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Orgel: Allstedt / Wolferstedt – St. Vitus (Veitskirche)

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Gebäude oder Kirche

St. Vitus (Veitskirche)

Konfession

evangelisch

Ort

Allstedt/Wolferstedt

Postleitzahl

06542

Bundesland / Kanton

Sachsen-Anhalt

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos




Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

1776 wird eine neue Orgel errichtet.
1783 verbrennt dieses Instrument beim Band von Dorf und Kirchturm.
1809 Neubau durch den „Faiseur des Orgeus [sic] et des Instruments“ Johann Andreas Scheidler (Bennungen), mechanische Schleifladen und II/P auf der Westempore, vermutlich 13 Register.
19. Jahrhundert Wartungen durch Orgelbauer Menzel (Wolferstedt)
1917 Abgabe der Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken.
1923/24 Umsetzung des Instrumentes von der Empore wegen des Turm-Neubaus.
1970er Jahre (vermutet) die Orgel wird mit dem heutigen modernen Prospekt und dem geschlossenen Untergehäuse aus Sperrholz versehen. Wesentliche Teile des Spieltisches wie der Klaviaturblock mit Intarsien werden beibehalten. Ausführend war vermutlich Kühn (Merseburg) – II/12, eine Schleife im Pedal unbesetzt. Sechs Registerzüge sind unbeschriftet, allerdings ist bis auf die leere Schleife im Pedal kein weiterer Platz auf den Laden vorgesehen. Diese Arbeiten wurden spätestens 1985 bei der grundhaften Sanierung der Kirche ausgeführt.
um 2012 Restaurierung des Instrumentes durch René Paul (Niederröblingen).
2026 Orgel vorhanden und spielbar

Disposition

Manual I – Hauptwerk C – d“‘

Principal 8′ Zink offen, Prospekt

Quintatön 8′ Metall gedeckt mit Kastenbärten, Scheidler

Oktave 4′ Metall offen, vermutlich Scheidler (dickwandiges Pfeifenmaterial mit relativ hohem Bleigehalt)

Waldflöte 2′ Metall konisch, Seitenbärte und Stimmrollen, Scheidler 

Mixtur 1 1/3′ 3f. Metall, eingelötete Rundlabien und gestempelte Tonbuchstaben, Material um 1960/80

Manual II – Oberwerk C – d“‘

Liebl. Gedackt 8′ Holz gedackt, Scheidler 

Flöte 4′ C-H Holz gedeckt, ab c° Holz offen mit Stimmdeckeln, Scheidler 

Principal 2′ Metall offen, teilweise Scheidler 

Cimbel 1′ 2f. Metall offen, Neumaterial mit gestempelten Ziffern um 1960

Pedal C – c‘

Subbass 16′ Holz gedeckt, Scheidler

Oktav-bass 8′ Holz offen, Scheidler

Choral-bass 4′ Metall offen um 1960, Spitzlabien und Seitenbärte

1 leere Schleife mit Aussparungen für Holzbecher einer Zungenstimme

 

Spielhilfen

Registerzüge links unten: Manual-koppel, Pedal-koppel [I/P]

Gebäude oder Kirchengeschichte

8. Jahrhundert Errichtung einer Holzkapelle als Missionsstandort, basierend auf der zeitlichen Einordnung des Patroziniums in Verbindung mit dem Hl. Bonifatius, der in dieser Zeit hier Mission betrieb.
um 1180 Niederlassung der Zisterziensermönche in Wolferstedt, folgend Errichtung einer Steinkirche in dieser Zeit. Aus dieser Zeit datiert das romanische Portal an der Südseite mit Ornamentsäulen und Diamantbändern sowie einem griechischen Kreuz im Tympanon.
um 1520 entstand ein Altartisch aus Holz, der heute nicht mehr vorhanden ist.
um 1590 Anfertigung des Taufsteins.
1720 sind zwei große und zwei kleine Glocken auf dem Kirchturm bezeugt.
1782 Reparaturarbeiten am Turm.
16. April 1783 bei einem Großbrand des Ortes verbrennen nicht nur 52 Wohnhäuser, sondern auch das Pfarrhaus, der Kirchturm und Teile der Kirche selbst. Wenige Tage danach wurden provisorische Abdeckungen vorgenommen.
18. Jahrhundert Errichtung einer hölzernen Kanzel.
Herbst 1923 im Kirchturm wird ein schwerer Riss festgestellt. Der Kirchturm wird abgerissen.
1917 Abgabe einer Glocke zu Rüstungszwecken, sie wurde noch im Turm zerschlagen.
1924 umfassende Sanierung der Kirche mit Errichtung des heutigen Westturms. Dadurch entfällt der Raum auf der Empore.
1953 Abriss der baufälligen Sakristei.
1970er Jahre Umgestaltung des Inneren, Abbau der Kanzel.
1985 umfangreiche Renovierungsarbeiten im Inneren und Äußeren, wobei die heutige Gestalt des Innenraumes entstand.
2005 Dachsanierung an Kirchturm und Kirchenschiff.
2026 Kirche in gutem Zustand, regelmäßige Nutzung.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter, Sichtung vor Ort und Spiel

Orgelgeschichte: Johannes Richter, Sichtung vor Ort
-Landeskirchenarchiv Eisenach: Vorbemerkungen zum Spezialinventar „Orgeln“ als PDF, abgerufen am 26. August 2026

Kirchengeschichte: Sichtung vor Ort,
-Pfarrbereich Allstedt (Hrsg.): „Wolferstedt“ in: Pfarrbereich Allstedt – Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda, abgerufen am 26. August 2026

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