Orgel: Pfyn – St. Bartholomäus
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Gebäude oder Kirche
St. BartholomäusKonfession
SimultankircheOrt
PfynPostleitzahl
8505Bundesland / Kanton
Kanton ThurgauLand
SchweizBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1853 Erwerb der Chororgel der Klosterkirche Kreuzlingen. Das Werk wird von Josef Braun (Spaichingen) nach Pfyn versetzt. Das Gehäuse wurde vom Schreiner Johannes Raindl im Jahr 1764 erschaffen, das Werk schuf Johann Georg Aichgasser (Überlingen/Bodensee).
1915 und 1930 umfangreiche Umbauten des Werkes.
Derzeitige Orgel
1943 Schleifladenorgel mit mittig fest angebautem Spieltisch, mechanischer Spiel- und pneumatischer Registertraktur, erbaut in das Gehäuse der ehemaligen Kreuzlinger Chororgel durch Orgelbau Th. Kuhn A.G. (Männedorf) II/21. Einweihung am Sonntag den 24 Oktober 1943. Die Expertise oblag dem Winterthurer Stadtkirchenorganisten Karl Matthaei, die Intonation führte Benno Ertl aus.
1967 wird das historische Gehäuse zurück nach Kreuzlingen versetzt und wurde beim Orgelneubau durch Orgelbau Neidhart & Lhôte im Chor der Basilika wiederverwendet → Link.
Die Pfyner Orgel erhielt bei der Renovierung durch Orgelbau Kuhn ein neuzeitliches Gehäuse mit seitlichem Anbau für die Register des Pedalwerkes.
1981 und 2004 Renovierungen durch die Erbauerfirma.
Am Orgelspieltisch wird folgende Erwähnung wiedergegeben: Gott zum Dank und zur Ehre der Gemeinde Pfyn zum Segen und zur Freude wurde diese Orgel gestiftet als Andenken an die Familie Bertschinger von den letzten Gliedern dieser Familie.
Disposition
I Hauptwerk C – g“‘Rohrgedackt 16′ C – h° Holz ged., ab c‘ Metall rohrged. Praestant 8′ C – DS Holz offen innen, E – h‘ Prospekt, ab c“ innen – Anm. 1 Spillpfeife 8′ C – G Holz pyramidal, ab GS Metall konisch Octave 4′ C – DS Zink, ab E Metall Hohlflöte 4′ C – G Holz offen, ab GS Metall Octave 2′ Metall Mixtur 1 1/3′ Metall – rep. d°/e’/fs“
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II Schwellwerk C – g“‘Gedackt 8′ C – f° Holz ged., ab fs° Metall ged. Salicional 8′ C – H Zink, ab c° Metall Principal 4′ C – DS Zink, ab E Metall Blockflöte 4′ C – F Holz ged., FS – H Metall ged., ab c° Metall offen konisch Nazard 2 2/3′ ab c°, Metall, ab c“ Pfeiden P 1′ neue Lade/Raster, flötig Nachthorn 2′ Metall, ab fs‘ Pfeifen von P 8′ Terz 1 3/5′ ab c°, Metall, Pfeifen von 2/3′, flötig Cymbel 1′ 4fch. Metall, ist 3-4 fch., ab c° 4 fch. – rep. c°/c’/c“/fs“ Trompete 8′ Stiefel Metall, Becher C – H Zink, ab c° Metall Tremolo II
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Pedal C – f‘Subbass 16′ Holz ged. Principal 8′ Metall Ged.flöte 8′ Holz ged. Choralbass 4′ + 2′ Metall, 2′ konisch Fagott 16′ Stiefel Metall, Becher Naturguss
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Anmerkung zu den Prospektpfeifen
Praestant 8′ HW im Prospekt, E – cs° Aussenfelder, d° – b° Mittelfeld, h° – h‘ Flachfelder
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
d° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
e‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
fs“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Zusammensetzung Cymbel SW
C 1′ + 2/3′ + 1/2′
c° 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
c‘ 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c“ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
fs“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Winddrücke gemäss Innenangaben:
HW – 72 mmWS
SW – 77 mmWS
Gebläse: G. Meidinger, Basel; Typ: DFO804/NTK33Uv; Nr.:3945/8; 2’800U/min.
Spielhilfen
2 freie Combinationen (B/C) – C geteilt
Mitte oberhalb zweites Manual: Crescendo-Anzeige (0 – 14), Freie Combin. C II.Man., Freie Combin. C I. Man.
II.-I., II.-P., I.-P. als Registerwippen Nr. 15 – 17
Druckknöpfe unter erstem Manual: C (FC II geteilt), B (FC I), A (HR), MF, F, T, Mixtur ab, Cymb. ab, Tromp. ab
Fuß:
II.-I., II.-P., I.-P. als Rastentritte, MF., F., T., C., B., A. als Hebeltritte, Crescendo ab als Rastentritt auf der linken Seite
Crescendo (Tritt), Schwellwerk II (Tritt), Freie Combination C Pedal, Koppeln aus Crescendo, Fagott 16′ ab als Rastentritte auf der rechten Seite
MF schaltet:
SW – Salicional 8′ / Gedackt 8′
PED – Subbass 16′
Koppel II.-P.
HW – Spillpfeife 8′ / Octave 4′
F schaltet:
SW – Nachthorn 2′ / Principal 4′ / Blockflöte 4′ / Salicional 8′ / Gedackt 8′
PED – Choralbass 4′ + 2′ / Principal 8′ / Ged.flöte 8′ / Subbass 16′
Koppel II.-P.
HW – Spillpfeife 8′ / Praestant 8′ / Octave 4′ / Octave 2′
T schaltet: alle Register mit allen Koppeln
Gebäude oder Kirchengeschichte
Um 900 vermutliche Existenz einer Kirche oder Kapelle in Pfyn. Es wird bereits um 630 von einer Schenkung an das Bistum Konstanz ausgegangen.
Anfang des 12. Jahrhunderts Bau einer Kirche in Pfyn.
1155 erste urkundliche Erwähnung der Kirche.
1321 Erwähnung des Patroziniums St. Bartholomäus sowie zu dieser Zeit zusätzlich St. Petrus und St. Andreas.
1361 werden Bauarbeiten nach einem Hochwasserschaden vorgenommen. Zusätzlich wird im Patronat die selige Jungfrau Maria genannt.
1321 und 1370 Vergrösserung der Kirche.
1479 Weihe dreier neuer Altäre nach minimen Schäden durch den Dorfbrand.
1488 Entstehung des Sakramentshäuschens.
1528 Einzug der Reformation. Andere Quellen nennen das Jahr 1587.
1533 wird ein katholischer Pfarrer erneut eingesetzt. Die Kirche wird seit 1531 paritätisch genutzt.
1634 neuer Taufstein.
1751 Renovierung der Kirche und Entstehung der Holzkanzel.
1873 – 1874 Instandsetzungsarbeiten am Kirchengebäude.
1898 Errichtung des heutigen neugotischen Hochaltares.
1902 Entstehung der Chorfenster von Friedrich Berbig (Zürich).
1930 Renovierung.
1937 Abbruch des Dachreiters und Errichtung des Kirchturmes nach Plänen des Architekten Karl Akeret (Weinfelden) auf der nördlichen Seite. Aufzug eines vierstimmigen Geläuts der Giesserei Rüetschi (Aarau). Zusätzlich wird eine fünfte Rüetschi-Glocke aus dem Jahr 1887 von der alten katholischen Kirche in Flawil übernommen – Nominale des‘ (1887) + f‘ + as‘ + b‘ + c“.
1929 Ersatz der westlichen Giebelwand.
1979 – 1981 umfangreiche Restaurierung der Kirche nach Plänen von Architekt Hermann Schmidt.
1981 neue Fenster der Glasmalerei Engeler (Andwil/SG).
2002 Renovierung des Kirchturmes.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt und Mike Wyss
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort, zitiert von den Seiten der beiden Kirchgemeinden (Link folgend), zitiert aus dem Bericht des Hinweisinventars der Bauten im Kanton Thurgau – Link
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel div. Jahre, Geschichte der Orgeln der Basilika Kreuzlingen (siehe Link im Orgel-Verzeichnis)
Orgel auf der Partnerseite Pipeorganpictures – Link
Glockenvideo von User frauenfelder82 auf Youtube – Kanal




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