Orgel: Schlatt-Haslen / Haslen – Wallfahrtskirche Maria Hilf
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Gebäude oder Kirche
Wallfahrtskirche Maria HilfKonfession
KatholischOrt
Schlatt-Haslen / HaslenPostleitzahl
9054Bundesland / Kanton
Kanton Appenzell InnerrhodenLand
SchweizBildergalerie + Videos
Wallfahrtskirche Maria Hilf Haslen
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Bildrechte: Datenschutz
Orgelgeschichte
1649 ist eine Orgel vorhanden, welche durch den Organisten Sebastian Langenstein erbaut worden sein soll.
1716 wird eine abgängige Orgel aus dem Kloster Wonnenstein angekauft I/8 ohne Pedal.
1863 einschneidender Umbau der Orgel im zeittypischen Stil, Umdisponierung und Ergänzung um ein Pedal durch Orgelbauer Klingler (Rorschach) I/10.
1893 Veräusserung der defekten Orgel.
1908 pneumatische Kegelladenorgel mit mittig freistehendem Spieltisch, erbaut durch die Gebrüder Mayer (Feldkirch/Vorarlberg) II/19. Das Gehäuse wurde von Carl Glauner (Wil) erschaffen und gefasst.
1938 Umstellung des Werkes auf elektropneumatische Traktur mit neuem Spieltisch durch Willisauer Orgelbau.
1955 Renovierung durch Orgelbau Gebrüder Späth (Rapperswil) mit Neupositionierung des Spieltisches.
Derzeitige Orgel
1983 rein mechanische Schleifladenorgel, erbaut mit zweiteiligem Prospekt um das Rosettenfenster und mittig fest in das rechte Gehäuse seitlich eingebautem Spieltisch durch Späth Orgelbau AG (Rapperswil) II/20 + 1 Vorabzug.
1997 Revision der Orgel durch die Erbauerfirma.
2017 – 2018 Revision des Pedalwerks und später des Haupt- und Schwellwerks durch Späth Orgelbau AG (Rüti).
Disposition
I Hauptwerk C – g“‘Prinzipal 8′ C – b° Prospekt – Anm. 1, ab h° innen Rohrflöte 8′ C – H Holz ged. Octave 4′ C – A Prospekt – Anm. 2 Holzflöte 4′ C – e° ged. Oktave 2′ Mixtur 1 1/3′ IV – rep. c°/c’/c“/c“‘ Trompete 8′
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II Schwellwerk C – g“‘Holzgedackt 8′ Holz ged., C- H liegend Harfpfeife 8′ C – H aus Holzgedackt Prinzipal 4′ Koppelflöte 4′ Gemshorn 2′ Sesquialtera 2 2/3′ + 1 3/5′ – VZ Quinte 2 2/3′ Zymbel 1′ III – rep. fs°/fs’/fs“ Dulzian 16′
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Pedal C – f‘Subbass 16′ Holz ged. Oktavbass 8′ C – E, d° – h° Prospekt – Anm. 3 Bourdon 8′ Choralbass 4′ Fagott 16′
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Prospektpfeifen
Anm. 1 – Prinzipal 8′ HW im Prospekt C – E Mittelfeld (rechts Richtung Schiff), F – H Mittelfeld (rechts Spieltischseite), c° – b° Aussenfelder (rechts Spieltischseite)
Anm. 2 – Oktave 4′ HW im Prospekt C – A Aussenfelder (rechts Spieltischseite)
Anm. 3 – Oktavbass PED im Prospekt C – E Mittelfeld (links Richtung Schiff), d° – h° Aussenfelder (links Richtung Schiff), zusätzliche Blindpfeifen im rechten Aussenfeld
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
c° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
c“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
c“‘ 8′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′
Zusammensetzung Zymbel SW
C 1′ + 2/3′ + 1/2′
fs° 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
fs‘ 2′ + 1 1/3′ + 1′
fs“ 4′ + 2′ + 1 1/3′
Spielhilfen
Fuß: II – I, I – P, II – P als Einhaktritte auf der linken Seite, Schwelltritt II
Gebäude oder Kirchengeschichte
1648 – 1649 Bau einer ersten Kirche „Unser lieben Frauen“ in Haslen – Einsegung 16. April 1649, erster Gottesdienst 26. Oktober 1649.
1650 Fertigstellung des Kirchturmes.
1666 Gründung der Pfarrei Haslen.
17. Jahrhundert Entstehung des Gnadenbildes Mariahilf, vermutlich von Hans Bildstein (Appenzell) gemalt wurde, welcher das berühmte Passauer Gnadenbild von Josef Abent als Vorbild nahm.
18. Jahrhundert teilweise Neugestaltung des Kirchenraumes.
1750 Entstehung der Kanzel.
1785 Kreuzwegstationen von Maler Franz Xaver Magnus Sutter. Diese Stationen wurden zu einem späteren Zeitpunkt in die Wallfahrtskirche Heilig-Kreuz St. Gallen transferiert.
1901 Abtragung der alten Kirche.
1901 – 1903 Bau der heutigen grösseren Wallfahrtskirche nach Plänen des Baumeisters August Hardegger (St. Gallen), Ausrichtung nach Westen – Grundsteinlegung am 24. Mai 1901 – Einweihung am 7. Juni 1905.
1901 Aufzug eines vierstimmigen Geläuts der Giesserei Rüetschi (Aarau) – Nominale c‘ + es‘ + f‘ + as, zusätzlich zu einer fünften Rosenlächer-Glocke von 1815 – Nominal c“. Die Fenster wurden von Glasmaler Johann Karl Holenstein (Rorschach) gestaltet, die Altäre von Glauner und Hardegger entworfen.
1902 – 1904 Ausmalung der Kirchendecke durch Carl Glauner (Wil).
1908 – 1915 weitere Ausmalung des Innenraumes durch Glauner.
1910 neue Kreuzwegstationen von Willimann-Hunkeler (Einsiedeln).
1916 – 1927 etappenweise Fertigstellung der Innenausmalung durch Maler Ferdinand Kaltenbacher (St. Gallen).
1973 Aussenrenovierung nach Plänen der Architekten Schmidt & Zöllig (Sirnach).
1996 Beendigung einer umfassenden Innenrestaurierung nach Plänen des Architekturbüros Rausch Ladner Clerici (Rheineck). Der Zelebrationsaltarm Ambo und Kerzenständer wurden von Franz Ladner (St. Gallen) entworfen – Einweihung am 1. September 1996.
2004 Aussenrenovierung.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Mike Wyss und Andreas Schmidt
Kirchengeschichte: zitiert aus dem Kirchenführer von Johannes Hüber „Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Hilf in Haslen AI“ 1997 – ISBN 3952133604
Orgelgeschichte: Eigene Sichtung und Spiel 2024, zitiert aus der Veröffentlichung vom Hermann Bischofberger „Die Orgeln im Kanton Appenzell Innerrhoden“ 1978 und dem Kirchenführer von Johannes Hüber „Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Hilf in Haslen AI“ 1997 – ISBN 3952133604
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