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Orgel: Berlin Mitte – Kapelle der Versöhnung

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Berlin Mitte Kapelle der Versöhnung Orgelprospekt I

Gebäude oder Kirche

Kapelle der Versöhnung

Konfession

Evangelisch

Ort

Berlin Mitte

Postleitzahl

10115

Bundesland / Kanton

Berlin

Land

Deutschland

Bildergalerie + Videos

Berlin Mitte Kapelle der Versöhnung Alte Versöhnungskirche Berlin 1892-1894Berlin Mitte Kapelle der Versöhnung Aussenansicht IIIBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Aussenansicht IIBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Aussenansicht IVBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Eingangsbereich IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Aussenansicht IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Glockenstube IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Glocken IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Glocken IIBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Glocken IIIBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Altar IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Kruzifix IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Nagelkreuz IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Retabel Kreuz IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Retabel IIIBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Retabel IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Retabel Schild IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Retabel IIBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Innenansicht IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Orgelprospekt IIBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Orgelansicht Empore IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Orgelansicht Empore IIBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Orgelansicht Empore IIIBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Orgelprospekt IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung FirmenschildIBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Spieltisch IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Registerstaffel Manual I IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Registerstaffel Manual I IIBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Registerstaffel Manual II IBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Registerstaffel Manual II IIBerlin Mitte Kapelle der Versöhnung Registerstaffel Pedal I


Bildrechte: Datenschutz

Orgelgeschichte

Orgeln der ehemaligen Versöhnungskirche

1894 pneumatische Kegelladenorgel, erbaut von Orgelbau Gebrüder Dinse (Berlin) II/26.
1926 Erweiterung und Umstellung auf elektropneumatische Kegelladen als Opus 2127 von Orgelbau E.F.Walcker & Cie (Ludwigsburg/Württemberg) III/44.
1944 – 1945 Beschädigung des Werkes durch Kriegseinwirkung.
1954 Orgelneubau vor der Dinse-Orgel durch Orgelbau Alexander Schuke (Potsdam) II/12.
1960 Versetzung der Schuke-Orgel in die Winterkirche unter der Empore.
1962 Verkauf der Schuke-Orgel nach Lobetal.
1985 werden Kirche und Turm gesprengt und abgetragen.

Orgeln in der Kapelle der Versöhnung

2000 Aufstellung einer 1965 von Orgelbau E.F.Walcker & Cie (Ludwigsburg/Württemberg) erbauten Schleifladenorgel mit mechanischer Traktur, welche seit 1967 in der Grunewald-Kirche stand II/11.
2017 Dieses Instrument wurde im Sommer 2017 ausgebaut und wird einer Musikschule im russischen St. Petersburg zum Geschenk gemacht, in der junge Organisten ausgebildet werden.

2017 elektrische Schleifladenorgel mit seitlich fest angebautem Spieltisch, erbaut mit elektrischer Einzeltonsteuerung als Opus 568 von Orgelbau Karl Schuke (Berlin) II/9 + Transmissionen und Extensionen (II/27).
Vier Register der Orgel stehen für die vier alliierten Besetzungsmächte im damalig geteilten Berlin
-Vereinigtes Königreich Grossbritannien (Open Diapason)
-Vereinigte Staaten von Amerika (Vox Coelestis)
-Französische Republik (Basson-Hautbois)
-Russische Föderation (Bajan – helle durchschlagende Stahlzunge in Resonator-Kasten, klanglich einem Knopfakkordeon ähnelnd / einziges Register mit mechanischer Traktur – hergestellt von sächsischer Spezialwerkstatt)

Das Register Versöhnung steht für eine Schwebung.

Disposition

Disposition der Schuke-Orgel aus dem Jahr 2017 (* =  Grundregister)

 I Manual C – g“‘

Bordun 16′ *

Open Diapason 8′ *

Rohrflöte 8′ *

Versöhnung 8′ ab g° *

Viola da Gamba 8′ *

Octava amabile 4′

Flûte à cheminée 4′

Gambetta 4′

Nasard 2 2/3′ *

Octavin 2′ *

Terz 1 3/5′ *

Basson-Hautbois 8′ *

 

 II Manual C – g“‘

Rohrflöte 8′

Aeoline 8′

Vox coelestis 8′

Flûte à cheminée 4′

Nasard 2 2/3′

Octavin 2′

Terz 1 3/5′

Basson-Hautbois 8′

Bajan 8′

 

 Pedal C – f‘ (alles Transmissionen I)

Subbass 16′

Octavbass 8′

Gedacktbass 8′

Cello 8′

Octave 4′

Basson 8′

Disposition der Dinse-Orgel aus dem Jahr 1894

I Hauptwerk

Principal 16′

Principal 8′

Bourdon 8′

Flûte harmonique 8′

Gamba 8′

Octave 4′

Gemshorn 4′

Quinte 2 2/3′

Octave 2′

Cornett 4-fach

Mixtur 2-5 fach

Trompete 8′

II Schwellwerk

Bourdon 16′

Principal 8′

Flauto traverso 8′

Gedackt 8′

Salicional 8′

Aeoline 8′

Octave 4′

Flöte 4′

Progressio Harmonica 2-3 fach

Pedal

Violon 16′

Subbass 16′

Violoncello 8′

Bassflöte 8′

Posaune 16′

 

Spielhilfen

Spielhilfen Schuke-Orgel

I/P, II/P, II/I, Sub I, Sub II/I, Sub II, Super II, Schaltung Setzer-Ebenen
Spieltisch unter Klaviatur I: S (Setzer), 0 -4, Sequenzer links/rechts, 5 – 9, R (Rücksteller)
Fuss: Resonator (Bajan) und Sequenzer rechts als Pistons, Schwelltritt

Spielhilfen Dinseorgel 1894

II/I, I/P, II/P
MF, F, FF, Auslöser
Walze, Schwelltritt II

Gebäude oder Kirchengeschichte

Versöhnungskirche

1892 – 1894 Bau der Backsteinkirche im neugotischen Stil mit einem Kirchturm von 75 Metern Höhe unter der Leitung des Architekten Gotthilf Ludwig Möckel (Bad Doberan).
Nach 1940 schwere Beschädigung der Kirche durch Kriegseinwirkung.
1950 Wiederherstellung der Kirche trotz unmittelbarer Lage an der Grenze des sowjetischen und französischen Sektors.
1961 Nutzung der Kirche für Gottesdienste.
1961 Zumauerung des Hauptportales der Kirche zu Grenzschutzzwecken. Im gleichen Jahr wird die Nutzung der Kirche untersagt.
1985 Sprengung der Kirche und des Kirchturmes. Die Fundamente und Reste des Untergeschosses stehen inzwischen unter Denkmalschutz.
Informationen und Bilder der Sprengung auf der Seite der Gemeinde

Kapelle der Versöhnung

2000 Bau der Kapelle der Versöhnung nachdem die Kirchgemeinde das Grundstück der gesprengten Kirche zurückerhalten hatte (Rückgabe Grundstück 1995). Auflage war eine erneute sakrale Nutzung. In der neuen Kapelle wurden der beschädigte Altar, das Turmkreuz und die ausgelagerten Glocken der ehemaligen Versöhnungskirche wiederverwendet. Die Kapelle wurde unter der Leitung des Architektenteams Peter Sassenroth und Rudolf Reitermann in Zusammenarbeit mit dem Lehmbaukünstler Martin Rauch errichtet. Die Glocken des Bochumer Glockengussvereines aus dem Jahr 1894 fanden ihren Platz in einem Glockengerüst ausserhalb der Kapelle, sie werden von Hand geläutet.
Seit 2005 finden an vier Wochentagen Andachten für die Verstorbenen an der Berliner Mauer statt.

Glockenvideo I

Glockenvideo II

Kapelle der Versöhnung Video

Anfahrt

Quellenangaben


Orgelbeitrag erstellt von:

Dateien Bilder Kirche und Orgel: Wolfgang Reich
Orgelgeschichte: Orgbase Profil und Webseite der Firma Karl Schuke
Kirchengeschichte: Wikipedia und Webseite der Kapelle
Glockenvideos und Video der Kapelle: Youtube User Jan Envstoen, User Nepomuk Riva und User Glocken M

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