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Orgel: Albula/Alvra / Stierva – St. Maria Magdalena

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Gebäude oder Kirche

St. Maria Magdalena

Konfession

Katholisch

Ort

Albula/Alvra / Stierva

Postleitzahl

7459

Bundesland / Kanton

Kanton Graubünden

Land

Schweiz

Bildergalerie + Videos

 

Pfarrkirche St. Maria Magdalena



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Vor 1813 ist keine Orgel in Stierva vorhanden.
1813 wird auf der neuen Empore eine Orgel von Sylvester Walpen (Reckingen/VS) I/14.
1896 umfangreicher Umbau und Umdisponierung im zeittypischen Stil durch Orgelbauer Jakob Metzler (Jenaz) I/10.
1953 Orgelneubau mit elektrischer Traktur (Kegelladen) durch Orgelbau Gebrüder Späth (Rapperswil) unter Verwendung von acht Registern der Vorgängerorgel II/15.
1978 werden Offerten für einen Orgelneubau eingeholt.
1983 wird eine elektronische Orgel auf der Empore aufgestellt und die Späth-Orgel stillgelegt.

Derzeitige Orgel

2005 Aufstellung und Renovierung der 1873 von Orgelbau Gebr. Mayer (Feldkirch/Vorarlberg) für die Kirche St. Joseph in Alvaschein erbauten mechanischen Kegelladenorgel durch Orgelbau Felsberg I/8.
Die Orgel wurde im Jahr 1972 von Orgelbau Felsberg als Opus 15 restauriert und in die Kirche St. Peter und Paul Meierhof (Obersaxen) umgesetzt. In Meierhof wird 2005 eine grössere Kuhn-Orgel (Baujahr 1931) aus der Christian Science in Winterthur erworben. Somit befindet sich die Mayer-Orgel seit 2005 in der Kirche von Stierva und ersetzt die elektronische Orgel. Der Spieltisch steht freistehend und mittig auf einem Podest vor dem Orgelprospekt (Blickrichtung Chor).

Die kleine Mayer-Orgel in Stierva ist die drittälteste erhaltene Orgel der Firma Gebrüder Mayer und verblüfft mit ihrem frischen und strahlenden Klang, der die Kirche von Stierva eindrucksvoll erfüllt. Bei der Sichtung gewann man den Eindruck, das Instrument könnte seit jeher in Stierva gestanden haben.

Disposition

Manual C – f“‘

Principal 8.‘            C – c° Holz offen, innenlabiiert; ab cs° Metall

Gedeckt 8.‘            Holz ged.; innenlabiiert

Salicional 8.‘          Metall

Octave 4.‘              C – ds‘ Prospekt – Anm. 1; ab e‘ innen

Dolceflöte 4.‘         C – c‘ Holz, innenlabiiert; ab cs‘ Metall

Mixtur 2 2/3.‘         IV – rep. c°/f“; Metall

 

Pedal C – c‘

Subbass 16.‘            Holz ged.

Cello. 8.‘                   C – e° Holz offen, innenlabiiert; ab f° Metall

 

Prospektpfeifen – Octave 4′ : C – cs° Aussenfelder; ds° – ds‘ äussere Mittelfelder; innere Mittelfelder stumm

 

Zusammensetzung Mixtur

C                                    2 2/3′  +  2′  +  1 1/3′  +  1′

c°                          4′  +  2 2/3′  +  2′  +  1 1/3′

f“            5 1/3′  +  4′  +  2 2/3′  +  2′

 

Von Erwin Poeschel übermittelte Disposition der Walpen-Orgel im Jahr 1937 (nach Umbau Jakob Metzler)

Manual

Prinzipal 8′

Gedeckt 8′

Gamba 8′

Salyzional 8′

Oktav 4′

Flauto 4′

Quint 2 2/3′

Oktav 2′

 

Pedal

Subbass 16′

Cello 8′

 

 

Spielhilfen

Linke Seite: Copula M z P. als Registerzug

Rechte Seite: Blind. (Vacat) als Registerzug

Fuß: Tutti-Tritt zum Einhaken rechts aussen (schaltet alle Register ohne Pedalkoppel)

Gebäude oder Kirchengeschichte

831 erste Erwähnung einer Kirche in Stierva (Stürvis), welche kurz zuvor erbaut worden sein soll.
1290/98 Umbau oder Neuaufbau der Kirche.
1357 wird der Bau einer neuen Kirche abgeschlossen und später ein Kirchturm errichtet.
1519 Abtragung der romanischen Kirche.
1521 Einweihung der neuen Kirche am 13. Dezember. Baumeister Laurentius Höltzli (Innsbruck) wurde mit dem Bau der Kirche beauftragt.
1530 Aufstellung eines 1504 für die Marienkirche Scharanz errichteten Flügelaltares.
1644 Entstehung des hölzernen Taufbeckens mit Deckel.
Um 1660 Ergänzung des Hochaltares um ein neues Tabernakelgehäuse.
Um 1690 Erhöhung des Kirchturmes um ein weiteres Geschoss.
1813 – 1814 umfangreiche Kirchenrenovierung und Bau einer Orgelempore.
1905 Aufzug eines vierstimmigen Geläuts der Giesserei Gebrüder Grassmayr (Feldkirch).
1922 – 1924 Renovierung der Kirche und Umgestaltung des Innenraumes im neugotischen Stil nach Plänen von Baumeister Hermann Liebich (Einsiedeln).
1980 – 1981 Innenrenovierung mit Rekonstruktion der originalen Farbfassung des 16. Jahrhunderts sowie des Turmabschlusses nach Plänen des Architekten Georg Berther (Zürich). Die Seitenaltäre aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts werden an die Seitenwände im Kirchenschiff versetzt. Einweihung der Kirche am 29. November 1981.
1981 Ersatz des Geläuts durch ein vierstimmiges Geläut der Giesserei Rüetschi (Aarau) – Nominale f‘ + as‘ + b‘ + c“.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort, zitiert aus dem PEDA-Kunstführer Nr.345/1996 – ISBN 389643005X sowie dem Buch von Hans Batz „Die Kirchen und Kapellen des Kantons Graubünden“ Band VI Seiten 156 – 159 Casanova Druck und Verlag AG – ISBN 3856372865
Orgelgeschichte: Eigene Sichtung und Spiel 2026, frühere Bestandesaufnahme in Meierhof (Obersaxen) durch Horst Georg Schmidt, Angaben der Kirchgemeinde vor Ort, zitiert aus dem Buch „Orgellandschaft Graubünden“ von Friedrich Jakob und Willi Lippuner – Verlag Bündner Monatsblatt 1994

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