′

Vox coelestis 8′ ab c°

Principal 4′

Traversflöte 4′

Flageolet 2′

Cornett 3-fach 2 2/3′

Trompette 8′

Oboe 8′

Clairon 4′

Pedal C – f’

Untersatz 1-2 fach 32′  (C-H 16′ Subbass + 10 2/3′ eigene Pfeifen, ab c° Auszug aus Subbass)

Contrabass 16′

Subbass 16′

Octavbass 8′

Violonbass 8′ Ext. aus Contrabass 16′

Bassoctave 4′ Ext. aus Octavbass 8′

Posaune 16′

Trompete 8′ Ext. aus Posaune 16′

modifiziert gleichstufig – a’ 440 Hz / 15°C

Walcker-Orgel 1964 – 2009

I Hauptwerk C – g”’

Rohrgedeckt 16′

Prinzipal 8′

Flute harmonique 8′

Rohrpommer 4′

Rauschwerk 4-fach

Gross-Sesquialter 2-fach 5 1/3′ + 3 1/5′

Mixtur 6-8 fach 1 1/3′

Trompete 8′

II Schwellwerk C – g”’

Spitzpfeife 8′

Rohrflöte 8′

Dolkan 4′

Nachthorn 4′

Waldflöte 2′

Gemsquinte 1 1/3′

Sesquialter 2-fach

Obertöne 3-fach

Mixtur 5-6 fach

Fagott 16′

Vox humana 8′ (Weigle)

Schalmei 4′

Tremulant

III Positiv C – g”’

Gedackt 8′

Prinzipal 4′

Rohrflöte 4′

Sifflöte 2′

Oktävlein 1-2 fach 1′

Tremulant

III Chororgel im SW C – g”’

Schwegel 8′

Harfenprincipal 4′

Hohlflöte 4′

Schweizerpfeife 2′

Kornettino 3-fach

Mixtur 4-6 fach

Tremulant

Pedal Hauptorgel C – f’

Untersatz 32′ (Subbass + Quintbass akustisch)

Prinzipalbass 16′

Subbass 16′

Zartbass 16′ Windabschwächung Subbass

Quintbass 10 2/3′

Oktavbass 8′

Flötenbass 8′

Rohrgedeckt 4′ Kleinpedal

Choralbass 4-fach 4’+ 2′ + 1 1/3’+ 1′ Kleinpedal

Hintersatz 5-fach 5 1/3’+ 3 1/5’+ 2 2/3’+ 1 3/5’+ 1 1/7′ Kleinpedal

Posaune 16′

Trompete 8′

Singend Cornett 2′ Kleinpedal

Tremolo Kleinpedal

Pedal Chororgel C – f’

Gedecktbass 16′

Rauschbass 4-fach 5 1/3’+ 4’+ 2 2/3’+ 2 2/7′

 

Kapitelsaal Steinmeyer-Positiv

Manual C – c”’

Gedeckt 8′ Bass/Discant

Flöte 4′ Bass/Discant

Principal 2′ Bass/Discant

Quinte 1 1/3′ Bass/Discant

Zimbel 2-fach Bass/Discant

 

Weigle Orgel 1912

I Hauptwerk C – g”’

Principal 16′

Principal 8′

Seraphon Principal 8′ (vorgesehen)

Seraphon-Grossgedeckt 8′ HD. 150 mm.

Viola di Gamba 8′

Flûte octaviante 8′

Dulciana 8′

Oktave 4′

Rohrflöte 4′

Quinte 2 2/3′

Waldflöte 2′

Cornett 5-fach

Mixtur 6-fach 2 2/3′

Trompete 8′

II Schwellwerk C – g”’ (Superkoppel 68 Pfeifen)

Bourdon 16′

Principal 8′

Viola 8′

Seraphon-Soloflöte 8′ HD 150 mm.

Lieblich Gedeckt 8′

Salicional 8′

Aeoline 8′

Voix céleste 8′ ab c°

Gemshorn 4′

Klein Gedeckt 4′

Flautino 2′

Mixtur 4-5 fach 2′

Tuba mirabilis 8′ HD 150 mm.

Krummhorn 8′ vorgesehen

III Fernwerk C – g”’

Quintatön 16′

Principalflöte 8′

Violine 8′

Stillgedeckt 8′

Traversflöte 8′

Vox humana 8′

Tremolo

Pedal C – d’

Majorbass 32′

Principalbass 16′

Violonbass 16′

Subbass 16′

Echobass 16′ im SW

Nachthorn 16′ Fernwerk

Oktavbass 8′

Violoncello 8′

Corno 4′

Posaune 16′

 

Spielhilfen

Winterhalter Orgel

Oberhalb des dritten Manuals befindet sich die Digitalanzeige der Setzeranlage (Duale Registersteuerung 11 x 64 x 8 x 8)
Unterhalb des ersten Manuals: Sequenzer links/rechts
Rechte Seite: 2 Züge Expression (Züge für Vertikal- und Horizontalschweller)
Linke Seite: Tremulant III
Setzerschublade links: A – H, 1 – 8, S (Setzerknopf), Sequenzer links/rechts, Ebenen ab/auf, 0 (Rücksteller)
Fuss: III-II, III-I, II-I, III-P, II-P, I-P, Sequenzer rechts, Schwelltritte III (horizontal/vertikal), 16′ III-I, 4′ III-P

ehemalige Walckerorgel

2 freie Kombinationen, 2 zusätzliche freie Pedalkombinationen, Zungeneinzelabsteller, HR zu FK I, II
II/I, I/P, II/P, III/P, Pos/II, Pos/I, Pos/Ped., Chor/II, Chor I, Chor/Pedal
Spieltisch: II/I, I/P, II/P, III/P, Fr.Komb. II, Fr.Komb. I, Auslöser, Tutti, Handreg.ab, Pianop. II, Auslöer, Pianop.III, Zungen ab, Organo Pleno, Koppeln aus Walze
Fuss: Walze ab, Walze, Schwelltritte II und Chororgel, I/P, II/P, Pos/Ped, Chor/Ped.

ehemalige Weigleorgel

II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, Sub II/I, Super II/I, 0 (Auslöser), P, MF, F, FF, Tutti, 1 freie Kombination, Walze, Schwelltritte II und III, HR ab, Walze ab, Zungen ab, Tritte Piano Pedal, MF-Pedal

Gebäude oder Kirchengeschichte

1095 besiedelten Mönche aus St. Blasien Alpirsbach und besassen eine steinerne kleine Klosterkirche.
1128 Weihe der grosszügig erbauten Klosterkirche St. Nikolaus. Aus dieser zeit stammt auch das besondere Tympanon am Westportal.
Um 1200 Entstehung der Kirchenbänke des Seitenschiffs.
1293 wird von einer Klosterschule berichtet.
1455 Auflösung des Konvents.
1471 Eintritt zur Melker Reform.
Um 1480 wird die Klosterkirche neu gestaltet und nach 1500 durch die Marienkapelle erweitert.
1480 – 1495 Errichtung des Kreuzganges und der Klausur.
15. Jahrhundert Umbau des Ostflügels der Klausur und Aufstockung des Kreuzganges.
Um 1520 Hochaltarschrein.
1534 Einführung der Reformation und infolge dessen Aufhebung des Klosters.
1548 – 1555 werden die Güter den Benediktinermönchen zurückgegeben, jedoch 1555 erneut der evangelischen Seite zugesprochen.
1556 – 1595 bestand eine Klosterschule, errichtet von Herzog Christoph.
1629 – 1648 kehren Mönche aus der Abtei Ochsenhausen zurück.
1648 wird das Kloster dem Herzogtum Württemberg zugesprochen und ein Jahr später die Leutkirche abgetragen.
1860 Entfernung von nachmittelalterlichen Einbauten.
1878 – 1881 Restaurierung der Klosterkirche mit neuer zeittypischer Ausmalung.
1917 Abgabe einer der drei bestehenden Kirchenglocken.
1934 und 1935 werden zwei Glocken gestiftet – Schlagtöne G + C.
1941 Abgabe dreier Glocken zu Rüstungszwecken.
1949 – 1960 Beschaffung von neuen Glocken der Giesserei Kurtz – Schlagtöne Gis + Cis + H + E + Fis.
1960 Rekonstruktion des Innenraumes und Rückführung zum schlichten ursprünglichen Zustand.
1995 Renovierung des Turmes.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Rainer Ullrich
Orgelgeschichte: Orgelarchiv Schmidt – Horst und Andreas Schmidt, Auskunft Jürgen Helmbrecht und Angaben der Kirchgemeinde
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde und Wikipedia Artikel mit Informationen von Günter Bachmann, Karl Jordan Glatz und Dietrich Lutz
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