Orgel: Bühlertal / Obertal (Oberbühlertal) – Liebfrauenkirche
Für Anfragen kontaktieren Sie bitte das Orgel-Verzeichnis über das Kontaktformular.
Gebäude oder Kirche
LiebfrauenkircheKonfession
KatholischOrt
Bühlertal / Obertal (Oberbühlertal)Postleitzahl
77830Bundesland / Kanton
Baden-WürttembergLand
DeutschlandBildergalerie + Videos
Orgelgeschichte
1939 – 1940 Bau einer elektropneumatischen Orgel mit fahrbarem Spieltisch, Kegelladen im Hauptwerk (mit Flachmembranen) und Taschenladen durch Orgelbau M. Welte & Söhne (Freiburg im Breisgau) III/28 + 1 Extension und 1 Windabschwächung.
In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Orgel von der Firma Franz C. Winterhalter (Oberharmersbach) betreut.
2021 Restaurierung der historischen Welte-Orgel mit Erneuerung der Windanlage und der Elektrik sowie Nachintonation durch Orgelbau Winterhalter (Oberharmersbach).
Das Rückpositiv verfügt über ein eigenständiges Gebläse mit einem Laukhuff Ventus und wird vom dritten Manual bespielt. Die Schalmey 4′ im Rückpositiv ist ein 8′ und wird bei den Zungeneinzelabstellern auch als Schalmei 8′ bezeichnet. Ebenso ist das Gemshorn im Hauptwerk ein 4′ und wird am Registerschild als Gemshorn 8′ angegeben. Die Mixtur mit 1 1/3′ Basis ist gemäss Bezeichnung 2 2/3′. Ob Veränderungen nach der Erbauung des Instrumentes geschehen sind, bleibt zum aktuellen Zeitpunkt offen und ist anhand des Pfeifenbestandes nicht eindeutig festzustellen.
Im Bereich des Emporenaufganges befindet sich noch ein Saugwindharmonium der Marke Packard Fort Wayne Organ Co. – Fort Wayne, Ind. U.S.A., mit dem Hinweis zu Carl Ruckmich (Freiburg i.Br.), welches vermutlich aus der Zeit der Jahrhundertwende stammt.
Disposition
I Hauptwerk C – g“‘Gedackt-Pommer 16′ C – H Holz ged., ab c° Zink ged. Principal 8′ C – b‘ Prospekt Zink – siehe Anm., ab h‘ innen Zink Holzflöte 8′ C – H Holz ged., ab c° Zink rohrged., ab cs“‘ offen Gemshorn 8′ ist 4′!, Zink konisch, ab gs“ zylindrisch mit anderer Pfeifenart Oktav 4′ C – d‘ Prospekt Zink – siehe Anm., ab ds‘ innen Zink Quinte 2 2/3′ Zink, prinzipalisch (sanft) Oktav 2′ Zink Mixtur 2 2/3′ 4-5fach ist 1 1/3′! – rep. c°/c’/c“/c“‘, Metall, ab c‘ 5fach Trompete 8′ Stiefel/Becher Zink, doppelte Becherlänge
|
II Schwellwerk C – g“‘ (teilw. g““)Singend Principal 8′ Zink, ab c“‘ Metall Rohr-Gedeckt 8′ Zink rohrged., ab gs“‘ offen konisch Salicional 8′ Zink, ab c“ Metall Klein-Principal 4′ Zink, ab c“ Metall Nachthorn 4′ Zink, ab c“ Metall, ab gs“‘ offen konisch Waldflöte 2′ Metall konisch – in Superkoppel nicht ausgebaut Terz 1 3/3′ Metall, flötig, in Superkoppel nicht ausgebaut Scharff 4 fach 1′ – rep. fs°/fs’/fs“, in Superkoppel nicht ausgebaut Oboe 8′ Stiefel Metall/Becher Zink, C – H Fagott, ab gs“‘ labial Tremolo II. Man.
|
III Rückpositiv C – g“‘Gedeckt 8′ Holz ged., ab c“ Metall ged., C – DS seitlich im Prospekt RP – siehe Anm. Principal 4′ C – gs‘ Prospekt Zink, ab a‘ innen – siehe Anm. Blockflöte 2′ Metall Spitzquinte 1 1/3′ Metall konisch, ab c° zylindrisch, C – H flötig – ab c° prinzipalisch Schalmey 4′ ist 8′! – Stiefel Metall, Becher Messing/Naturguss
|
Pedal C – f‘Principal-Bass 16′ C – F Quinte 5 1/3′ Zink + selbst. Holz ged. 16′, FS – c‘ Prospekt Zink und Quinte C – F Zink Prospekt – siehe Anm. Subbass 16′ Holz ged. Zartbass 16′ Windabschwächung Subbass 16′ Oktav-Bass 8′ Zink, Prospekt – siehe Anm. Choral-Bass 4′ Zink, Prospekt – siehe Anm., ab f‘ innen Metall Rauschpfeife 2 2/3′ 2 fach Zink Posaune 16′ C – H, ab c° Trompete 8′ HW, Stiefel Holz/Becher Zink
|
Anmerkungen Prospektpfeifen
RP – Gedeckt 8′ im Prospekt C + D links seitlich und CS + DS rechts seitlich
RP – Principal 4′ im Prospekt C – gs‘, ab a‘ innen
HW – Principal 8′ im Prospekt C – b‘ (rechte Prospektseite), ab h‘ innen
HW – Oktav 4′ im Prospekt C – d‘ (rechte Prospektseite), ab ds‘ innen
PED – Principal-Bass 16′ im Prospekt FS – c‘ Rundturm Mitte mit Rollbart, C – F Quinte 5 1/3′ linke Seite neben Rundturm, rechte Seite Rundturm und Seitenpfeifen blind
PED – Oktav-Bass 8′ komplett im Prospekt (linke Prospektseite)
PED – Choral-Bass 4′ im Prospekt C – e‘ (linke Prospektseite), nur f‘ separat innen Metall
Bei den beiden seitlichen Prospekthälften ist jeweils die erste seitliche Pfeife nach der Eckpfeife blind
Zusammensetzung Mixtur HW
C 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
c° 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
c‘ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1 + 2/3′
c“ 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
c“‘ 8′ + 4′ + 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′
Zusammensetzung Scharff SW
C 1′ + 2/3′ + 1/2′ + 1/3′
fs° 1 1/3′ + 1′ + 2/3′ + 1/2′
fs‘ 2′ + 1 1/3′ + 1′ + 2/3′
fs“ 2 2/3′ + 2′ + 1 1/3′ + 1′
Zusammensetzung Rauschpfeife Pedal
C 2 2/3′ + 2′
Spielhilfen
2 freie Kombinationen mit Koppeln (oberhalb des dritten Manuals) und Handreg.ab für FK 1 und FK 2
Oberhalb des dritten Manuals: Crescendo-Anzeiger (0 – 12), Zungeneinzelabsteller (Posaune 16′, Trompete 8′, Oboe 8′, Schalmei 8′ [sic] auf Registerschild im RP als Schalmey 4′ angegeben)
Druckknöpfe unter erstem Manual: II – I super (teilw. g““), III – I sub (ab c°), III – Ped., II – Ped., I – Ped., Man. III – II, Man. III – I, Man. II – I, Fr.Komb. 1, Fr.Komb. 2, 0, Zungen ab, Mixturen ab
Fuß: III – Ped., II – Ped., I – Ped., Manual III – II, Manual III – I, Manual II – I, Handreg. ab, Walze ab als Pistons wechselwirkend zu Druckknöpfen, Walze (Rolle), Schwellw. II. Man. (Tritt), Piano Pedal, General-Tutti, Pedal-Tutti als Pistons, 1 Piston vacant
Gebäude oder Kirchengeschichte
1528 Existenz einer Kapelle St. Michael und Wendelin in Bühlertal.
1703 Errichtung einer Pfarrei in Bühlertal. Zuvor gehörte Bühlertal zur Pfarrei Kappelwindeck.
Ab 1894 Bemühungen zum Bau einer eigenen Pfarrkirche im Obertal.
Vor 1908 gehört die Gemeinde des Obertals zum Untertal.
1908 – 1936 Nutzung einer Notkirche im Eichwald.
1933 Wiederaufnahme der Tätigkeit eines Kirchenbauvereines.
1935 Glockenguss durch die Giesserei Schilling (Apolda).
1936 Bau der heutigen Liebfrauenkirche auf dem Hungerberg im Obertal nach Plänen des Architekten Gregor Schroeder (Freiburg im Breisgau), die Bauleitung oblag Architekt Friedrich Hohler (Bühlertal). Wegweisend für den Bau der Kirche war Pfarrkurat Adolf Engesser – Grundsteinlegung am 13. September 1936.
1937 Einweihung der Kirche.
1950 Aufzug von vier neuen Glocken, zusätzlich zur kleinsten Glocke von 1935, durch die Giesserei F.W. Schilling (Heidelberg) – Nominale e‘ + fs‘ + gs‘ + h‘ + cs“ (1935).
1954 Erhebung zur eigenständigen Pfarrei.
Nach 2015 diverse Sanierungsarbeiten am Bauwerk und am Kirchturm.
Anfahrt
Quellenangaben
Orgelbeitrag erstellt von: Andreas Schmidt
Dateien Bilder Kirche und Orgel: Andreas Schmidt und Mike Wyss
Kirchengeschichte: Angaben der Kirchgemeinde vor Ort, Aushänge und Geschichtstafeln in der Kirche, Glockengeschichte von den Seiten der Erzdiözese Freiburg – Link
Orgelgeschichte: Eigene Sichtungen und Spiel 2017, 2021 und 2025, Bestandesaufnahme vor Ort, Daten aus der Forschung zu den Welte-Orgeln von Horst-Georg Schmidt – Orgelarchiv Schmidt




Deutschland
Schweiz
Österreich
Andere