FACEBOOK   INSTAGRAM   YOUTUBE

Orgel: Blankenfelde-Mahlow / Dahlewitz – Dorfkirche

ACHTUNG: Liebe Besucher/innen, wir bitten Sie keine Inhalte wie Texte und Bilder vom Orgel-Verzeichnis auf andere Seiten/Medien zu übertragen (Datenschutz).

Für Anfragen kontaktieren Sie bitte das Orgel-Verzeichnis über das Kontaktformular.

Gebäude oder Kirche

Dorfkirche

Konfession

Evangelisch

Ort

Blankenfelde-Mahlow / Dahlewitz

Postleitzahl

15827

Bundesland / Kanton

Brandenburg

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

 

Blankenfelde-Mahlow/Dahlewitz (D-BB) – ev. Dorfkirche – Einzel- und Vollgeläut (Turmaufnahme)



Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

19. Jahrhundert Anschaffung einer ersten Orgel.
1874 Umbau dieses Werkes.
1876 Neubau einer Orgel.
1913 Vergrößerung der Orgel – Umbau auf pneumatische Trakturen durch Kienscherf/Eberswalde.
1918 Abgabe der Prospektpfeifen aus Zinn (47 Stück).
1926 Einbau neuer Prospektpfeifen aus Zink.
1929 Reparatur der Orgel. Einbau eines elektrischen Winderzeugers, Umdisponierung durch K. Gerbig/Eberswalde, der auch sein Firmenschild “A. Kienscherf Nachf. Karl Gerbig” am Spieltisch anbrachte – pneumatische vorderspielige Orgel II/11.
1943/44 schwere Schäden an der Orgel durch Kriegseinwirkung.
Nach 1945 keine weitere Pflege, das Werk blieb unspielbar. Im Laufe der Zeit verschwanden sukzessive alle Teile des Orgelinneren, Spieltisch (ohne Registerschilder) und Prospekt blieben erhalten
21.9.1997 Einweihung eines durch die Gemeinde Berlin-Tegel Ort geschenkten Orgelpositives mit Pedal, mechanische Schleifladenorgel I/5, erbaut 1964 durch Karl Schuke/Berlin als Opus 164.
2021 die Kienscherf-Gerbig-Orgel ist nach wie vor verschwunden, das Positiv wird in Gottesdiensten gespielt.

Die Orgel in der Kirche Dahlewitz von Kienscherf/Gerbig ist nach wie vor unspielbar. Der Spieltisch ist noch vorhanden, alle Registerschilder sind verschwunden, ebenso wie das Pedal. Das Orgelpositiv steht auf der Südseite des Kirchenschiffes, es zeigt die typische Disposition der seriell hergestellten Positive. Die Registerzüge befinden sich links der Manualklaviatur. Ein Pedalregister ist bei der Orgel nicht vorhanden. Der Klang ist in sich geschlossen, aber recht spitz, durch den Principal 4′ aber kraftvoll strahlend, hell und glanzvoll. Leider fehlt die Grundierung durch ein 16′-Pedalregister. Eine Rekonstruktion der historischen Kienscherf/Gerbig-Orgel wäre der Kirche sehr zu wünschen, da die kleine Schuke-Orgel den Raum zwar füllt, aber ihn klanglich nicht voll erfassen kann.

Disposition

Manual C – g”’

Gedackt 8′

Principal 4′

Rohrflöte 4′

Waldflöte 2′

Scharff 3fach [1 1/3′]

Pedal C – f’

keine eigenen Register

 

Spielhilfen

Als Fußtritt zum Einhaken über dem Pedal: Pedalkoppel

Gebäude oder Kirchengeschichte

13. Jahrhundert Neubau der heutigen Kirche.
1305 erste Erwähnung der Kirche und des Ortes Dahlewitz.
Ende 14./Anf. 15. Jahrhundert Aufmauerung und Erhöhung des Turmes, dies ist im Inneren eindeutig durch Mauerabsätze sichtbar.
15. Jahrhundert Guss der heutigen großen Glocke durch einen unbekannten Gießer (Nominal: b’).
Um 1650 Umbau der Kirche. Anbau einer Herrschaftsloge, Umgestaltung der Fenster und des Inneren.
1861 Instandsetzung und Umgestaltung des Innenraumes – Arbeiten an Altar, Kanzel, Gestühl und Taufstein.
1880 Einbau einer Turmuhr.
1895 Reparaturarbeiten am Turm.
1907 weitere Ausbesserungen am Turm.
1917 Abgabe zweier Glocken zu Rüstungszwecken.
1928 Guss zweier Glocken aus Eisenhartguss durch Schilling&Lattermann, Nominale c” + es”.
1933 Arbeiten am Glockenstuhl – eine erste elektrische Läuteanlage wurde installiert.
1943/44 Schäden am Bauwerk durch Luftangriffe, das Dach wurde zerstört und das Innere beschädigt.
1948 Abschluss der Reparaturarbeiten an der Kirche.
1964 Umgestaltung des Inneren und Neugestaltung insbesondere des Altarraumes.
1975 Einbau zweier neuer Buntglasfenster in die Ostwand der Kirche – geschaffen von KAGO Gottwald/Blankenfelde.
1988 Einbau einer elektrischen Bankheizung.
2004 Neueindeckung des Daches mit Biberschwanzziegeln.

Die Dorfkirche in Dahlewitz steht im Zentrum des Ortes und ist aus großen Feldsteinen erbaut. Das Gotteshaus steht auf rechteckigem Grundriss als einschiffige Saalkirche mit geradem Ostabschluss. Auf der Südseite ist die heutige Sakristei, die einstige Herrschaftsloge, angefügt. Der Turm steht auf rechteckigem Grundriss, seine oberen Geschosse wurden mit anderem Mauerwerk als die des restlichen Kirchenschiffes aufgemauert. Die Schallfenster in der oberen Glockenstube sind als Spitzbogenfenster mit Ziegelsteinlaibungen ausgeführt, das abgewalmte Satteldach besitzt zwei Turmknöpfe. Die Fenster des Kirchenschiffes sind als Segmentbogenfenster mit teils verputzten Ziegelsteinlaibungen ausgeführt.
Man betritt die Kirche durch ein mehrfach gestaffeltes Spitzbogenportal im Turm und wird durch einen sehr schlichten Innenraum empfangen, der durch weiße Wände und eine flache, dunkle Holzbalkendecke umschlossen wird. Im Zentrum des Blickes im auf drei Stufen erhöhten Altarraum ist ein schlichtes Holzkreuz zu sehen, welches auf einem steinernen Altartisch ruht. Die Fenster links und rechts sind zwei Betonglasfenster in Mosaikform. Rechts neben dem Altar befindet sich die ehemalige Loge, die sich mit Segmentbögen zum Kirchenschiff öffnet.
Sie beherbergt heute die Sakristei, welche über eine Treppe betreten wird. Auf der Nordseite des Altarraums ist das gemauerte, weiß-bräunlich gehaltene Lesepult zu finden. Das Gestühl zeigt noch Formen des 19. Jahrhunderts in heute modernisierter Farbgebung. Die Orgelempore, unter der sich heute die Winterkirche befindet, ist in der Mitte ausgebaucht und zeigt rechteckige Kassettenfelder. Der Innenraum ist hell und schlicht, von ernsthafter und erhabener Ausstrahlung und wird oft und regelmäßig zu Gottesdiensten genutzt.

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Johannes Richter, 26.12.2021
Orgelgeschichte: J. Richter, eigene Sichtung vor Ort – ergänzt durch Informationen der Seite Mittelalterliche Dorfkirchen im Teltow, abgerufen am 27.12.2021
Kirchengeschichte: Beitrag auf dem Webauftritt des Dorfes Dahlewitz, abgerufen am 27.12.2021

Glockenvideo von Johannes Richter auf dem Youtube-Kanal JRorgel

PARTNER | IMPRESSUM | Datenschutz | Cookie-Richtlinie (EU) | designed by st-reway.de

You cannot copy content of this page