Orgel: Biederbach / Oberbiederbach – Wallfahrtskirche St. Mansuetus
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Gebäude oder Kirche
Wallfahrtskirche St. MansuetusKonfession
KatholischOrt
Biederbach / OberbiederbachPostleitzahl
79215Bundesland / Kanton
Baden-WürttembergLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
Vor 1798 ist keine Orgel vorhanden.
1799/1800 Bau einer mechanischen Schleifladenorgel durch Orgelbauer Mathias Martin (Waldkirch/Breisgau) I/12.
1857 wird der Zustand der Orgel als mangelhaft beschrieben.
1875 Reparatur des Werkes durch Orgelbauer Fridolin Merklin (Freiburg im Breisgau) für 7 Gulden.
Derzeitige Orgel
1934 pneumatische Membranladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch, erbaut unter Verwendung des Martin-Prospekts von 1799 als Opus 249 von Friedrich Wilhelm Schwarz Orgelbauanstalt (Ueberlingen a. Bodensee). Hinter dem historischen Gehäuse befindet sich das Haupt- und Pedalwerk. Auf der rechten Seite wurde das Schwellwerk hinter einer Zwischenwand eingebaut II/15 + 2 Transmissionen, 1 Windabschwächung und 1 Gruppenregister.
1997 Renovierung des Werkes durch Orgelbauer Erich Rudolf Hartenthaler (Freiburg im Breisgau).
Disposition
I Hauptwerk C – g“‘Prinzipal 8′ C – H Holz offen; ab c° Zink; ab c‘ Metall Rohrflöte 8′ C – H Holz ged., innenlabiiert; ab c° Zink rohrged.; ab c‘ Metall rohrged. Dulziana 8′ C – H Zink ged.; ab c° offen; ab c‘ Metall Oktave 4′ C – B Prospekt; ab H innen – Anm. 1 Quinte 2 2/3′ Zink; ab c° Metall; prinzipalisch Superoktave 2′ Zink; ab FS Metall
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II Schwellwerk C – g“‘Flût-harmonique 8′ C – H aus Nachthornged.; ab c° Zink; ab c“ überblasend; ab gs“‘ konisch Nachthorngedeckt 8′ C – h° Holz ged., innenlabiiert; ab c‘ Metall rohrged.; ab c“‘ konisch Salicional 8′ C – G Zink ged.; ab GS offen; ab c‘ Metall Flöte 4′ C – H Zink rohrged.; ab c° Metall, konisch Spitzquinte 2 2/3′ Zink konisch; ab c° Metall konisch; flötig Waldflöte 2′ Metall rohrged.; ab gs‘ offen konisch Terz 1 3/5′ C – D Zink; ab DS Metall konisch – rep. c“‘ zu c“ (3 1/5′); flötig Cornettmixtur 2 2/3′ 3 fach Gruppenregister (Spitzquinte/Waldflöte/Terz) Solotrompete 8′ Stiefel Zink; Becher C – h° Zink, ab c‘ Kupfer; ab cs“‘ labial, Metall, zylindrisch
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Pedal C – f‘Untersatz 16′ Holz ged. Zartbass 16′ Windabschwächung Untersatz 16′ Salicetbass 8′ Tr. II SW aus Salicional Bassflöte 4′ Tr. II SW aus Flöte 4′
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Anm. 1 – Prospektpfeifen – Oktave 4′ HW im Prospekt C – B, restliche Prospektpfeifen blind
Anordnung am Spieltisch (von links nach rechts)
Links HW weissSuperoktave 2′ Quinte 2 2/3′ Oktave 4′ Prinzipal 8′ Rohrflöte 8′ Dulziana 8′
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Links SW pinkSalicional 8′ Nachthorngedeckt 8′ Flût-harmonique 8′ Flöte 4′ Terz 1 3/5′ Waldflöte 2′ Spitzquinte 2 2/3′ Cornettmixtur 2 2/3′ 3 fach Solotrompete 8′
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Rechts PED blauUntersatz 16′ Zartbass 16′ Salicetbass 8′ Bassflöte 4′
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Rechts Koppeln gelbII/Pedal I/Pedal Manual II/I Sub II/I Super II/I Super II Super I
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Rechts Spielhilfe schwarzTremolo (auf beide Manuale wirkend)
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Mathias-Martin-Orgel 1800 – 1935
Manual C – f“‘Bourdon 8′ ged. Flautravers 8′ ab f° Principal 4′ Flöte 4′ Holz offen; ab c“ Metall offen Nasard 3′ C – H ged. Doublette 2′ Sifflet 1′ Cornet 5-fach ab c‘ Mixtur 3-fach 1′
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Pedal C – d°Subbass 16′ Holz ged. Octavbass 8′ Holz offen Trompetbass 8′ Stiefel Metall/Becher Holz
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Spielhilfen
1 freie Combination
Mitte oberhalb zweites Manual: 0 – 7 + Oct.K.
II/Pedal, I/Pedal, Manual II/I, Sub II/I, Super II/I, Super II, Super I, Tremolo (auf beide Manuale wirkend) als Registerwippen Nr. 20 – 27
Druckknöpfe unter erstem Manual: Combination (an), Handreg.ab, Crescendo ab, Automatisches Pianopedal
Fuß: Crescendo (Tritt), Schwell II (Tritt), Walze ab (Tritt – aktuell ohne Funktion)
Sub II/I – ab c°
Super II/I / Super II – ausgebaut bis g““ ausser Spitzquinte, Waldflöte und Terz (Cornettmixtur)
Super I – g“‘ (nicht ausgebaut)
Spielhilfen Martin-Orgel 1800
Pedalkoppel als Registerzug
Gebäude oder Kirchengeschichte
Ca. 1360 ist vermutlich eine erste Kirche in Oberbiederbach existent.
1456 Erwähnung der Kirche.
Um 1530 Selbständigkeit der Pfarrei.
1634 Zerstörung der Kirche im Dreissigjährigen Krieg.
Nach 1650 provisorischer Wiederaufbau der Kirche. Die Kirche wird von der Pfarrei Elzach betreut.
1680 Renovierung und Neueindeckung des Turmes.
1709 Erhebung zur eigenständigen Pfarrei.
Um 1720 Entstehung der Seitenaltäre.
1730 Renovierung der Sakristei.
1737/41 Aufzug einer Glocke des Giessers Matthäus Edel (Strassburg).
1752 Entstehung des Hochaltares. Der Altar wurde vermutlich für die Kirche Oberbiederbach erschaffen oder aus einer anderen Kirche erworben.
1760/61 die Kirche wird vergrößert und neu aufgebaut, was einem Neubau gleichkommt.
1775 Einweihung der Kirche am 19. August 1775.
1778 wird das Gnadenbild (Muttergottes-Statue mit Jesuskind) aus der Kirche Brettental abgeholt und vor den linken Seitenaltar aufgestellt – Gründung der Marienwallfahrt.
1796 Schäden durch Kriegseinwirkung.
1797/98 Instandsetzungsarbeiten mit neuer Kanzel von Schreiner- und Fassmaler Wenz (Freiburg im Breisgau). Von Wenz stammen auch die beiden Figuren seitlich des Hochaltares.
1917 und nach 1940 werden die beiden grösseren Glocken zu Rüstungszwecken abgegeben, lediglich die Wenz-Glocke verbleibt vor Ort.
1950 Aufzug zweier Glocken der Giesserei Benjamin Grüninger (Neu-Ulm) – Nominale gs‘ (1950) + h‘ (1737/41) + cs“ (1950).
1969/70 umfangreiche Kirchenrenovierung mit Restaurierung der Altäre und Abdeckung einiger Gemälde im Chorraum und an der Decke.
2005 wurde die Kirche renoviert und der Innenraum neu farblich gestaltet.
2010 umfassende Sanierung der Läutanlage.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Mike Wyss und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: Eigene Sichtung und Angaben vor Ort, zitiert von den Seiten der Kirchgemeinde (Link folgend), zitiert aus dem Kunstführer „Die Wallfahrtskirche in Oberbiederbach“ Druckerei Herbstritt 2006 – Autor Alfred Allgeier von der Kirchengemeinde Oberbiederbach
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel 1989 und 2025 mit Bestandesaufnahme, Orgelarchiv Schmidt – Horst Georg Schmidt, Aufzeichnungen von Bernd Sulzmann zur Martin-Orgel, zitiert aus dem Buch „Die Orgelbauerfamilie Martin in Waldkirch im Breisgau“ Breitkopf & Härtel-Verlag 1975 von Bernd Sulzmann




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